Musikschule und Mandolinen-Orchester: Konzert mit Abendsegen

Von: Johannes Gottwald
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Sechs Sängerinnen und viele Mandolinen: Mit zarten oder rauschenden Klängen und gefühlsintensiven Liedern stimmen das Mandolinen-Orchester “Rurperle” und das Gesangs-Ensemble der Musikschule in der modernen Kirche St. Johann Baptist in Hünshoven auf Advent und Weihnachten ein. Foto: Johannes Gottwald

Geilenkirchen. Das Mandolinen-Orchester „Rurperle“ aus Hilfarth gehört seit langem zu den gern gesehenen Gästen in der Stadt an der Wurm. Da sein Dirigent Will Cremers auch zum Lehrkörper der Musikschule Geilenkirchen gehört, lag der Gedanke nahe, gemeinsam mit dem Chorensemble der Musikschule ein adventliches Konzert in der modernen Kirche St. Johann Baptist in Hünshoven zu veranstalten.

Etwa 100 Zuhörer fanden für das Konzert den Weg in das Gotteshaus an der Bahn. Und sie wurden über eine Stunde lang mit erlesen besinnlicher Musik verwöhnt.

Das graue und triste Wetter draußen passte genau zur Adventszeit, die ja nicht nur der Vorbereitung auf Weihnachten dient, sondern kirchlicherseits auch zu den Bußzeiten – liturgische Farbe Violett – gehört.

Der festliche Auftakt des Programmes verwies freilich schon auf Weihnachten, denn das Mandolinenorchester stimmte das „Tollite hostias“ von Camille Saint-Saens an. Dabei handelt es sich im Original um einen Chorsatz, der dem Weihnachtsoratorium des Komponisten entnommen ist.

Danach betrat auch das Chorensemble unter Leitung von Olga Kreimer den Altarraum. Gemeinsam mit den Mandolinen intonierten die sechs Sängerinnen den romantisch-verklärten Abendsegen aus der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck.

Die zarten und dezenten Klänge des „Deer Hunter“ leiteten über zum sattsam bekannten „Sancta Maria“. Auch hier gefielen die sechs Solistinnen den Zuschauern mit glockenreinem und gefühlsintensivem Gesang.

Das „Präludium“ von Theodor Ritter gestaltete das Mandolinen-Orchester wieder allein, es war breit angelegt, aber insgesamt etwas langatmig auskomponiert.

Zu Ehren von Max Reger, dessen 100. Todestag in diesem Jahr begangen wird, sang Mathilde Draht „Mariä Wiegenlied“, dass motivisch unverkennbar Anklänge aus dem mittelalterlichen „Resonet in laudibus“ aufweist. Stellenweise hatte es die Solistin allerdings nicht leicht, gegen die Untermalung der Mandolinen anzukommen.

Von eigentümlich herber Akkordik war der „Earth Song“ nach Michael Jackson durchzogen. „Gabriellas Säng“ von Stefan Nilsson begann sehr verhalten, steigerte sich aber zu einem musikalischen Erlebnis, dass den Kirchenraum erfüllte. Auch hier zeigte das Ensemble der Musikschule wieder sein hohes stimmliches Können.

Nach der „Sinfonia“ von Johann Sebastian Bach hatte auch Olga Kreimer bei dem schwermütigen „Ave Maria“ von Caccini ihren Soloauftritt und brachte die intendierte Botschaft des Engels Gabriel mit großer Ausdruckstiefe zum Klingen.

Will Cremers hatte ebenfalls ein „Ave Maria“ komponiert, wobei Stephanie Baumeister die Singstimme übernahm. Klangprächtig zogen die Suite nach italienischen Weihnachtsliedern, das Stück „Caro mio ben“ und das „Mary´s Boy Child“ vorüber, wobei den Mandolinen ein hohes Maß an technischem Können abverlangt wurde. Einen schönen besinnlichen Ruhepunkt bildete das Lied „Maria durch ein Dornwald ging“, dessen Vortrag Karin Schovenberg anvertraut war.

Den glanzvollen Abschluss des Konzertes bildeten das schwungvolle russische Weihnachtslied „Bajuschki Baju“ und „Joy to the World“ nach der bekannten Händel-Weise.

Mit großem Applaus bedankten sich die Zuhörer für diese sehr gelungene Einstimmung auf die kommenden Feiertage.

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