Musikkorps St. Josef bietet großes Adventkonzert

Von: Johannes Gottwald
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Kurz vor Weihnachten lockte das Konzert des Musikkorps St. Josef aus Teveren wieder eine große Zuhörermenge in die Pfarrkirche St. Willibrord. Die Auswahl der Vorträge reichte sogar bis in die Erinnerung von Hitparade-Erfolgen. Foto: Johannes Gottwald

Geilenkirchen. Es war ein windiger und nasskalter Nachmittag, zu dem das Musikkorps St. Josef aus Teveren zum Adventskonzert eingeladen hatte. Dennoch war die St. Willibrord-Kirche voll besetzt, und da auch schon die Krippe vor dem linken Seitenalter aufgebaut war, breitete sich von den ersten Takten an weihnachtliche Stimmung aus.

Mit der „bayerischen Landweihnacht“ eröffnete die Blechbläsergruppe des Musikkorps den Nachmittag – zur besonderen Überraschung vom Kircheneingang aus. Dann begann das volle Orchester sein Programm mit einem Arrangement der bekannten sizilianischen Weise „O du fröhliche“, die dezent von sanften Schlagzeug-Rhythmen untermalt wurde.

Der englische „Cradle Song“ aus dem Jahre 1895 wurde im nächsten Stück verarbeitet, anschließend wurde „Mary‘s Boy Child“ von Frank Farian vorgetragen, das wohl fast jedem im Publikum bekannt war.

Mit einigen hübschen Beiträgen war die Klarinettengruppe vertreten: „Alle Jahre wieder“, „Leise rieselt der Schnee“ und „Kling, Glöckchen, klingelingeling“ waren in einer von vielen Terzen- und Sextengängen durchsetzten Bearbeitung zu hören. Drei amerikanische Weihnachtslieder zogen in dem Medley „Swinging Christmas“ vorbei, und bei „White Christmas“ konnten sich die Zuhörer wenigstens in ihrer Fantasie eine verschneite Winterlandschaft vorstellen – draußen vor der Kirchentüre waren die Temperaturen dafür viel zu mild.

Im Takt mit dem Publikum

Choralartige Züge trug „Der Traum des Pilgers“, der von spätromantischer Harmonik geprägt war in dieser eigenwilligen chromatischen Modulationen. Umso glänzender kam danach der Schlager „When a child is born“ daher, der in England sogleich zu einem großen Erfolg wurde und später auch in Deutschland unter dem weltlichen Text „Tränen lügen nicht“ in der Hitparade Furore machte. Und getreu der Gospel-Tradition, nach der zwischen Gemeinde und Gottesdienstleiter eine „Interaktion“ stattfindet, wurde beim nachfolgenden „O happy day“ das Publikum zum Mitklatschen animiert.

Feierlich-herb erklang daraufhin der irische Segenswunsch „Möge die Straße uns zusammenführen“. Bei der „Kleinen Weihnachtsmusik“ aus der Feder des zeitgenössischen niederländischen Komponisten Jacob de Haan hatten sich das Musikkorps und seine Dirigent Jan Hermann nochmals eine anspruchsvolle Aufgabe gestellt, die aber ebenfalls souverän gemeistert wurde.

Klassiker der Glitzerwelt

Deutlich konnte man hier drei Kirchenlieder heraushören, die auch in Deutschland gesungen werden: „Zu Bethlehem geboren“, „O Jesulein zart“ und das protestantische „Fröhlich soll mein Herze springen“. Ein getragenes Eingangsthema kehrte im Verlauf des Stückes ritornellartig mehrmals wieder und bildete die musikalische Klammer zwischen den einzelnen Teilen. Mit „Last Christmas“, einem echten Klassiker unter den modernen Stücken für Blasorchester und dem „Winter Wonderland“ wurde dann nochmals ein musikalischer Ausflug in die Glitzerwelt des vorweihnachtlichen Amerika unternommen.

Der Schlusspunkt des Konzertes gehörte jedoch dem unbestritten beliebtesten aller Weihnachtslieder, das weltweit in zahllosen Sprachen gesungen wird – dem salzburgischen „Stille Nacht, heilige Nacht“, dass zunächst vom Orchester allein intoniert und anschließend von allen Zuhörern mitgesungen wurde.

Im Anschluss hatte das Musikkorps alle Besucher ins Pfarrhaus zu Kaffee und Kuchen gebeten und ließ den Tag gemütlich ausklingen.

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