Musiker Ralf Simons: Konzert mit „Ding-Dong-Stücken“

Von: mabie
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Der Mann mit Gitarre und Kappe heißt Ralf Simons und begeisterte nicht nur seine Fans beim jüngsten Auftritt im Bürgertreff Geilenkirchen. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Zum Glück durfte der Bürgertreff Geilenkirchen vor gar nicht allzu langer Zeit seine neuen Räumlichkeiten in der Gerbergasse beziehen. Der alte Standort auf der Ecke Alte Poststraße wäre nämlich am Samstagabend ohne Zweifel aus allen Nähten geplatzt. Vielleicht wäre das Ralf Simons gar nicht so unrecht gewesen, fühlen sich doch Musiker im Allgemeinen etwas wohler, wenn das Auditorium nicht dünn besetzt ist.

Eine musikalische Reise

Aber auch so durfte er vor vollen Rängen seine Fähigkeit entfalten, die Menschen ganz einfach mit auf eine höchst musikalische und musische Reise zu nehmen. Geschichten von ihm selbst blieben dabei nicht außen vor, sie gehörten einfach zum Programm wie seine bekannten „Ding-Dong-Stücke“.

Dabei kommt mitnichten eine Türklingel zum Einsatz, vielmehr bat Simons, der nicht nur als Interpret unterwegs ist, sondern auch Stücke selbst schreibt, bei diesen von ihm im Vorfeld mit augenzwinkernden Aussagen wie „Da müsst ihr jetzt durch“ angekündigten Nummern, diese nicht per Smartphone aufzuzeichnen und gleich mal irgendwo im Internet zu posten.

Dafür blieb dem geneigten Zuhörer an diesem überaus gelungenen Abend sowieso keine Zeit. Denn wer sich der Musik von Simons hingab, war ganz schnell in einer ganz besonderen Stimmung, einem Flow, wie ihn so nur wenige Akteure im Live-Programm hinkriegen. Dass dafür keine großartige Technik vonnöten ist, bewies Simons, zugleich Mann am Mischpult wie an Gitarre und Mikrofon, mit links.

Seine Nummern perlten vielschichtig aus den Boxen, Gesang und Gitarre wurden in der Poesie des Moments eins. Vielleicht wäre die Technik auch gar nicht nötig gewesen, vielleicht hätte es an diesem Abend im Bürgertreff auch das „kleine Besteck“ mit Gitarre und Singstimme ganz ohne Verstärkung getan.

Doch die Technik war da, funktionierte gut, und sorgte per Verstärkung dafür, dass die intensiven Nummern wie „Engel müssen fliegen“ auch in den hinteren Winkeln des Bürgertreffs alle Ohren erreichten und die Seelen berührten.

So gesehen war der Konzertabend auch im größeren Bürgertreff ein vorzügliches Beispiel dafür, dass sich Musik nicht immer nur zum schnellen Durchzappen frisch heruntergeladener Dateien, sondern zum puren Genuss und zum Fallenlassen in die Akustik eignet.

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