Musikalische Verkehrserziehung für Vorschul- und Kindergartenkinder

Von: Dettmar Fischer
Letzte Aktualisierung:
14249372.jpg
So macht Verkehrserziehung Spaß: Mit den Liedern von Rof Zuckowski können die Kinder beim neuen Projekt der Kreispolizeibehörde Heinsberg lauthals mitsingen. Foto: Dettmar Fischer
14249376.jpg
Mit Musik: Beate Lambert und Georg „Ferri“ Feils üben mit 225 Kindern im PZ Übach-Palenberg das Verhalten im Straßenverkehr. Foto: Dettmar Fischer

Übach-Palenberg. Den Herrn Meuffels von der Polizei kannten die Kinder schon sehr gut. Der schaut öfter mal im Kindergarten vorbei und ist immer gern gesehen. Frank Meuffels ist Verkehrssicherheitsberater bei der Kreispolizeibehörde Heinsberg und arbeitet zusammen mit seinen Kollegen auf ein Ziel hin: die Reduzierung der Verkehrsunfälle mit Kindern.

Premiere hatte nun ein weiteres Projekt zur Umsetzung dieser Zielsetzung. Es heißt „Musikalische Verkehrserziehung für Vorschul- und Kindergartenkinder“. Im Pädagogischen Zentrum in Übach-Palenberg lief die erste Veranstaltung mit 225 Vorschulkindern, in der Realschule Geilenkirchen einen Tag später die zweite mit 232 Kindern.

Die musikalische Seite überließ Frank Meuffels zwei Experten, Beate Lambert und Georg „Ferri“ Feils, mit dabei war auch Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch. Der machte seine Sache richtig gut und wärmte die Kinder schon mal auf mit Rolf Zuckowskis „In der Weihnachtsbäckerei“, zwar nicht ganz der Jahreszeit entsprechend, aber dafür auf Wunsch der Kinder sogar mit Wiederholungen. Zuckowski hatte das Projekt „Schau mal, hör mal, mach mal mit!“ aus der Taufe gehoben.

Beate Lambert und Georg „Ferri“ Feils touren nun mit diesem Projekt im Auftrag der Aktion Kinder-Unfallhilfe. Die Freude der Kinder an der Musik ist dabei der Schlüssel zur spielerischen Verkehrserziehung.

Ohne erhobenen Zeigefinger

Der Kreispolizeibehörde Heinsberg ist es besonders wichtig, dass die Kinder schon früh die wichtigsten Verkehrsregeln kennen lernen. Die richtige Nutzung des Gehweges oder die Gefahren beim Rollerfahren werden dabei nicht mit dem erhobenen Zeigefinger angemahnt, sondern die Botschaft mit leicht mitsingbaren Liedern so vermittelt, dass es beim Wiederhören der Songs bestimmt „Klick“ macht bei der Kindern: Da war doch was zu beachten, wenn ich über die Straße gehe?

Das Konzert ist natürlich nur ein Baustein der Verkehrserziehung. Durch regelmäßige Wiederholung im Kindergarten, durch das Hören der CD sowie das Lieder- und Spielebuch gehen die Verkehrsregeln den Kindern in Fleisch und Blut über.

So lernen sie richtiges Verhalten im Straßenverkehr, und das verhindert auf lange Sicht Verkehrsunfälle.

45 Erzieherinnen nutzten zudem die Gelegenheit und nahmen im Rahmen dieses Projektes an einem Workshop teil. Sie lernten dabei, die Wahrnehmungs- und Koordinationsfähigkeit der Kinder spielerisch im Kindergartenalltag zu trainieren. Frank Meuffels: „Wenn die Kindern bei der Verkehrserziehung hüpfen, tanzen und singen können, haben sie noch mehr Spaß. Wenn wir so die Unfallzahlen mit Kindern im Kreis gesenkt kriegen, ist das eine gute Sache.“

Weniger Unfälle mit Kindern

Im Kreis Heinsberg verunglückten im vergangenen Jahr 99 Kinder im Straßenverkehr. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um zwei Prozent. Landesweit war diese Zahl von 2015 auf 2016 um 5,8 Prozent gestiegen. Frank Meuffels: „Um etwas zu erreichen, müssen die Erziehungsberechtigten mit den Kindern weiter arbeiten.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert