Geilenkirchen - Mulde bremst bald den Druck des Wassers

Mulde bremst bald den Druck des Wassers

Von: g.s.
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Uberschwemmungen in Kogenbroich, wie hier im November des vergangenen Jahres, sollen durch den vom Umwelt- und Bauausschuss beschlossenen Bau einer Flutmulde an der L 42 bald der Vergangenheit angehören. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Bürger von Kogenbroich sollen zukünftig vor Hochwasser geschützt werden.

Der Umwelt- und Bauausschuss der Stadt Geilenkirchen beschloss einstimmig die Errichtung einer so genannten Flutmulde neben der Landesstraße 42 und beauftragten die Verwaltung, die entsprechende Planung umzusetzen.

Hintergrund ist, dass sich seit vielen Jahrzehnten bei Starkregen die Wassermassen von den höher gelegenen Feldern in den Ort mit seinen rund 90 Einwohnern ergießen. Jüngst hatten die Bewohner von Kogenbroich am 13. November 2010 mit diesen Ergebnissen von Dauerregen und teilweise mit überfluteten Kellern zu kämpfen.































Besonders die Menschen im Ortseingangsbereich an der L42 haben leidvolle Erfahrungen mit den Folgen der Überschwemmungen. Nun sollen sie durch ein kleines Regenrückhaltebecken, der Flutmulde, vor den Wasser- wie auch Erdmassen geschützt werden.

Christian Brendt vom planenden Ingenieurbüro erläuterte das Vorhaben. Vorgesehen sei diese Flutmulde mit einer notwendigen Einzugsfläche von 1,2 Quadratkilometern und einem rechnerisch erforderlichen Volumen von 3000 bis 6500 Kubikmetern. Vorgesehen ist eine Senke mit einem Beckeninhalt von 3500 Kubikmetern, direkt neben dem bestehenden Graben. „Bei starkem Regen wird das Wasser über eine Überlaufkante in das Becken geleitet”, so der Planer.

Die Mulde soll eine Tiefe bis zu zwei Metern aufweisen. Und die Kosten für die Maßnahme bezifferte Christian Brendt auf rund 70000 Euro. Die Stadt Geilenkirchen hatte bereits 1994 die für die Flutmulde genutzte 9630 Quadratmeter große Parzelle erworben, auf der bisher Mais angebaut wurde. Aber schon damals mit der Aussicht, das Oberflächenwasser aus dem Raum Hochheid zurückzuhalten.

Beschluss vermieden

Viel Diskussionsbedarf gab es nach der Vorstellung der Planung nicht. Quer durch alle Fraktionen wurde die Wichtigkeit der Flutmulde zum Schutz der Menschen in Kogenbroich anerkannt. So fiel die Abstimmung einhellig aus. Die erforderlichen Haushaltsmittel werden im Haushalt 2011 bereitgestellt.

Einen weiteren Tagesordnungspunkt wollte der Ausschuss nicht abschließend beraten. Er wurde direkt auf die kommende Ratssitzung verlegt. Dabei geht es um eine Kunstwerk-Stiftung, die vor dem Bahnhof in Lindern platziert werden soll. „Wir haben in Lindern einen Künstler, der nicht über die Stadt schimpft, sondern sich Gedanken macht, wie man sie verschönern kann”, stellte Ortsvorsteher Raimund Tartler (CDU) erfreut fest.

Auf einer wild bewachsenen Grünfläche könnten - unter der Voraussetzung, dass der Bauhof der Stadt die notwendigen Erd- und Aufstellarbeiten vornimmt - bald zwei abstrakte menschliche Figuren in Lebensgröße auf einer ebenfalls aus Cortenstahl gefertigten Bank sitzen. Sofern denn der Rat zustimmt, denn Johann M. Graf fand es nicht gut, dass „der Stadt die Kosten für das Aufstellen der Figuren aufgebürdet werden”.

Künstler-Garantie

Barbara Slupik (CDU) machte sich eher Sorgen, dass - wie bei der „Haihover Juffer” - ein Plagiats-Prozess auf die Stadt zukommen könnte. Es könne ja sein, dass in Unkenntnis eines bereits vorhandenen ähnlichen Kunstwerks die Stadt in Regress genommen würde. Dahingehend müsse man sich absichern und eine Garantie vom Künstler einfordern.

Dr. Stefan Evertz (Grüne) hatte ein Problem damit, dem Stahlmonument zuzustimmen, denn ihm sei im Vorfeld nicht bekannt gewesen, dass dafür eine Grünfläche geopfert werden müsste.

Ausschussvorsitzender Karl-Peter Conrads schlug letztendlich vor, die Diskussion im Stadtrat fortzusetzen.
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