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Motorrad- und Autoschau: Blitzende Harleys und PS-starke US-Cars

Von: hama
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„Hotto” und Ed konnten sich mit den neuen Helmen der Begeisterung der Motorradfreunde sicher sein. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Nun ist die Wirtschaftskrise scheinbar auch bei den Harley-Fahrern angekommen. Jedenfalls gab es das noch nie, dass bei der „Harley-Custom & US-Car Show” an so vielen Motorrädern ein dezentes Schild „Zu verkaufen” stand.

Aber während Präsident „Hotte” Horst Sommer und sein Vize Ed Haartmans sich die Zeit nahmen, ebenso neue wie ausgefallene Motorradhelme zu testen, fiel einigen Interessenten die Kinnlade nach unten, wenn sie die Verkaufspreise der tollen Zweiräder hörten. „So zwischen 20000 und 70000 Euro liegen die Preise bei den Custom-Harleys”, weiß auch Horst Sommer, dass man sich da nicht spontan für den Kauf einer solchen Maschine entscheidet.

Aber auch bei der fünften Auflage dieser Messe ist sich Horst Sommer sicher, dass den allermeisten Besuchern das Anschauen schon reicht. Mit dabei war diesmal auch die Firma BTS aus Elsdorf. Diese Motorradschrauber genießen nicht nur bei den Fahrern weit und breit einen guten Ruf, sondern haben auf ihrer Referenzliste auch Michael und Ralf Schumacher als zufriedene Kunden stehen. Von spartanisch bis exotisch reichte das Angebot der Zweiräder rund um den Stand von BTS.

Die Hauptschule war wieder der Veranstaltungsort dieser „Harley-Custom & US-Car Show”. Im Außenbereich auf dem Schulhof gab es größtenteils die angesprochenen US-Cars zu sehen. Nicht gerade den Zeichen der Zeit folgend, waren es Kolosse mit drei, vier, fünf und sogar sechs Litern Hubraum, die die Augen der Autofreunde feucht werden ließen.

Ein schönes „Dreigestirn” hatte wohl mehr oder weniger zufällig zusammengefunden. Auf der einen Seite eine Viper SRT 10 von Doge, ein Cabrio-Sportwagen in tiefem Rot; daneben ein schwerer amerikanischer Geländewagen, der so groß war, dass man kaum an die Fenster heranreichte. Dritter im Trio war ein Chevrolet aus den Anfängen des Automobilbaus, der aber von seinem Besitzer so liebevoll gepflegt worden ist, dass er praktisch als „neuwertig” anzubieten gewesen wäre. Aber wer verkauft schon so ein Auto?

Harley-Fahrer haben ja auch bei der Kleidung einen ganz besonderen Geschmack. Eine Modenschau rund um Motorradfahren und Freizeit wurde von Ed Haartmans moderiert. Als Model traten Mitglieder der „Biker- und Trikerfreunde ohne Grenzen” auf. Passend zu den Motorrädern und der Mode gab es eine Vorführung der Tanzgruppe „Inferno” aus Birgden, die in diesem Jahr Elvis Presley als Thema hat. Jeder Gast, der mit einem Glas Schampus begrüßt wurde, bekam ein Los, mit dem es bei der Tombola Einkaufsgutscheine zu gewinnen gab.

Gewonnen haben am Ende sicher auch wieder die Menschen mit Behinderungen, die im Konzept der Gangelter Motorradfreunde die Hauptrolle spielen. Der Erlös der beiden Ausstellungstage kommt ihnen zugute.
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