Mosaik aus Fliesen und Collagen aus Holz

Von: Georg Schmitz
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Drei Monate lang haben sich die Jungen und Mädchen der städtischen Kindertagesstätte Immendorf zusammen mit ihren Erzieherinnen mit Kunst beschäftigt. Die Ergebnisse präsentierten sie erstaunten Besuchern in der Bürgerhalle Waurichen. Auch die Eltern und Familienangehörigen waren begeistert von den kreativen Werken ihres Nachwuchses. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen-Immendorf. Zahlreiche Werke der wohl jüngsten Kunstschaffenden in Geilenkirchen versetzten die Besucher im Bürgerhaus Waurichen am Samstag in Erstaunen. Die zwei- bis sechsjährigen Jungen und Mädchen der städtischen Kindertagesstätte Immendorf hatten sich drei Monate lang intensiv mit dem Thema Kunst beschäftigt.

„Unser Anspruch war die Auseinandersetzung mit der Kunst, nennt Kindertagesstättenleiterin Ursula van den Borst den Grund für das Projekt. Die Kita arbeitet nach Bildungsvereinbarungen, die vom Ministerium vorgegeben werden. Im vergangenen Jahr hatte der Schwerpunkt auf dem Bildungsbereich Musik gelegen, wobei in diesem Zusammenhang das Kindermusical „Zirkus - total genial” mit allen Kindern in der Realschule aufgeführt worden war.

Diesmal hätten sich die 87 Kinder mit Malen, Zeichnen, Bildhauerei und der Gestaltung von Collagen oder Mosaikarbeiten auseinandergesetzt. „Zwei Jahre lang haben wir uns überlegt, wie wir das Thema Kunst umsetzen können, dann war es endlich soweit”, erzählt Ursula van den Borst. Es habe vorher eine Menge Berührungsängste von Seiten der Erzieher gegeben. Dabei hätten sich die Fragen gestellt „Schaffe ich das?”, oder „Habe ich selbst genug Ahnung, um dieses Thema mit den Kindern zu erarbeiten?”

Ursula van den Borst bilanziert, dass sich alle mit Begeisterung dem Thema gewidmet haben. Für die Kleinen wie die Großen sei es ein Riesenerlebnis gewesen. Der Rundgang durch die Gruppen habe in diesen drei Monaten eine wahre Freude bereitet. „Hier wurde gemalt, geklebt, mit Sand gearbeitet. Klötze wurden bearbeitet sowie kleine und große Skulpturen mit verschiedensten Materialien gefertigt”, berichtet die Leiterin. Wenn sie an den Waschräumen vorbeikam, in denen im Waschbecken zahlreiche bunte Farben zusammenliefen, habe sie manchmal an die „Putzfee” denken müssen: „Sie wäre mit dem Projekt Bilderbücherlesen sicher glücklicher gewesen”, schmunzelt Ursula van den Borst. Die Kinder aber wären mit Feuer und Flamme bei der Sache gewesen, und die Erzieher hätten sich durch viel Fachwissen gegraben.

Während der Projektphase fanden die Kinder den Weg zu berühmten Malern wie Kandinsky, Miro oder Hundertwasser. Bei der Vernissage im Bürgerhaus in Waurichen überprüften die Schützlinge das Fachwissen der Eltern und Familienangehörigen mit einem Rätsel: „Wir suchen einen Künstler, der schon lange tot ist. Er hat Bilder gemalt, und eines der bekanntesten war eine Sonnenblume” Als letzte Hilfe gaben die Kinder preis, dass sich der Name des Malers auf „Koch” reimt. „Das ist Vincent van Gogh”, so die spontane Antwort einer Mutter. „Wir haben auch viel über den Maler Claude Monet gehört”, erzählte ein Mädchen, „der in Paris wohnte.”

Die Besucher waren begeistert von den insgesamt 223 Gemälden, Skulpturen, Collagen aus Holz, Mosaiken aus Fliesen und anderen fantasievoll gestalteten Werken, entstanden in Einzel- wie auch Gruppenarbeiten.

Mit dem Malen alleine sei es jedoch nicht getan, erinnert Ursula van den Borst: „Nach dem Erstellen der Grundlagen mussten die auch ausgeschnitten und gerahmt werden.” Die beiden Künstlerinnen Erika Giegla und Johanna Kraus vermittelten den Jungen und Mädchen zeitweise ihr Wissen, wofür sich die Kita-Leitung herzlich bedankte. Am Ende hätten noch viele Ideen in den Köpfen der Kinder gesteckt. Die Jungs und Mädels seien in der Lage gewesen, noch viel mehr Kreatives umzusetzen.
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