Gangelt - Modernisiertes Freibad lädt zum „Anschwimmen“

Modernisiertes Freibad lädt zum „Anschwimmen“

Von: hama
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Am 26. April ist im Gangelter Freibad wieder Anschwimmen angesagt.
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Rund zwölf Kilometer neue Solarleitungen sind verlegt. Bürgermeister Bernhard Tholen und Schwimmmeister Ger Demandt versprechen, nötigenfalls mit Hilfe der Heizung, für kommenden Freitag 24 Grad Celsius Wassertemperatur. Foto: Karl-Heinz Hamacher
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Die große Rutsche bietet vor allem für die Jugend stets ganz großes Vergnügen.

Gangelt. Die Deutschlandfahne und die der europäischen Union wehen schon über dem Gangelter Freibad. Das Eis im Becken ist nach dem schier endlosen Winter geschmolzen. So steht der Freibad­eröffnung in Gangelt am kommenden Freitag ab 14 Uhr nichts mehr im Wege. Es sei denn, das Wetter geht noch einmal auf Jahresanfang zurück.

Für das beliebte Anschwimmen im Gangelter Freibad, jetzt am 26. April, heißt es für die kreisheinsberger Prominenz, dringend nachzuschauen, ob denn die Badehose noch passt. Zusagen hat Bürgermeister Bernhard Tholen von seinen Bürgermeisterkollegen Thomas Fiedler aus Geilenkirchen, Wolfgang Dieder, Heinsberg, und Heinz-Josef Schrammen aus Waldfeucht. Damit sind dann noch einige Startplätze vakant.

Bei den Investitionen ragt in diesem Jahr die Erneuerung der Solaranlage heraus. Nach 13 Jahren Betrieb, in denen die Gemeinde jede Menge Heizkosten gespart hat, wurden rund zwölf Kilometer Leitungen auf dem Dach des Umkleidebereichs erneuert. Bei Sonnenschein wird es kein Problem sein, die gewünschten 24 Grad Badetemperatur zu erreichen. Spielt die Sonne nicht mit, springt die Heizung an.

An der großen und beliebten 80-Meter-Rutsche wurden zwei Elemente erneuert, so dass dem Spaß beim Anschwimmen nichts im Wege stehen sollte. Es gibt am Freitag wieder ein umfangreiches Programm bei freiem Eintritt.

Das Duo Ger Demandt und Rudi Niemeyer wird in diesem Jahr um einen dritten Schwimmmeister erweitert. Ralf Schmitz, ehemals Hausmeister in der Hauptschule, befindet sich auf der Zielgeraden seiner Ausbildung.

Die Eintrittspreise bleiben unverändert, das heißt Kinder ab 4 Jahre 2,50 und Erwachsene 5 Euro. Die Clubkarte, von denen es mittlerweile deutlich über 800 gibt, ist ein preiswertes Angebot an Vielschwimmer.

Neu ist, dass alle Karten nur noch zentral im Freibad und nicht mehr bei der Gemeindeverwaltung erhältlich sind. An der Kasse sollen Gäste stets einen Ansprechpartner finden. Fest steht nun auch, dass der Kiosk täglich – selbst bei schlechtem Wetter – von 9 bis 18 Uhr geöffnet ist.

Ein Blick in die Gangelter Chronik zeigt, dass sich aus der Badeanstalt, die 1926 an gleicher Stelle eröffnet wurde, ein modernes Freibad entwickelt hat, das im Jahresmittel oft weit über 60.000 Gäste zählt; in Spitzensommern, wie 2003, sind es dann sogar über 100.000 Badegäste, die sich im Rodebachtal einfinden. Bei der Einweihungsfeier 1926, kann man nachlesen, gab es „offensichtliche Störversuche“ – es wurden Lampions gestohlen!

Die Bauern, die damals das Land nahe des Rodebachs an die Gemeinde abtraten, brauchten als Belohnung von 1926 bis 1940 den Rodebach nicht mehr zu säubern.

Das Bad erlebte immer wieder Renovierungen und erhielt das heutige Bild mit dem Nichtschwimmer-, dem Zwei- und dem Fünf-Meterbereich in den 60er Jahren.

Gut, dass man sich 1983 im Gemeinderat nicht mit dem Vorschlag durchsetzen konnte, das Bad aus Kostengründen nicht mehr zu öffnen. Denn der Publikumsmagnet zwischen Wildpark, Kahnweiher und der Selfkantbahn ist eindeutig das Freibad.

Die entscheidenden baulichen Veränderungen wurden ab 1998 unter der Regie von Bürgermeister Bernhard Tholen vorgenommen. Da war der Bau der Solaranlage, die Jahr für Jahr die Heizkosten senkt, auf dem Dach des großen Umkleidebereiches sowie die Anschaffung der (gebrauchten) Rutschbahn. Das Freibad ist behindertengerecht eingerichtet, Umkleide- und Duschbereich wurden mit der Zeit erneuert.

In Zeiten knapper Kassen „gibt es absolut keine Diskussion, das Bad zu schließen“, tritt der Bürgermeister entsprechenden Befürchtungen entgegen. Es gibt sogar ein „bilanzielles Plus“, wenn man wie in Gangelt das Freibad im Verbund mit den Anteilen am Wasserwerk, der EGG und der West Energie verrechnet. Alleine betrachtet, erreicht der Betrieb Freibad durchschnittliche eine Deckung von 70 Prozent.

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