Geilenkirchen - Modellflugplatz Rischden ist der Musterschüler

Modellflugplatz Rischden ist der Musterschüler

Von: mh
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Nur eine der zwölf besichtigten Anlagen präsentierte sich bei der „Sportstättenbegehung 2013“ völlig ohne Mängel: Der Modellflugplatz in Rischden bekam die Note Eins. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Völlig ohne Mängel präsentierte sich bei der „Sportstättenbegehung 2013“ von Verwaltung, Stadtsportverband und Vereinsvertretern nur eine der zwölf besichtigten Anlagen: Der Modellflugplatz in Rischden war mit der Note Eins der Musterschüler, aber hier wird schließlich auch nicht Fußball gespielt.

Doch auch mit dem Zustand der übrigen Anlagen, der Thema der Beratungen im Sport- und Kulturausschuss war, zeigten sich Verwaltung und Ausschussmitglieder weitgehend zufrieden. Ausschussvorsitzender Hans Josef Paulus sprach sogar von einem guten Zustand, Geilenkirchen könne sich im Vergleich zu Nachbarstädten durchaus sehen lassen. In der nüchternen Expertenaussage der Verwaltung wird aus dem „guten“ ein befriedigender Zustand, was bedeutet, dass die besichtigten Anlagen eher nur geringfügige Schäden aufweisen.

Negative Ausnahme

Die negative Ausnahme im Reigen der Sportplätze macht das Stadion im Heinrich-Cryns-Sportzentrum Bauchem. Hier ist die Hochsprunganlage unbrauchbar, Rasenplatz, Laufbahn, Weitsprunganlage und Kugelstoßanlage zeigen schwerwiegende Schäden, auf die Uwe Großkopf, Mitglied von ATV und Stadtsportverband, hinwies. Allerdings sind das, wie die Diskussion ergab, nicht unbedingt Verschleißerscheinungen, deren Ursache die sportliche Nutzung ist. Uwe Neudeck (CDU) ist Nachbar des Bauchemer Platzes und hat festgestellt, dass die Bauchemer Anlage oft sportfremde Nutzer hat. „Hier führen Leute ihre Hunde aus und üben Hundedressur. Außerdem wird öfter hier gefeiert, und schwere Fahrzeuge bringen Getränke über die Laufbahn, was der Bahn sicher nicht gut tut“, schilderte Neudeck seine Beobachtungen.

Zu den Bauchemer und den übrigen, eher nicht so gravierenden Mängeln hatte Uwe Eggert (SPD) gefragt, ob die Verwaltung bei deren Beseitigung nach einer bestimmten Reihenfolge vorgehe. Manches sei „mit kleinem Geld“ und auch zeitnah zu erledigen antwortete Gort Houben als Leiter des Schulverwaltungs-, Sport- und Kulturamtes. Aber auch bei den größeren Mängeln zum Beispiel in Bauchem sei man „im Plan“. Einiges werde noch im Herbst in Angriff genommen, anderes im nächsten Jahr.

Auch Bürgermeister Thomas Fiedler zeigte sich mit dem Ergebnis der Begutachtung zufrieden. Die festgestellten leichten Mängel werde man abarbeiten. Bei den größeren Beanstandungen handele es sich oft um Dinge, die nicht benutzt würden und über deren Entfernung man nachdenken müsse, Geärgert habe er, Fiedler, sich über die Äußerung des Stadtsportverbandes, der von „25 schweren Mängeln“ gesprochen habe. Zu der zweckentfremdeten Nutzung der Bauchemer Anlage (Hundewiese oder Feierecke) meinte Fiedler, dass dies nur abzustellen sei, wenn man den Bereich einzäune. Gleichzeitig warnte er aber vor einer solchen Maßnahme, da sie einerseits sehr teuer sei und zum anderen verhindere, dass Kinder oder Jugendliche dort „bolzen" können.

Im Verlauf der Diskussion im Ausschuss hatte Johann Graf (Bürgerliste) angeregt, das Augenmerk nicht allein auf Fußball zu richten. Die Leichtathletik sei ein „Stiefkind“ und das gelte es zu ändern. Dazu wies Beigeordneter Herbert Brunen auf die missliche Finanzsituation der Stadt, aber auch auf den „Sportstättenentwicklungsplan“ hin, den die Verwaltung mit dem Stadtsportverband erarbeitet. In diesem Plan gehe es auch um solche Themen.

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