Mitfahrfestival: Triker erfreuen ihre Beifahrer

Von: agsb
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Gelebte Freude bei den Mitfahrern: Die Biker- und Trikerfreunde Gangelt waren von 12 bis 17 Uhr am Samstag unterwegs. Foto: agsb

Gangelt-Hohenbusch. Die Biker- und Trikerfreunde Gangelt ließen erneut die Herzen vieler Menschen mit Behinderung höher schlagen – sie hatten zum Mitfahrfestival in die Teverener Heide eingeladen. Vorsitzender Horst „Hotte“ Sommer sah bereits zum Auftakt gegen 12 Uhr einen regen Andrang.

Auf dem Vereinsgelände an der Oase in Gangelt-Hohenbusch kurz vor der niederländischen Grenze haben die Biker- und Trikerfreunde ihre Heimat gefunden.

Die rund 50 aktiven Vereinsmitglieder sind für ihre gelebte Inklusion bekannt: „Die Vereinsarbeit mit Menschen mit Handicap finde ich einfach nur genial, auch deshalb bin ich hier Mitglied geworden“, sagte zum Beispiel Uwe aus Würselen, in früheren Jahren Motorradfahrer und nunmehr Triker aus Leidenschaft. „Es ist die Freiheit, die man als Triker erlebt, mit dem Auto würde ich nie nur so durch die Gegend fahren“, erzählt er schmunzelnd.

Uwe, der in Vereinskreisen besser als „Lucky“ bekannt ist, hat „Hotte“ Sommer und seine Freunde beim Weltrekordversuch vor Jahren in Hillensberg kennengelernt – der Versuch, den längsten Corso der Welt zu organisieren, scheiterte aber.

Jede halbe Stunde wurde eine Runde angeboten, so mancher Mitfahrer setzte seinen Helm nur kurz oder gar nicht ab, sondern wechselte stetig bei einer neuen Runde das Gefährt mit drei Rädern. Auch die jeweiligen Begleitpersonen sahen die Begeisterung bei den Mitfahrern.

Über Schinveld ging es nach Mindergangelt und zurück nach Hohenbusch, die Strecke betrug rund 20 Kilometer. Beim Abfahren konnte so mancher das Gefühl haben, sich auf einer Rennstrecke zu befinden: Nicht wenige Fahrer haben ihre Gaspedale gerne mal durchgetreten und die Motoren aufheulen lassen.

Nach der letzten Runde wollten die Gäste schon den nächsten Termin erfahren – die nächste Mitfahrgelegenheit kann anscheinend nicht früh genug angeboten werden. „Wir sind immer für unsere Gäste da, unser Wort zählt“, sagte Horst „Hotte“ Sommer zum Abschluss. Respekt, Toleranz und Wertschätzung – dieses Motto tragen die aktiven Vereinsmitglieder unter ihrer Vereinskutte.

Für den 68-jährigen Siggi aus Wassenberg und seiner Gattin Renate war der Ausflug ein besonderer Trip. Siggi ist auf der Suche nach einem neuen Hobby, er schwankt zwischen Trike und Modell-Eisenbahn hin und her. „Beim Trike kann ich Renate mitnehmen“, sagt Siggi und sieht leichte Vorteile, sich für dieses Hobby zu entscheiden.

Als einstiger Motorradfahrer hat er auch auf einem Trike Probe gesessen und fuhr in Gedanken schon mal los. „Meine Arme machen beim Motorradfahren nicht mehr mit, das Trikefahren scheint daher optimal“, sagte Siggi.

Er und seine Renate haben auch bemerkt, wie der Verein den vielen Menschen mit Behinderung eine Freude bereitet hat. Ein Grund mehr, sich gegen die Modell-Eisenbahn zu entscheiden?

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