Geilenkirchen/Übach-Palenberg - Mitarbeiter des Sozialen Dienstes unterstützen Pflegebedürftige

Mitarbeiter des Sozialen Dienstes unterstützen Pflegebedürftige

Von: Markus Bienwald
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Mehr als nur Tee trinken bedeutet die gemeinsame Zeit mit Sandra Barth vom Sozialen Dienst des Geilenkirchener Franziskusheimes Elvira Maerkens aus Palenberg. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen/Übach-Palenberg. Elvira Maerkens ist alleine. Nicht mal eben, nicht nur heute, sondern im Wortsinn alleine. „Alleinstehend“ nennt die Statistik das, was dahinter steckt, das kann die Dame aus Palenberg gut erzählen. „Es ist schwierig“, sagt sie, während die Heizung in ihrer Wohnung wohlige Wärme verbreitet.

Durch ihren gesundheitlichen Zustand ist sie stark beeinträchtigt. Mal eben vor die Tür gehen geht nicht, der Rollstuhl muss immer mit, dazu die Sauerstoffversorgung. Was das für die sozialen Kontakte der sympathischen Frau bedeutet, kann man sich ausmalen.

Doch heute ist alles anders. Elvira Maerkens strahlt, sie freut sich, als Sandra Barth vom Sozialen Dienst des Geilenkirchener Franziskusheims um die Ecke biegt. „Meine Sandra“, sagt Elvira Maerkens kurz, als Sandra Barth einen Tee kocht. „Meine Frau Maerkens“, gibt die so Angesprochene zurück. Die beiden unterhalten sich angeregt, tauschen sich über die Geschehnisse der letzten Woche aus, und so wird deutlich, was hinter all den schönen Angeboten steckt, die man nicht nur im Franziskusheim, sondern bei vielen Anbietern bekommt.

Es ist ein netter Vormittag, die Chemie zwischen den beiden stimmt, und Elvira Maerkens freut sich, dass Sandra da ist. Mal wird die Mitarbeiterin des Sozialen Dienstes geduzt, mal gesiezt, Elvira Maerkens macht da nicht so große Unterschiede. Was ihr aber wohl wichtig ist, ist die Anwesenheit ihres Besuchs, der einmal in der Woche für 90 Minuten ihre Tür zur Welt da draußen ist. Gekocht wird auch schon mal, denn Elvira Maerkens ist das mit ihrer Sehbehinderung nicht mehr möglich.

Aber nicht nur die Besuchte, auch die Besucherin hat etwas von der gemeinsamen Zeit. „Sie hat mir ein Kartenspiel beigebracht: Skip-Bo“, sagt Barth. „Das spielen wir jetzt auch Zuhause in unserer Familie immer“. Neu im Programm ist nun Rommée, und das wird wohl nicht das letzte Kartenspiel sein, das Sandra Barth von der Arbeit als Inspiration mit nach Hause bringt.

Unterdessen hat Marlies Börger in ihrem Geilenkirchener Haus schon den Kaffee aufgesetzt. Als Melanie Jordans vom Sozialen Dienst des Franziskusheims klingelt, kehrt das Lächeln zurück auf Marlies Börgers Gesicht. Im Wohnzimmer steht die Kaffeetafel schon bereit, heute gibt es einen Kuchen nach dem Rezept einer Bekannten. Marlies Bögers Mann Bernhard, den sie sonst an jedem Tag rund um die Uhr pflegt, freut sich ebenfalls über den Besuch. „Die macht alles“, sagt Marlies Böger, „alle schriftlichen Sachen zum Beispiel, von denen wir nichts kennen, ich brauche nur zu fragen.“

Melanie Jordans ist damit Betreuerin, Beraterin, Offenes Ohr und ein stückweit auch Freundin. Und während Jordans sich mit Bernhard Börger beschäftigt, darf Marlies mal etwas anderes tun. Einkaufen zum Beispiel, Besuche abstatten oder auch mal einfach nur sie selbst sein. Für sie sind diese Momente sehr wertvoll. „Es ist eine Erleichterung“, sagt sie. „Es ist einfach eine beruhigende Sache.“

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