Mit zünftiger Landpartie den Kirmesausklang gefeiert

Von: Karl-Heinz Hamacher
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Sackhüpfen ist eine der Traditionsdisziplinen bei der Gangelter Landpartie. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Das Wetter war schlecht, der Besuch gut. Das scheint eine der Formeln zu sein, die die Grundlage für ein gutes Gelingen der Gangelter Landpartie bilden.

So recht erklären kann es keiner, wenn nach einem - üblicherweise - schlechten Besuch bei den Kirmesfeierlichkeiten eine Woche später viele Gäste sich an der Dahlmühle treffen, um in einem rustikalen Rahmen den Kirmesausklang zu feiern. Die Landpartie beginnt mit einem Aufzug aus der Ortsmitte hin zum Rand des Naturparks Rodebach.

Dann waren auch das Königspaar Stefan und Sandra Paulis sowie das Begleiterpaar Martin und Doris Allgeyer dabei; ohne ihre Festkleidung, denn es geht ja ausschließlich um die Geselligkeit und nicht ums Repräsentieren. Das heißt, es geht zuerst um die Kinderbelustigung.

Auch die ist traditionell. Sackhüpfen, Eierlaufen oder - zumindest früher sehr beliebt - Mohrenkopfessen oder andere, später Mamas Waschmaschine belastende Spielchen stehen dann auf dem Programm. Als der Regen nachließ und die Volksmusiker von „Nachtrave” ihre Instrumente auspackten, kamen die zum Zuge, die beim Sackhüpfen altersbedingt nicht mitmachen konnten. Ob im Zelt oder im Außenbereich, ob im Weinkeller oder an anderen lauschigen Plätzchen, überall fanden sich immer mehr Gäste ein, die für die Geselligkeit auch mal nasse Füße in Kauf nehmen.

Die Landpartie in Gangelt hat eine lange Tradition. Zu Anfang des letzten Jahrhunderts wurde sie noch jeweils mittwochs nach der Pfingstkirmes in Mindergangelt gefeiert. Da luden die St.-Johanni-Schützen noch ein.

In den 1970er Jahren, als es in Gangelt immer für die musizierenden Vereine immer schwieriger wurde, den laufenden Unterhalt alleine aus den Traditionsfesten zu finanzieren, übernahmen der Musikverein St. Hubertus und das Trommler- und Pfeiferkorps die Ausrichtung der Landpartie an der Dahlmühle.

Während die Gäste der letzten Nacht größtenteils noch schliefen, begannen für die Ausrichter die Aufräumarbeiten.

Hans-Jakob Rademacher als Vorsitzender des Musikvereins war als Erster da. Während er den Weinkeller aufräumte, kehrte Andy Paulzen vom Trommler- und Pfeiferkorps mit dem Besen die vielen Glasscherben weg.

Jetzt bereitet man sich in Gangelt auf das große Schützenfest vom 19. bis 22. Juni vor.
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