Mit Zollstock im Beet: Grundschüler bei Umweltwettbewerb

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Powern für die Umwelt: Mit kreativen Ideen haben die Schüler der OGS Scherpenseel einen naturnahem Erlebnisgarten angelegt.

Übach-Palenberg. Auch nach den Osterferien gilt: Samstags ist keine Schule, und es gibt auch keine OGS. Trotzdem herrschte an der Katholischen Grundschule Scherpenseel emsiges Treiben. Voller Eifer legten die Schüler der Offenen Ganztagsschule mit Säge, Schaufel und Harke ihren lang ersehnten „Erlebnisgarten“ an.

Viele Eltern packten mit an, und hinterher waren alle rundum zufrieden. „Das war eine sehr schöne Aktion“, empfand auch Klaudia Ratzke vom Energie- und Wasser-Versorgung EWV; das Unternehmen aus Stolberg fördert diese und ähnliche Projekte. Klaudia Ratzke leitet den Wettbewerb „Schüler powern für die Umwelt“, an dem die 54 Kinder mit fünf Einzelprojekten teilnehmen.

Die Erst- bis Viertklässler hatten den Erlebnisgarten selbst entworfen und sogar kleine Holzmodelle gebaut. Libellen und andere Insekten können sich auf das Wasserbiotop freuen. Unter Anleitung von Hubert Schippers vom Nabu (Naturschutzbund Deutschland) haben die Kinder Spießbütten eingegraben, Steine und Erde eingefüllt und Schilf, Schachtelhalm und Seerosen gepflanzt. Eidechsen und Kröten, die Wärme lieben, bekommen demnächst noch ein Quartier aus großen Steinen.

Einen spannenden Fußweg hatte sich das Team „Barfußpfad“ zusammen mit Doris Linden-Mahr überlegt. Mit nackten Sohlen über feinen Sand, weiches Gras, aber auch über grobes Material zu laufen, ist eine ganz besondere Erfahrung.

Während die Gruppe um Christa Sybertz mit Zollstock und Richtschnur fachmännisch das Fundament für ein großes Kräuterhochbeet vorbereitete, nahm bei der Holz-AG ein Tippi aus Weidenruten schnell Gestalt an. Zusammen mit Hanne Jordine haben die Jungschreiner auch ein Vogelhaus, Wegweiser und Steckschilder für den Kräutergarten hergestellt.

Unter dem Motto „Und mittendrin ist Kunst“ machte die Theater und Kunst AG von Schulleiterin Doris Esser aus dem Garten auch in künstlerischer Hinsicht etwas Besonderes. Bunte Steine aus bemaltem Stoff, verzierte Gasbetonklötze, Baumschmuck und riesige Buntstift-Skulpturen setzen farbige Akzente.

Demnächst wird es auch noch ein grünes Klassenzimmer geben. „Wir haben dafür 50 ausrangierte Sitzschalen aus dem Aachener Dressurstadion bekommen“, freut sich Doris Esser.

Die Grundschüler powerten mit ganzer Kraft. Während sich die erwachsenen Helfer mittags über eine leckere Suppe freuten, wollten sie lieber weiterwerkeln. „Keine Zeit“, hieß es von allen Seiten. „Durch ihren Einsatz haben die Kinder neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen geschaffen und können selbst die Natur weiter beobachten“, lobte EWV-Umweltexpertin Klaudia Ratzke die Nachhaltigkeit der Projekte.

Die „Powerkinder“ hoffen, dass ihre Arbeiten auch bei der Jury des EWV-Wettbewerbs gut ankommen. Die Gewinner sollen am 13. Juni auf der großen Abschlussveranstaltung im Zinkhütter Hof in Stolberg bekannt gemacht werden.

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