Mit schwerem Gerät gegen Eisplatten und Schneehügel

Von: Georg Schmitz
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An den bislang verschütteten Bushaltestellen hat das Team vom städtischen Bauhof - wie hier in Gillrath - ein breites Betätigungsfeld. Der aufgesammelte Schnee und die gelösten Eisplatten werden auf Freiflächen außerhalb der Ortschaften verfrachtet. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Das nahe Stolberg in der Städteregion gilt als eine der Kommunen in Nordrhein-Westfalen die relativ problemlos mit den außergewöhnlichen Wetterverhältnissen fertig geworden sind. Dort ist es dank vereinter Kräfte gelungen die Schneemassen auf ein Minimum zu reduzieren und die komplette Innenstadt freizumachen.

Mit Lastwagen und landwirtschaftlichen Anhängern wurden Eis und Schnee in Stolberg abtransportiert. In Geilenkirchen ist man noch weit davon entfernt, doch sind auch hier die Männer vom Bauhof seit einigen Tagen pausenlos damit beschäftigt, die Hinterlassenschaften des Winters zu beseitigen.

Ein großes Problem ist in diesem Zusammenhang, dass die Stadt an der Wurm seit Tagen kein Streusalz mehr hat, beziehungsweise nur noch über eine minimale Ration „für den Notfall” verfügt. Zwischen Weihnachten und Neujahr ist nicht mit Nachschub zu rechnen, auch wenn Bürgermeister Thomas Fiedler vor den Festtagen noch optimistisch gewesen war.

Ein Dutzend Bauhofmitarbeiter war auch am Donnerstag im Stadtgebiet unterwegs, um wenigstens die wichtigsten Straßen und Gehwege von Eis und Schnee zu befreien, nachdem man zur Wochenmitte die neue Parkzone vor St. Ursula zugänglicher gemacht hatte. „Wir legen unser Hauptaugenmerk auf das Freihalten der am meisten befahrenen Straßen und der Innenstadt”, erläutert der stellvertretende Leiter des Bauhofes, Peter Sentis.

In den vergangenen Tagen haben die Männer zahlreiche Eisplatten in der City zertrümmert und entfernt. „Bei dem eintretendem Tauwetter haben wir jetzt die Chance, das Eis mit Räumfahrzeugen wegzuschieben”, sagt Peter Sentis. Der Schneeschild vor dem Räumfahrzeug ist mit einer Schürfleiste aus Hartgummi ausgestattet. Diese soll verhindern, dass der unter dem Eis befindliche Straßenbelag beschädigt wird.

Dadurch ergibt sich allerdings das Problem, dass der Gummischutz den besonders hartnäckigen, festgefrorenen Eis- und Schneebelag nicht wegschieben kann. Da hilft dann nur Salz, und das ist nicht vorhanden.

Am Donnerstag gingen die Bauhofmitarbeiter die Bushaltebuchten an. „Damit die Busse hier wieder reinfahren können, muss der Schnee weg”, sagt Peter Sentis. Der Schnee hatte sich auch in Gillrath vor den Haltebuchten beidseitig der B56 zu Hügeln aufgetürmt, in erster Linie auch durch die Räumfahrzeuge verursacht. Diese haben in den Tagen zuvor die Schneemassen von der Straße geschoben - vor die Haltebucht.

Kein Verständnis

Beim Räumen zeigt sich ein weiteres Problem, denn der Schnee muss weg von der Fahrbahn und landet dann auch schon mal auf dem Gehweg. Dafür haben Anwohner im Moment, in dem sie selbst betroffen sind, kein Verständnis. „Die springen mir dann vor das Räumfahrzeug und lynchen mich fast”, gibt der betroffene Mitarbeiter seine Erfahrungen weiter.

Auch mit der Räumung von Geh- und Radwegen hat das Bauhof-Team nun begonnen, steht aber bald vor neuen Herausforderungen. Denn der Frost hat schon jetzt erkennbar starke Schäden an Straßen angerichtet, und die entstandenen Schlaglöcher müssen später ebenfalls beseitigt werden.
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