Mit Rockmusik in besinnliche Weihnachtstage

Von: Stefan Reiners
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Mit Christmas Rock und der Band Rock Stu aus Heinsberg wurden die Feiertage in der Übach-Palenberger Rockfabrik eingeläutet. Zur heißen Party kamen auch Besucher aus Köln und Gelsenkirchen. Foto: Stefan Reiners

Übach-Palenberg. Es war noch nicht richtig Weihnachten, die Feiertage standen erst unmittelbar bevor. Und eigentlich war es ein ganz normaler Freitag. Trotzdem hatte es schon ein bisschen von dem weihnachtlichen Fluchtcharakter, diese Veranstaltung in der Übach-Palenberger Rockfabrik am 23. Dezember.

Während in jedem Kaufhaus die Glocken süßer nie klangen, hieß es im Konzertsaal Christmas Rock (Teil1) mit der bereits 2007 gegründeten Band Rock Stu aus Heinsberg. Die verhieß laut eigenem Slogan „Strictly Coverrock“, also geradlinige und konsequente Hits aus dem Genre. So viel vorab: Das haben die fünf jungen Männer eindeutig gehalten.

Dass die Rockfabrik diesen Wunsch nach Alternativprogrammen in der Weihnachtszeit regelmäßig bedient, hatte sich schon überregional herumgesprochen. Meike aus Köln und Uschi aus Gelsenkirchen waren gleich mit einer ganzen Gruppe da. „Wir kennen uns eigentlich von Rock am Ring und treffen uns jedes Jahr um diese Zeit hier zum Feiern, weil viele hier aus der Nähe sind“, erklärte Meike. „Aus der Nähe“, das hieß in diesem Falle immerhin noch Düren. Wer dann konkret in der „Rocke“ – wie die Location auch liebevoll genannt wird – spielt, schien dabei erst mal egal zu sein. „Die sind immer gut“, war die einhellige Meinung.

Rock Stu boten in Sachen Rock das ganze Programm auf. Foo Fighters, Billy Talent, Nickelback, Green Day und The Killers, alle Ikonen des Indie-Rock waren vertreten. Dennis Julevic bekam sie im Gesang – unterstützt von den Backgroundvocals seiner Kollegen an den Saiten – alle hin, so unterschiedlich der jeweilige Sound auch sein mochte. Wie er das macht, ohne am Ende völlig heiser zu sein, bleibt wohl sein gut gehütetes Geheimnis. So ganz nebenbei ließen Rock Stu auch noch die richtig großen Altmeister auftreten: Guns‘n Roses, Metallica, Aerosmith und natürlich AC/DC. Es dürfte niemandem im Saal etwas gefehlt haben.

Das Ganze startete recht spät. Erst nach halb zwölf erklang der erste live gespielte Ton. Dafür rockten Dennis Julevic (Gesang), Julian Chalmers, Ralf Sontag (Gitarren), Matthias Jung (Bass) und Patrick Decker (Schlagzeug) aber auch bis nach drei Uhr morgens. Um diese Uhrzeit hatten sich die von Anfang an nicht ganz geschlossenen Reihen im Saal zwar schon spürbar gelichtet. Aber die, die da waren, gaben alles, bis zum letzten Schweißtropfen. Allen voran, Rock Stu, denen man die Freude an ihrer Musik deutlich anmerkte.

Julian Chalmers und Ralf Sontag wechselten sich mit den Soloparts und den markanten, die extrem gitarrenlastige Rockmusik prägenden, sogenannten Riffs (d.h. wiederkehrende Melodie- oder Akkordlinien) ab.

Das „Bandküken“ an den Drums – Patrick Decker – verriet: „Eine Aufteilung in Leadgitarrist und Begleitung haben wir eigentlich nicht. Und heute Abend haben wir natürlich auch das härteste Programm aufgetischt.“

Den Fans im Saal war es mehr als recht. Der Funke sprang auch auf die ganz kampferprobten Fans, wie Uschi und Meike und ihre „Rock am Ring“ Kollegen, schnell über. So dürften alle nach einer heißen Party gewappnet und geimpft mit einer Extraportion Rock‘n Roll in die besinnlichen Tage entlassen worden sein.

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