Mit Liebe und Herz: Erfolgreicher Kurs für pflegende Angehörige

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Helga Saß (l.) und Rita Börder (r.) vom Katharina Kasper-Heim mit den Absolventen des Kurses für pflegende Angehörige. Foto: Thomas Hoff

Gangelt. Bereits zum vierten Mal bot das Katharina Kasper-Heim in Gangelt einen Gruppenpflegekurs zur Unterstützung pflegender Angehöriger an. Dieses spezielle Angebot hat die Senioreneinrichtung mit gerontopsychiatrischem Schwerpunkt und für ältere Menschen mit Behinderungen in Kooperation mit der AOK Rheinland entwickelt.

In elf Modulen durchliefen die Teilnehmer ein abwechslungsreiches und informatives Programm in Theorie und Praxis. Unter anderem wurden finanzielle und rechtliche Informationen zur Pflegeversicherung sowie zur häuslichen Pflege durch einen Pflegedienst gegeben. Dabei standen auch die Neuerungen der Pflegestärkungsgesetze II und III im Vordergrund.

Auch die Themen Betreuungsrecht und Vollmachten, Prophylaxen, Ernährung, Medikamentenversorgung und Sterbebegleitung wurden besprochen. Zusätzlich erlernten die neun Teilnehmer praktische Handgriffe bei der Körperpflege, Lagerung und Mobilisation von Pflegebedürftigen. Und auch der Austausch untereinander nahm einen hohen Stellenwert ein.

Die Themen Pflege und Betreuung werden schon seit Jahren immer relevanter. Mit der steigenden Lebenserwartung erhöht sich auch die Gefahr, mit zunehmendem Alter hilfe- und pflegebedürftig zu werden. Schon in naher Zukunft wird es mehr ältere als jüngere Menschen in Deutschland geben, und diese demografische Entwicklung wird unsere Gesellschaft spürbar verändern.

„Die größte Pflegearbeit leisten die Angehörigen“, sagt Josef Aretz, Leiter des Katharina Kasper-Heims der Katharina Kasper ViaNobis GmbH in Gangelt. Gerade eine zusätzliche demenzielle Veränderung stelle viele pflegende Angehörige vor eine große Herausforderung.

Die Kursteilnehmer erhielten neben dem Zertifikat nach § 45 SGB XI, das sie zur Abrechnung zusätzlicher Betreuungsleistungen mit der zuständigen Pflegekasse berechtigt, als besondere Anerkennung das Pflegeherz als Anstecker. „Dieses steht symbolisch für die Aussage ‚Mit Liebe und Herz einen Menschen aufrichten, der selbst nicht dazu in der Lage ist‘. Es ist nur eine kleine Würdigung der Arbeit von pflegenden Angehörigen“, so Aretz.

Eine fünfte Auflage des Kurses ist bereits in Planung. Interessierte können sich gerne melden bei Rita Börder unter Telefon 02454/59580 oder per E-Mail: r.boerder@vianobis.de, sowie bei Helga Saß, Telefon 02454 59-577, E-Mai: h.sass@vianobis.de.

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