Geilenkirchen - Mit fairem Handel die Qualität steigern

Mit fairem Handel die Qualität steigern

Von: defi
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Bei Kaffee und Keksen, natürlich fair gehandelt, wurde beim Breakfast-Club der Wirtschaftsförderung der Stadt Geilenkirchen über das Projekt Fairtrade-Town mit der Referentin Dr. Mona Pursey (l. am Tisch) diskutiert. Foto: Dettmar Fischer

Geilenkirchen. Die Stadt Geilenkirchen nähert sich mit großen Schritten dem Titel Fairtrade-Town. Beim Breakfast-Club der Wirtschaftsförderung der Stadt Geilenkirchen sparte die Referentin, Dr. Mona Pursey, Promotorin für entwicklungspolitische Bildungsarbeit beim Eine Welt Forum Aachen, nicht mit Lob für die Fortschritte, die die Steuerungsgruppe der Stadt Geilenkirchen in den vergangenen Monaten gemacht hat. Bürgermeister Georg Schmitz begrüßte die Gäste im Haus Basten passend mit den Worten: „Guten Morgen, liebe Freunde des fairen Handels.“

Die „Freunde des fairen Handels“ kamen an diesem frühen Morgen aus der Steuerungsgruppe, die für die Stadt Geilenkirchen das Fairtrade-Projekt voranführt, aus der Verwaltung, Vertretern von Kranken- und Sparkasse, jedoch weniger aus dem Bereich des Einzelhandels. Heiner Coenen vertrat als Geschäftsführer den Aktionskreis Geilenkirchen.

Coenen meinte, Fairtrade lasse sich sicherlich nicht auf Knopfdruck in einer Stadt umsetzen. Das Projekt sei aber „ein charmanter, komplementärer Ansatz“, die Qualität der Angebote in der Stadt Geilenkirchen zu steigern.

Fünf Kriterien hat der Bewerber um den Titel Fairtrade-Town zu erfüllen. Jürgen Benden verwies als Vertreter der Steuerungsgruppe darauf, dass Geilenkirchen schon jetzt diese Kriterien erfüllen könnte. Man werde aber mit der Bewerbung bis zum Herbst warten, um das Projekt noch ein Stück besser umzusetzen. So wolle man den Fair-Trade-Gedanken an die Schulen, Kindergärten und Sportvereine herantragen.

Man sei bereits mit Germania Bauchem übereingekommen, die Fußballstadtmeisterschaft als Fairtrade-Veranstaltung laufen zu lassen. So solle das Turnier beispielsweise mit fair gehandelten Fußbällen ausgetragen werden.

Die fünf Kriterien, die eine Fairtrade-Town erfüllen muss, sind die Verabschiedung eines Ratsbeschlusses, die Einrichtung einer Steuerungsgruppe, das Vorhandensein von Fairtrade-Produkten im Einzelhandel abhängig von der Einwohnerzahl der Kommune, die Verwendung von Produkten aus fairem Handel in öffentlichen Einrichtungen und die Einbindung der örtlichen Presse. Letzteres ist gerade zu lesen, im Hallenbad gibt es bereits Fairtrade-Snacks, und auch im Rathaus geht es fair zu bei Speis und Trank.

Die entsprechende Anzahl von Geschäften mit Fairtrade-Angeboten ist in Geilenkirchen mit der Zahl zwei auch erreicht. Dr. Mona Pursey verwies auf die entsprechenden Entwicklungen, die Aachen in Bezug auf den Titel Fairtrade-Town absolviert habe. Leider, so Dr. Pursey, sei das Projekt aber nicht so in den Köpfen der Bürger angekommen, wie es wünschenswert sei.

TransFair, der Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt, vergibt nicht nur den Titel, sondern auch Flaggen. Die möchte Jürgen Benden beim großen Fest anlässlich der Vergabe des Titels Fairtrade-Town in Geilenkirchen möglichst oft flattern sehen. Das Fest zur Titelübergabe ist ebenfalls eine der Bedingungen, die Geilenkirchen zu erfüllen hat, um sich als erste Kommune im Kreis Heinsberg den Fairtrade-Town-Titel zu sichern.

Auf Nachfrage von Dr. Mona Pursey, die auch den Kreis Heinsberg gerne in das Fairtrade-Projekt einbeziehen möchte, erklärte Bürgermeister Georg Schmitz, dass das Fairtrade-Town-Projekt bislang in der Runde der kreisheinsberger Bürgermeister noch nicht zur Sprache gekommen sei.

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