Übach-Palenberg - Mit den Schülern immer auf Augenhöhe agieren

Mit den Schülern immer auf Augenhöhe agieren

Von: mabie
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Die frisch ausgebildete Lehrerin Anja Lenders (vorne) ist nur für unser Foto die Vorsitzende, sie möchte an der Willy-Brandt-Gesamtschule mit den Schülern lieber auf Augenhöhe agieren. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. „Aufgeregt ist das falsche Wort“, sagt Anja Lenders, wenn man sie nach ihren Gefühlen fragt, wenn sie das erste Mal vor eine Klasse tritt. „Gespannt ist besser“, korrigiert sie, denn schließlich hat sie ihre Zeit als Referendarin gerade hinter sich gelassen.

Ihr ganz persönlicher Schulanfang heißt Klasse 8b, und die freut sich an diesem Morgen schon auf die neue Lehrerin. Niederländisch steht auf dem Programm und Anja Lenders macht erst einmal ein paar Kennenlernspiele mit den jungen Schülern. „Ich wollte hier hin“, macht die 26-Jährige klar, sie hat sich ganz bewusst für eine Tätigkeit an der Willy-Brandt-Gesamtschule (WBG) entschieden.

Bauchgefühl

„Ich wäre aber auch ans Gymnasium oder Berufskolleg gegangen“, unterstreicht sie. Dennoch hat die WBG sie gleich überzeugt. Vielleicht weil dort ihr Wunsch, mit den Schülern auf Augenhöhe agieren zu können, besonders gut umsetzbar ist? Oder weil die Fächerkombination Niederländisch und Gesellschaftslehre, die an anderen Schulformen Geschichte heißt, auch in Zeiten schwieriger Jobsituationen gut ankommt? Vielmehr scheint ihr Bauchgefühl der Grund für die Entscheidung gewesen zu sein.

Einige Jahre vorher in der Oberstufe, hat ihr dieses Gefühl schon einmal gesagt, dass die Pädagogik das Richtige für sie ist. „Ich hatte immer die Vorstellung, besser sein zu wollen, als manche Lehrer, die ich während meiner eigenen Schulzeit erleben musste“, sagt sie. So bereitet ihr es keine Probleme, am Lehrerpult zu agieren, sich vor die Schüler zu stellen und den Stoff zu vermitteln. „Das geht ganz automatisch“, sagt sie, und auch im Unterricht klappt das, was sich die junge Lehrerin vorgenommen hat. Ihre Ansprüche zu erfüllen, das dürfte nicht das einzige sein, auf das sich ihre Schüler einstellen müssen. „Das gilt besonders fürs Vokabellernen, da merke ich schnell, was geht und was nicht.“

Erfahrungen sammeln

Den Schülern scheint der Unterricht bei der Frau Lenders, wie sie von den Schülern genannt wird, gut zu gefallen. Und das sorgt für ein wenig Entspannung bei der frisch ausgelernten Lehrerin. Das mit dem „ausgelernt“ möchte sie aber ganz und gar nicht so stehen lassen. „Natürlich muss ich noch Erfahrungen als Lehrerin sammeln“, sagt sie. Aber da sie jetzt schon sehr genau weiß, was sie will, dürfte die neue Aufgabe an der Schule für sie zwar eine Herausforderung sein, aber keine Hürde darstellen.

„Wenn man den Schülern Spaß am Unterricht vermittelt, weckt das immer das meiste Interesse“, ist sie überzeugt. Und so huscht nach dem ersten Pausengong auch ein kleines Lächeln über ihr Gesicht. Denn Anja Lenders ist nun dort angekommen, wo sie hin wollte.

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