Mit den satten Farben des Pharao

Von: Georg Schmitz
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„Menschenmaler” Peter Dorscheid befasst sich mit seiner neuen Ausstellung im Altenheim Burg Trips mit der farbenprächtigen Kunst der Ägypter. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Er ist ein Übach-Palenberger, wir geben ihn auch nicht nach Geilenkirchen ab”, hatte der ehemalige Bürgermeister der Zechenstadt, Paul Schmitz-Kröll, vor vier Jahren mit Blick auf den Künstler Peter Dorscheid gesagt. Damals hatte der Künstler im Burgsaal des Altenheims Burg Trips eine Vielzahl seiner Werke ausgestellt.

Paul Schmitz-Kröll wird hoffentlich nicht enttäuscht sein, denn der seit zwei Jahren in Köln lebende Übach-Palenberger tritt mit einer neuen Ausstellung wieder in Geilenkirchen in Erscheinung. Doch der Alt-Verwaltungschef kann sich noch am eigenen Porträt erfreuen, das Peter Dorscheid für eine Ausstellung im Schloss Zweibrüggen im Jahre 2000 von ihm fertigte.

Vom Malermeister zum Kunstmaler

Der damalige Übach-Palenberger Bürgermeister hatte seinerzeit in Burg Trips den Begriff „Peter Dorscheid avancierte vom Malermeister zum Kunstmaler” geprägt. Auch nach seinem 33-jährigen Berufsleben als selbstständiger Malermeister greift der heute 75-Jährige noch zum Pinsel, widmet sich damit allerdings ganz der Kunst.

Nach dem Tode seiner Mutter, die ihre letzten Jahre im Altenheim Burg Trips verbrachte, erinnert sich Peter Dorscheid noch gerne an die Einrichtung. „Wir freuen uns, dass der Kontakt wieder aufgelebt ist”, sagt Hausleiter Christoph Benz. Mit einem Teil seiner Gemälde, die er als Dauerleihgabe dem Seniorenheim zur Verfügung stellt, trägt Peter Dorscheid seit vielen Jahren zur Attraktivierung bei.

Als einen „Menschenmaler” hatte Geschäftsführer Alfons Nickels den Übach-Palenberger damals bezeichnet, denn auch zu diesem Zeitpunkt war der Homo Sapiens das Ziel seiner Pinselstriche.

In Öl auf Leinwand malt Peter Dorscheid noch heute, derzeit hat er die „Alten Ägypter” im Fokus. „Mir gefallen die ästhetischen Figuren und die satten Farben”, sagt er. Diese Farbenpracht habe ihn schon lange fasziniert.

Als eines der besten Beispiele dafür gilt ein Bildnis des in der Historie schillernden Pharao Tutanchamun, der in all seiner goldenen Pracht der Blickfang in der Cafeteria des Altenheimes ist. Nicht minder sehenswert sind die ägyptische Königin Nofretete, eine Harfenspielerin und das Bildnis von Osiris, dem „Gott des Jenseits”. Eine Jagdszene und die „Menschen bei der Ernte” entführen den Betrachter ebenfalls in das Reich der Pyramiden.

Die Seniorinnen und Senioren erfreuten sich sogleich an den farbenprächtigen Bildern in ihrer Cafeteria; noch über vier Wochen sind die Werke von Peter Dorscheid hier zu bewundern. Für Interessierte ist die Ausstellung nur nach Anmeldung (02451/912700) zu besuchen, und zwar montags bis freitags 9 bis 12 Uhr.
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