Übach-Palenberg - Mit dem Umbau des Sportplatzes geht´s bald los

Mit dem Umbau des Sportplatzes geht´s bald los

Von: mabie
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Derzeit noch in eine dicke weiße Schneedecke gehüllt und wohl unbespielbar, bald aber in völlig neuem Gesicht zeigt sich der nicht mehr zeitgemäße Sportplatz „Am Bucksberg” in Ubach-Palenberg. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Derzeit wohl unbespielbar, hüllt sich der Sportplatz „Am Bucksberg” in eine durchgehend weiße Decke. Doch wenn der Schnee bald taut, kommt darunter die nicht mehr zeitgemäße „Asche”-Decke in ihrem prägnanten Rot zum Vorschein.

Bald wird das aber der Vergangenheit angehören. Denn wie im Ausschuss für Schulen, Kirchen, Vereine und Integration wurde am Mittwochabend die umfassende Neuplanung der bisherigen Sportanlage vorgestellt.

Die rote Aschefläche weicht einem Kunstrasenplatz. Außen herum führen vier 400-Meter-Kunststofflaufbahnen, sowie im Start-Ziel-Bereich noch weitere sechs Sprintbahnen für Hürden und Flachlauf. Zwei Weitsprunggruben, eine Kugelstoßanlage, sowie eine Fläche, die laut Planer Wolfgang Müller später zu einem Beachvolleyballfeld umgestaltbar ist, ergänzen das Ganze.

Wenig gute Worte

Für das bisherige Sportfeld hatte der erfahrene Planer, der 2009 mit seinem in Willich ansässigen Büro bereits zwölf Sportanlagen baute, nur wenig gute Worte übrig. „Vor allem von der Durchlässigkeit des Oberflächenwassers ist das alles sehr problematisch”, fand er. Durch die neue Anlage sei auch ein gemeinsames Training von Leichtathleten und Fußballern denkbar, ohne größere Störungen.

Die Kunstrasenfläche bringe zudem den Vorteil einer wesentlich besseren Nutzbarkeit gegenüber einer konventionellen Naturrasen-Ausführung. „Bei einem Rasenplatz gehen wir von 700 Stunden pro Jahr aus, der Kunstrasen kommt auf 2800 Stunden”, unterstrich Müller. Dazu gesellten sich die geringeren Pflegekosten, die bei Naturrasen 29.000 Euro, bei einer Roten Decke 13000 Euro und bei Kunstrasen nur rund 10.000 Euro jährlich betragen.

Rund vier Monate Bauzeit

Allerdings müssen die Bäume, vor allem die Pappeln hin zur angrenzenden Straße, deutlich zurückgeschnitten werden, um für weniger Laub auf dem Platz zu sorgen. Dafür sind aber in den Planungen schon Ausgleichsflächen an anderer Stelle im Stadtgebiet ausgewiesen, die dort den Verlust an Grünflächen ausgleichen.

Unterm Strich gehen die Planer von Kosten in Höhe von 1,102 Millionen Euro inklusive der 7000 Quadratmeter Kunstrasenfläche, sowie aller Nebenleistungen aus. Aus Mitteln des Konjunkturpaketes II steuert die Stadt 995000 Euro bei, die fehlenden Mittel in Höhe von 120.000 Euro sollen per Ratsbeschluss in den Haushalt eingestellt werden.

Nachdem alle Entscheidungen gefallen sind, könnte die Maßnahme Ende April/Anfang Mai starten, bestätigte der Beigeordnete für Planen und Bauen, Volker Schlüter. Vier bis viereinhalb Monate Bauzeit sind angesetzt, zum Herbst könnte das neue sportliche Glanzstück der Stadt dann fertiggestellt sein. „Die CDU steht dem Vorhaben sehr positiv gegenüber”, erklärte deren Sprecher Gerhard Gudduschat, „es wird eine feine Sache für die Vereine und unsere Schulen”. Allerdings hinterließen die zusätzlich nötigen 120.000 Euro auch Sorgenfalten auf seiner Stirn. „Wir müssen darauf achten, dass wir dieses Geld nicht brauchen”, appellierte er. Hier griff der 1. Beigeordnete Engelbert Piotrowski ein, der klarmachte, das Geld werde per Ratsbeschluss zweckgebunden eingestellt.

Auf Nachfrage von Walter Junker (CDU) bestätigte Piotrowski auch, dass die bisher „Am Bucksberg” positionierte Schießanlage der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Übach verlegt werden müsse. Andernfalls könnten die Geschosse den Kunstrasen oder auch die Kunststoffbahnen beschädigen.

Zur Lebensdauer der Kunstrasenfläche äußerte sich Planer Wolfgang Müller optimistisch. Zwölf bis 15 Jahre sei die Fläche, sprich der oberste „Teppich” bespielbar, danach werde ein Austausch eben dieser obersten Schicht nötig, ohne dass der kostenintensivere Unterbau mit erneuert werden müsse.
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