Mit afrikanischen Zügen: Die Krippe einmal anders

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Geilenkirchen. Die Krippe einmal anders - in diesem Jahr steht in der Kapelle des St.-Elisabeth-Krankenhauses eine afrikanische Krippe. Elf Figuren sind von Missio und wurden von afrikanischen Kunsthandwerkern geschaffen.

Die heilige Familie und alle anderen Figuren tragen afrikanische Züge. Mittelpunkt ist das Jesuskind. Marias Bedeutung wird durch ihre überragende Größe hervorgehoben. Die Hirten sind in einen Burnus gekleidet, wie er heute noch in Afrika getragen wird. Auch die drei Könige fehlen nicht und bringen ihre Gaben. Ochs und Schafe gehören ebenfalls dazu wie die Hühner, die in keinem Dorf fehlen.

Die zerfallene Hütte Davids

Die Frauen verstehen es, sie auf köstliche Weise zu bereiten. An der Seite befindet sich ein fremdartiger Vogel mit drei Jungvögeln. Sind es die Ahnen, die in Vogelgestalt zur Krippe kommen, um auch ein Körnchen zu finden? Die Figuren zeigen den Gedanken: Das Heil Gottes ist allen Menschen angeboten: Friede auf Erden den Menschen, die guten Willens sind.

Der zweite Gedanke ist in der „Krippe” dargestellt: Von dem stolzen Palast blieb nur die Fassade. Die Ruine weist auf das Wort des Propheten Amos: „An jenem Tag richte ich die zerfallene Hütte Davids wieder auf, ich richte ihre Trümmer auf” (Am 9,1). Die Architektur dieser Fassade entspricht den Palästen afrikanischer Könige und Häuptlinge. Die Ruine erinnert an die mächtigen Reiche, die im Mittelalter in Afrika blühten: das geheimnisvolle Simbabwe, dessen mächtige Steinmauern die Tempelpaläste der Herrscher umschlossen.

Daneben gab es Kilwa, eine Inselfestung, deren Handelsbeziehungen bis nach Indien und China reichten. Zu erwähnen ist das sagenumwobene Timbuktu und das Reich der Aschanti und Benin, deren Künstler großartige Kunstwerke schufen. Der Kunstsinn der Menschen zeigt sich auch in den afrikanischen Dörfern. Selbst die Gegenstände des täglichen Bedarfs sind oft reich verziert, die Haustüren, die Stühle und Schemel, die Bettstellen und Kopfstützen und selbst die Schöpflöffel und Kämme. Nicht zu vergessen sind die Kultgegenstände und die verschiedenen Masken. Diese Verzierungen finden sich auch in der Fassade.

Vier Masken schmücken die beiden Säulen vor dem Eingang. Sie können die vier großen Propheten darstellen, die das Kommen des Messias ankündigen und über sein Leben und Sterben weissagen. Es können auch die vier Evangelisten sein. Die Ornamente der Fassade enthalten einen Hinweis auf die Allerheiligste Dreifaltigkeit, die sich in der Menschwerdung offenbarte. Auf der linken Seite ist eine geometrische Figur als abstrakter Umriss einer Person: der Vater.

Von seinem rechten Arm geht ein Strom des Segens aus, der Gestalt annimmt in Jesus. Über dem Eingang befindet sich die schematische Darstellung eines Vogels, einer Taube. Ähnliche Motive finden sich auch auf den verschiedenen Gegenständen. Mit der Herabkunft des Heiligen Geistes beginnt eine neue Epoche. In der Menschwerdung des Sohnes ist ein neuer Zugang zu Gott eröffnet. Verbindet man die drei Symbole miteinander, dann ergibt sich ein Dreieck, dessen Spitze das Jesuskind ist.

Schwester Arnolda hatte die Idee, die afrikanische Krippe aufzustellen. Seit 1964 wohnt und arbeitet Schwester Arnolda in Geilenkirchen. Lange Jahre leitete sie die Röntgenabteilung des St.-Elisabeth-Krankenhauses. Nebenher besorgte sie die Sakristei der Krankenhauskapelle. Dazu gehört an Weihnachten der Aufbau der Krippe. Nach ihrer Pensionierung sorgt sie weiter für die Sakristei. In diesem Jahr überrascht sie dann mit der afrikanischen Krippe.
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