Mit 83 Jahren: Martin Jöris liebt das Vereinsleben immer noch

Von: Heinz Eschweiler
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Die Mannschaft des SV Marienbergs möchte so schnell wie möglich zurück zur Kreisliga. Motivation und die nötige Euphorie sind bei der Mannschaft glücklicherweise vorhanden. Foto: agsb
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Torwart-Trainer Almir Botonjic (rechts) leitet derzeit das Training, der Coach übernimmt nach seinem Urlaub wieder das Kommando. Foto: agsb

Übach-Palenberg. „Es geht immer weiter und es geht beim SVM wieder aufwärts“, so Vorsitzender „Män“ Martin Jöris, und wenn er es sagt, dann steckt da viel Herzblut in der Aussage und motiviert alle anderen Verantwortlichen. Seit der Gründung 1971 ist der mittlerweile 83-Jährige mit Leib und Seele dabei und erlebte in den vergangenen Jahren eine turbulente Vereinszeit.

Jöris hielt das Vereinsschiff stetig auf Kurs, denkt nun aber so langsam an seinen aktiven Abschied aus der Vorstandsetage.

Dass der SV Marienberg nach schlechter Rückrunde in der Vorsaison die bittere Pille mit dem Abstieg in die neu geschaffene D-Liga hinnehmen musste, hat der SVM verdaut und sieht nun diese Klasse als Sprungbrett für neue große sportliche Taten. Sprechen viele Mannschaften nicht vom Aufstieg, so hat sich der SVM dieses Ziel schon gesetzt und vertraut seiner ersten Mannschaft.

Leichte Euphorie ist derzeit im weiten Rund des Stadions an der Bahn zu spüren, und nicht nur Jöris blickt positiv in die Zukunft. Vom SVS Merkstein II wechselten über zehn Spieler zum SVM. „Viele Spieler haben aus eigener Tasche ihre Ablöse bezahlt, um hier dann ohne Sperre spielen zu können“, lobte Jöris die sportliche Einstellung. Nach Ansicht des Vorsitzenden sollte hier der DFB klar eine Regelung für die kleinen Vereine einführen, erst ab bestimmter Liga die Ablöseregel einsetzen. „Wir hätten diese Spieler nie und immer freimachen können“, so Jöris und meinte damit auch auf Vereinskassen der kleinen Vereine.

Und Jöris haderte weiter mit dem DFB, der zwar nach eigener Meinung die Amateurvereine stärken möchte, gleichzeitig diesen aber mit Bundesligaspielen am Sonntagnachmittag Steine in den Weg legt. Jöris blickte nicht nur an dieser Stelle zurück zu den Samstagen, wo die Bundesliga spielte – der Sonntag war für die Amateure bestimmt.

„Wir müssen versuchen, uns langsam wieder nach vorne zu arbeiten“, so Män Jöris und sah schon viele Schlachten beim SVM gespielt. Auf jeden Fall ist wieder eine Euphorie zu spüren, das Stadion an der Bahn lockt und wird mit seinem schicken Ambiente erneut zum Treffpunkt.

Vorjahrestrainer Elmar Müschen übernimmt auf eigenen Wunsch andere Aufgaben im Verein, zumal vom SVS Merkstein auch mit Christian Switalla ein Coach wechselte. Die neue gemischte Einheit soll sich schnellstens finden. Neben Switalla ist Sebastian Scharfeld im Trainerteam. Beim Pokalspiel gegen den B-Ligisten BW Kirchhoven war man chancenlos, dies war aber von vornherein klar. Aber nicht nur der zwischenzeitliche Ausgleich zum 1:1 ließ aufhorchen, am Ende spielte der Gast dann seine konditionelle und technische Überlegenheit eiskalt aus.

Zuvor gewann der SVM ein Testspiel bei der DJK Haaren – das brachte Motivation und Hoffnung. Der Neuanfang soll nun endlich gelingen. Weiterhin soll langsam der Grundstein zur Jugendarbeit neu gelegt werden. Beim SVM bewegt sich etwas in diesen Wochen, diesen Schwung wollen die Senioren mitnehmen. Dass sich tatsächlich etwas tut, zeigt auch die große Spielerdecke der Senioren, sogar eine zweite Mannschaft für den Spielbetrieb wurde gemeldet.

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