Missionsfreunde auf Wallfahrt unterwegs

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Rund 150 Missionsfreunde beteiligten sich an der großen Wallfahrt, die sie unter anderem zu einer Begegnung mit den Trappistenmönchen in Mariawald (Bild) führte.

Wegberg-Rath-Anhoven. Es ist nun schon eine 40-jährige Tradition, dass die Missionsfreunde der Region Heinsberg in jedem Jahr eine Wallfahrt machen. Wie im letzten Jahr, waren es auch in diesem Jahr wieder gut 150 Pilger aus den verschiedenen Orten der Region, die sich auf den Weg machten.

Die erste Station war die Begegnung mit den Trappistenmönchen in Mariawald. In der Klosterkirche, die viel zu klein war, erzählte Pater Franz vom Leben der Mönche. Die Trappistenmönche sind wie alle Gemeinschaften, die nach der Regel des heiligen Benedikt leben, Männer, die unter der Führung des Evangeliums Wege gehen, die Jesus Christus ihnen zeigt. Was die Trappisten auszeichnet, ist das lebenslange Schweigen. Sie sagen sich: Alles Große wächst in der Stille. Darum ist das Leben der Trappisten wesentlich von der Stille geprägt.

Viele Fragen hatten die Pilger an Pater Franz, die er gern in seiner offenen und fröhlichen Art beantwortete. Nach dem Lied „Segne du Marie” ging es in die Klosterwirtschaft zu einer guten Erbsensuppe. Der Nachmittag diente der Besichtigung von Heimbach und einer Tasse Kaffee in einem der verschiedenen Restaurants. Um 16 Uhr versammelten sich alle Pilger zur Messe in der Wallfahrtskirche.

Prälat Arnold Poll wies in seiner Predigt darauf hin, dass Bilder für den Glauben unendlich wichtig sind. So habe im 16. Jahrhundert das Gnadenbild von der weinenden Maria im Wald große Scharen von Pilgern angezogen. Es stellt Maria als Mitleidende dar, sie leidet mit Jesus Christus. Wer mit Jesus Christus leidet, der leidet mit allen Menschen, die Leid zu tragen haben.

Prälat Poll hob zwei Gruppen hervor: die um ihres christlichen Glaubens willen Verfolgten in fast allen Ländern der Erde und die Kranken und Hungernden. Er erzählte von der großen Hilfsbereitschaft der Christen und davon, dass die Kirche in den Ländern, besonders stark sei, wo sie verfolgt wird. Er erinnerte daran, dass in Peking an jedem Sonntag 100.000 Katholiken zur Messe kämen, dass der Bischof drei neue Kirchen bauen musste, und dass sich 3000 im Katechumenat auf den Eintritt in die Kirche vorbereiten.

Er berichtete von rund 1000 jungen Männern, die sich im letzten Jahr in Nigeria für den Priesterberuf gemeldet haben und an den jubelnden Empfang, den der Heilige Vater in Kamerun und Angola erhalten habe.

Poll sagte in Übereinstimmung mit dem Bundespräsidenten „Afrika ist der Kontinent der Zukunft”, und in Afrika wächst die Kirche am stärksten. Ein Priester aus Eritrea hat ihm geschrieben, dass er an einem Tag 300 Taufen gespendet habe. Dahinter stehen Familien mit einem starken Glauben.

Poll berichtete von Pater Damian de Veuster, der mit den Aussätzigen gelebt habe und auch mit ihnen gestorben sei und am 11. Oktober in Rom heilig gesprochen werde.

Die positive Stimmung beim Gottesdienst wurde deutlich durch das frohe Mitsingen und Beten.

Poll schloss mit dem Dank an alle, die dabei waren, besonders an die Dekanatsverantwortlichen für die Arbeit der Vorbereitung und vor allem an Eva Beier, in deren Händen wieder die Gesamtverantwortung gelegen habe.
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