Geilenkirchen - MGV präsentiert sich zum 100. Geburtstag in glänzender Form

MGV präsentiert sich zum 100. Geburtstag in glänzender Form

Von: Johannes Gottwald
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Beim Jubiläumskonzert zum 100jährigen Bestehen des MGV Teveren freuten sich die Sänger über eine bis auf den letzten Platz gefüllte Sporthalle der Grundschule.

Geilenkirchen. 100 Jahre sind ein stolzes Alter. Dies gilt sowohl für eine einzelne Person wie auch für einen Gesangverein. Beim Jubiläumskonzert zum 100-jährigen Bestehen des MGV Teveren war die Sporthalle der Grundschule des Dorfes bis auf den letzten Platz gefüllt. Vorsitzender Dr. Armin Leon begrüßte neben weit über 300 Besuchern auch zahlreiche Vertreter der Ortsprominenz.

In einigen Ansprachen und Grußwörtern wurde an die Anfänge erinnert, als der Reitlehrer Josef Plum mitten im Ersten Weltkrieg ein Soloquartett gründete, das zur Keimzelle des späteren MGV Teveren werden sollte. Heute zählt der Chor nahezu 50 Mitglieder und präsentierte sich an diesem Abend in glänzender Form.

Eröffnet wurde das Programm mit dem populären Chorstück „Schäfers Sonntagslied“ von Konradin Kreutzer. Dieser Auftakt hatte Symbolcharakter, denn auch „Plum‘s Quartettverein 1917“ hatte einst seinen ersten Auftritt bei der Teverener Kirmes mit genau diesem Lied begonnen, dem ein Text von Ludwig Uhland zugrunde liegt.

Nostalgische Gefühle kamen bei dem Liedsatz „In einem kühlen Grunde“ von Friedrich Silcher auf. Hier stammt der Text von einem anderen berühmten Zeitgenossen Uhlands – nämlich Joseph von Eichendorff.

Dann aber führte der Weg weiter nach Russland: Mit viel Temperament und gekonntem Rubato erklang zunächst „Rapaschol“ danach der romantisch-feierliche Gesang „Herrlicher Baikal“, bei dem Sascha Beckmann zwei Bariton-Soli gestaltete.

Es folgten noch der Gesang der Südtiroler Bergsteiger „La Montanara“ und das besonders gelungene „One Way Wind“ von Arnold Muhren. Hier zeigten die Sänger des MGV, dass sie sich auch in der leichten Muse unserer Tage bestens auskennen. Dann betrat das Salonorchester „Da capo“ aus den Niederlanden die Bühne und spielte sich mit flotten Marschklängen sogleich in die Herzen der Zuhörer, die den Rhythmus spontan aufgriffen und begeistert mitklatschten.

Auch nach der Pause zauberten die Musiker aus dem Nachbarland perfekt die Atmosphäre der Cafés und Restaurants der 20er und 30er Jahre hervor – damals war es üblich, die Gäste nicht nur mit erlesenen Speisen, sondern auch mit Unterhaltungsmusik auf hohem Niveau zu verwöhnen.

Da wollte der MGV Teveren natürlich nicht zurückstehen und brachte im zweiten Teil des Konzertes eine ganze Serie bekannter Evergreens zur Gehör. „New York, New York“ ließ die hektische Geschäftigkeit der Riesenmetropole eindrucksvoll durchklingen, nicht weniger fesselnd zog der düster-großartige Chor der Gefangenen aus der Oper „Fidelio“ von Ludwig van Beethoven vorüber. Mit der „Berliner Luft“ betraten die Sänger dann die Welt der Operette und landeten beim „weissen Rössl“ und dem Strauß-Walzer „An der schönen blauen Donau“ schließlich in der Alpenrepublik Österreich.

Alle Programmstücke wurden übrigens von Chorleiter Gerd Geradts am Klavier begleitet, der seine Sänger souverän über alle technischen Klippen zu einer glänzenden Gesamtleistung führte. Am Ende gab es stürmischen, hochverdienten Applaus und selbstverständlich eine Zugabe. Das „Geburtstagskind“ MGV Teveren ist auch für die kommenden Jahre gut gerüstet.

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