Mehrheit verzichtet auf Ausbau der Straße

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Für die Mehrheit der Anwohner in der unteren Dorfstraße (Bild) ist die Erreichbarkeit ihrer Häuser auch ohne teueren Vollausbau passabel.

Gangelt-Niederbusch. Schön sieht es nicht aus, aber die Mehrzahl der Anwohner empfindet die Optik offenbar als das kleinere Übel. Die Alternative hieße, tief in die Tasche zu greifen und mehr als 180.000 Euro auf den Tisch zu legen.

Privates Geld, wohlgemerkt, denn es geht um den Erstausbau einer Straße. Das Stichwort Dorfstraße gärt bereits seit einigen Monaten in der Politik, in der Verwaltung und nicht zuletzt in der meinungsgeteilten Bürgerschaft in Niederbusch. Im August 2008 gingen Vertreter des Gemeinderates und der Verwaltung dem Problem im Wortsinn auf den Grund. Man schaute sich um in der von der Hauptfahrbahn abgewinkelten Gasse, die in Richtung Wäldchen „Staher Heide” führt.

Die Fraktion der Freien Wähler (UB) im Rat hat zwischenzeitlich beantragt, den Kostenaufwand „für den Komplettausbau oder eine Sanierung” zu erfahren und bereits Mittel im Haushalt für 2009 zu reservieren. UB-Sprecher Heinz Huben verzichtete aber auch nicht auf den Hinweis, in einer Bürgerversammlung über die zu erwartenden finanziellen Belastungen der Anlieger zu berichten.

Gangelts Bürgermeister Bernhard Tholen bestätigte bei einer Einwohnerversammlung Herstellungskosten für die Straße in Höhe von mehr als 200.000 Euro, von denen die Anwohner 90 Prozent tragen müssten. „Das technische Verfahren für einen Vollausbau in der Dorfstraße ist nicht einfach”, schilderte der Bürgermeister. Da der Straßenuntergrund „nicht tragfähig” sei, müsse auf mindestens 80 Zentimeter ausgekoffert, speziell verfüllt und letztlich mit Asphalt versiegelt werden. Das treibe die Kosten hoch, und zwar ohne Alternativen, denn „eine Billiglösung gibt es nach den DIN-Vorgaben nicht”, sagt Bernhard Tholen.

Zwei Anwohner plädierten für den Ausbau, drei waren unschlüssig, die breite Mehrheit hat sich für den jetzigen Zustand als Dauerlösung ausgesprochen.
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