Mehrheit aus CDU, UWG und FDP erlaubt Einsatz von Herbiziden
Herbe Entscheidung: Privatleute dürfen im Stadtgebiet von Übach-Palenberg die „chemische Keule” zur Unkrautbekämpfung nicht auspacken. Per Ratsbeschluss von CDU, UWG und FDP kann die Stadtverwaltung erlaubte Mittel nach Vorschrift jetzt aber auf öffentlichen Plätzen und Wegen einsetzen. Foto: Markus Bienwald
Das wird sich in Kürze ändern, denn mit den Stimmen von CDU, UWG und FDP wird der Einsatz von durch das Umweltamt geprüften und biologisch abbaubaren Herbiziden auf öffentlichen Plätzen und Verkehrswegen zugelassen. Fachleute des städtischen Baubetriebsamts entscheiden nach Genehmigung durch das Pflanzenschutzamt über den Einsatz dieser Mittel.
Dem Ratsentscheid am Donnerstag ging eine muntere Diskussion voraus. Während die CDU in ihrem Antrag auf Einsatz der Herbizide auf die hohen Kosten des manuellen Reinigungseinsatzes, dem geringen Wirkungsgrad dieser Methode und den möglichen hohen Folgekosten durch Schäden, beispielsweise am Unterbau von Wegen, pochte, sah die Opposition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen, das anders. Auch der parteilose Manfred Offermanns stimmte gegen den Einsatz der Chemie.
SPD-Fraktionsvorsitzender Heiner Weißborn führte aus, dass es in anderen Ländern wie Frankreich Untersuchungsergebnisse über nicht geklärte Risiken beim Einsatz dieser in Deutschland noch zugelassenen Mittel gebe. „Wir wollen zudem nicht sehen, dass Menschen in einem weißen Schutzanzug Mittel spritzen, während eine Familie daneben spazieren geht”, so der SPD-Sprecher.
Leserkommentare
Dem Ratsentscheid am Donnerstag ging eine muntere Diskussion voraus. Während die CDU in ihrem Antrag auf Einsatz der Herbizide auf die hohen Kosten des manuellen Reinigungseinsatzes, dem geringen Wirkungsgrad dieser Methode und den möglichen hohen Folgekosten durch Schäden, beispielsweise am Unterbau von Wegen, pochte, sah die Opposition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen, das anders. Auch der parteilose Manfred Offermanns stimmte gegen den Einsatz der Chemie.
SPD-Fraktionsvorsitzender Heiner Weißborn führte aus, dass es in anderen Ländern wie Frankreich Untersuchungsergebnisse über nicht geklärte Risiken beim Einsatz dieser in Deutschland noch zugelassenen Mittel gebe. „Wir wollen zudem nicht sehen, dass Menschen in einem weißen Schutzanzug Mittel spritzen, während eine Familie daneben spazieren geht”, so der SPD-Sprecher.



