Übach-Palenberg - Mehrgenerationen-Karneval überschreitet Grenzen

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Mehrgenerationen-Karneval überschreitet Grenzen

Von: Renate Kolodzey
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Polonaise Blankenese im Mehrgenerationenhaus: Georg Overländer, stellvertretender Bürgermeister, durfte die Tanzreihe anführen. Mit dabei: ein Indianerstamm des Kindergartens Marienberg. Foto: Renate Kolodzey
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„Pfarrer“ Franz Krasovec aus Eigelshoven brachte zünftige Witze.
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Käthe Gruber aus Süggerath präsentiert ihre Rede in Reimform.

Übach-Palenberg. „Ich begrüße Sie herzlich zu unserem karnevalistischen Frühstück – besonders unsere ‚Special Guests‘, den stellvertretenden Bürgermeister Georg Overländer und den ‚Indianerstamm Auenland‘ vom Kindergarten aus Marienberg“, hieß Doris Linden-Mahr, Leiterin des Mehrgenerationen-Hauses in Palenberg, die Anwesenden willkommen.

Sie dankte Petra Simons, Vorsitzende des Vereins „Senioren im Zentrum“ (SIZ) sowie dem gesamten Frühstücksteam für die Vorbereitung in puncto Verpflegung.

In einer Polonaise trabten alle nun zum reichhaltigen Buffet, wo sich jeder nach Herzenslust bedienen konnte. Die bunt dekorierten Räume des Seniorenzentrums waren rappelvoll, und Linden-Mahr erläuterte, dass das karnevalistische Frühstück schon Tradition sei und immer Besucher aus dem ganzen Kreisgebiet, der Städteregion sowie den Niederlanden anreisen würden – sozusagen „grenzüberschreitender Karneval“. Am nächsten Mittwoch, 15. Februar, um 9.30 Uhr, finde noch einmal ein solches Frühstück statt.

Unter den niederländischen Gästen war auch ein kompletter Fußballverein aus Eigelshoven – der Fußballclub LHC. „Wir elf sind alle schöne Männer!“, betonte Sief Jacobs selbstbewusst mit einem Augenzwinkern. Selbstredend hatte er einen Schal in den rot-gelb-grünen Farben seines Vereins um den Hals geschlungen. Kollege Franz Krasovec werde später eine Büttenrede halten, verriet er.

Doch zuerst schlug die Stunde des Indianerstamms Auenland aus dem Kindergarten in Marienberg, der mit den Erzieherinnen Angelika Wever und Miriam Sonntag vor Ort war. Zu den Klängen von „Hol das Lasso raus!“ legten die mit roten Stirnbändern geschmückten, fünfjährigen Jungs und Mädels eine kesse Sohle aufs Parkett. Das Publikum hatte seine helle Freude und beklatschte die Darbietung begeistert.

Polonaise durch Saal und Foyer

Nun hieß es „die Hände zum Himmel“ und „wir schunkeln nach rechts, wir schunkeln nach links“ – Aufforderungen, denen die muntere Gästeschar gerne nachkam. DJ Sebastian Mann aus Übach heizte mit seiner Profi-Musikanlage die Stimmung kräftig an und unterhielt die Gäste mit Musik zum Mitmachen und Schunkeln. „Jetzt wird der stellvertretende Bürgermeister, wie es Tradition ist, unsere ‚Polonaise Blankenese‘ anführen“, kündigte er an. Groß und Klein mit Overländer an der Spitze fassten sich an die Schultern oder an den Händen, dann ging es es fröhlich singend durch Säle und Foyer, und alle hatten Spaß.

Doch wer kam da herein? In eine bodenlange, schwarze Soutane gewandet und mit breitkrempigem Priesterhut? Der Niederländer Franz Krasovec in Gestalt eines Pfarrers! In einem skurrilen Mix aus Holländisch und Deutsch, trefflicher Mimik und einem gehörigen Schalk im Nacken riss er deftige Witze und brachte die Zuhörer zum Johlen.

So erzählte er, dass er einmal beim Essen einen Knochen im Mund gespürt habe. Seine Kollegin habe gemeint: „Spuck ihn nur zurück – den hatte ich auch schon im Mund!“ Oder, mit einem Seitenhieb auf die Damenwelt: „Frauen sind genau wie Ostereier – außen gefärbt und innen ausgekocht!“

Käthe Gruber aus Süggerath in gelbem Karnevals-Outfit und kesser Schleife im Haar stand ihm in nichts nach und reimte ihre Büttenrede sogar in Gedichtform. Noch einmal schlug die Stunde der jungen Truppe aus dem Kindergarten, und mit riesigen, selbst gebastelten Lutschern, größer als sie selbst, tanzten sie zur Melodie von „Lollipop“. Auf die Frage, wie es ihnen beim karnevalistischen Frühstück gefallen habe, antworteten sie mit strahlendem, teils lückenhaftem Lächeln wie aus einem Munde: „Guuut!“

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