Geilenkirchen - Mehr Hingabe für Atemschutz

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Mehr Hingabe für Atemschutz

Von: g.s.
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Eine - angenommen - verletzte Person wurde in dem Gebäude aufgefunden und von einem Feuerwehrmann aus dem Gefahrenbereich gebracht. Auch das gehörte neben dem simulierten Löschen zur Aufgabenlage des Tests für die Wehr der Stadt Geilenkirchen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Das Einsatzszenario einer Übung des Zuges 1 der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geilenkirchen sah den Brand eines zweigeschossigen Hauses vor. Brandoberinspektor Volker Reichardt hatte den Übungsplan auf den Schwerpunkt Menschenrettung mit dem Absuchen weitläufiger Räumlichkeiten ausgerichtet.

Waurichen „am Start”

Folgende Lage wurde den über Funkmeldeempfänger alarmierten Feuerwehrkräften der Löscheinheiten Geilenkirchen, Süggerath und Waurichen präsentiert: „Unklare Feuermeldung bezüglich eines Geschäftshauses in der Herzog-Wilhelm-Straße”.

Die Helfer der Löscheinheit Waurichen hatten zufällig ein eigenes Training angesetzt und befanden sich etwa zur Alarmierungszeit bereits am Gerätehaus, als die Meldung einging.

In zwei Abschnitten

Deshalb war das Löschfahrzeug aus Waurichen als erstes an der fiktiven Einsatzstelle. Bei Eintreffen stellte die Besatzung eine starke Rauchentwicklung aus dem zweigeschossigen Geschäftshaus gegenüber der Kornmühle fest. Zwischenzeitlich waren auch die ersten Einsatzfahrzeuge der Löscheinheit Geilenkirchen und kurze Zeit später das Löschfahrzeug aus Süggerath eingetroffen.

Es wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet, wobei die Kräfte der Löscheinheiten Geilenkirchen sowie Waurichen von der Straßenseite und die Wehrleute aus Süggerath unter Atemschutz von der rückwärtigen Seite aus unter Vornahme von drei C-Rohren die Suche nach vier vermissten Personen aufnahmen. Über die Drehleiter wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet.

Getreu realem Ablauf

Schnell fanden die Feuerwehrleute die vier - angenommen - verletzten Menschen und gaben sie getreu einem realen Ablauf dem Rettungsdienst. Auch das Feuer konnte innerhalb kurzer Zeit unter Kontrolle gebracht werden.

Die Alarmübung zeigte allerdings ein generelles Problem auf, das fast alle Feuerwehren beklagen: Es stehen nicht genug Atemschutzgeräteträger zur Verfügung. Viele Feuerwehrleute scheuen die Zusatzausbildung zu diesem Spezialfach, denn sie ist sehr intensiv und schwer, regelmäßig müssen sich diese Helfer zudem einer medizinischen Untersuchung unterziehen.

Am Beispiel der Freiwilligen Feuerwehr Geilenkirchen ist die Diskrepanz zu erkennen: Von 370 aktiven Feuerwehrleuten haben 83 eine Atemschutzgeräteträger-Ausbildung. Dennoch war das Resümee der Zugübung positiv.

Besonders dankbar war die Wehrleitung der niederländischen Firma Ten Brinke, die das von ihnen erworbene Areal vom „Alten Extra” für die Übung zur Verfügung gestellt hatte. Aufmerksamer Beobachter der Übung war Stadtbrandinspektor Michael Meyer, der sich zufrieden mit dem Verlauf zeigte.
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