„Mehr Dichte und Urbanität”

Von: Georg Schmitz
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Geilenkirchen wird auch in diesem Jahr - mit wenigen Einschränkungen - wieder im Lichterglanz erstrahlen. Allerdings, wie hier im vergangenen Jahr, noch mit herkömmlichen Glühbirnen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Eine umfangreiche Tagesordnung hatte die Mitgliederversammlung des Aktionskreises Geilenkirchen, die zweite in diesem Jahr, im Hotel Jabusch zu bewältigen.

„Der Aktionskreis mit seinen 140 Mitgliedern stellt sich heute im familiären Kreis dar”, eröffnete Vorsitzender Rüdiger Strübig mit Blick auf die 35 Anwesenden die Versammlung. Bürgermeister Thomas Fiedler war zum ersten Mal dabei, er stellte sich vor und berichtete aus den ersten drei Wochen seiner Amtszeit.

Fiedler kam auch auf die Baustelle in der City zu sprechen. „Wir sind unzufrieden, wie das gelaufen ist”, sagte er. Die Baumaßnahme sei schon mit Verspätung begonnen worden, und jetzt vermeldeten die Geschäftsleute Umsatzeinbußen aufgrund der Baumaßnahmen von bis zu 60 Prozent.

Es ergebe sich aber ein uneinheitliches Bild, das er sich nicht erklären könne: „Einige Geschäfte beklagen Einbußen, andere laufen trotz der Baustelle gut.” Auch bei den Beschickern des Wochenmarktes laufe es nicht rund. „Deshalb haben wir ihnen bis zum 1. Januar die Standgebühr erlassen”, erklärte Thomas Fiedler. Bei den Arbeiten an der Wurmbrücke gebe es derzeit aufgrund der Nässe Verzögerungen.

Jörg Stamm hoffte, dass es nicht - wie für einige Tage geplant -Êzu einer Komplettsperrung der Innenstadt kommt, wenn die Teerschicht auf den Kreisverkehr aufgebracht wird. Dies würde einen Infarkt für die Geschäfte bedeuten. Darum bat er die Stadt, auf die bauausführende Firma diesbezüglich einzuwirken.

Fiedler will der Wirtschaftsförderung zukünftig mehr Priorität einräumen und neben Stephanie Linkens eine zweite Kraft einstellen, die sich um die Ansiedlung von Unternehmen kümmern soll. Fiedler stellte die Frage: „Warum muss ein Unternehmen aus Belgien oder den Niederlanden, das einen Standort in Deutschland sucht, nach Dortmund gehen, wenn hier genügend Flächen zur Verfügung stehen.”

Im weiteren Verlauf folgten die Berichte des Vorsitzenden und Geschäftsführers Rüdiger Strübig, von Schatzmeister Arno Plum und Event-Manager Willi Jabusch. Wobei Letzterer eine qualitative Aufwertung der bestehenden Veranstaltungen ankündigte. Zusätzlich werde für 2010 über ein Lichterfest mit eventueller Lasershow nachgedacht.

Die Bewertung des zurückliegenden Stadt- und Weinfestes durch Rüdiger Strübig fiel positiv aus, auch die Zusammenarbeit bei der Länderpräsentation solle fortgesetzt werden. Strübig bemängelte die geringe Beteiligung beim XXL-Tag und erklärte, dass das Martinsfest in diesem Jahr nicht mehr zu schultern gewesen sei.

Beim kommenden Nikolausmarkt werde es aufgrund der Baustelle in der City sowie einem Baugerüst im Innenhof von St. Ursula Einschränkungen geben. Diese fehlenden Ausstellungsflächen werde der Aktionskreis kompensieren, in dem er die Parkbuchten entlang der Konrad-Adenauer-Straße bis hin zu „Dohmen„s Eck für Buden anbiete.

Das immer wieder „heiß” diskutierte Thema „Weihnachtsbeleuchtung” wurde angesprochen. „Die Vision von einer Weihnachtsbeleuchtung sieht anders aus, als sich die Beleuchtung derzeit darstellt”, warf Stamm ein. Eine Umrüstung auf LED-Technik sei aber erst sinnvoll, wenn der 2. Bauabschnitt 2 Innenstadtumbaus realisiert ist. Stamm: „Wir müssen die Beleuchtung ohnehin abschaffen, weil sie noch mit Glühbirnen ausgestattet ist.” In diesem Jahr werde noch die herkömmliche Weihnachtsbeleuchtung installiert, wobei im Baustellenbereich ein paar Lichter weniger leuchten werden. Stamm dankte dem Bürgermeister für die 6000 Euro, die die Stadt für die Weihnachtsbeleuchtung zur Verfügung gestellt hat. Auch habe sich die Stadt bereit erklärt, 20 Masten zu beschaffen und für die dazu gehörige Verkabelung zu sorgen.

Der geplante Brunnen auf dem Friedlandplatz war ein Thema auf der Versammlung. „Ein weiterer Brunnen auf dem Friedlandplatz läuft am Bedarf vorbei”, sagte Rüdiger Strübig, der Befürchtungen hatte, dass dadurch Stellflächen für das Winzerfest wegfallen. „Sechs Parkplätze fallen weg”, wusste der Bürgermeister. Ein Stirnberg-Brunnen sei aber immer ein Blickfang und Anziehungspunkt für Kinder. Der Brunnen könne nicht mehr abbestellt werden: „Die Verträge laufen. Alles ist bestellt. Mit dem Bau wird schon bald begonnen.”

Fiedler ging später noch auf die Gestaltung der verbreiterten Gehweg ein. Hier werde eine Möblierung mit Pflanzenkübeln und Spielgeräten dafür sorgen, dass der Platz sinnvoll genutzt werde. Das Thema „fehlende Stadthalle” kam auf die Agenda. Nach dem Rückzug des Investors ITG stelle sich die Frage, was mit dem damals überplanten Gelände geschehen könne.

Fiedler: „Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir das revitalisieren.” Im Bereich des Alten Extra sei eine Stadthalle durchaus machbar. „Wir müssen wieder Dichte und Urbanität ins Zentrum bringen”, warb Thomas Fiedler für ein Modell direkt in der City.
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