Mehr als zwei Dutzend Kreativ-Werker bei „GK Life Art”

Von: Georg Schmitz
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Richard Wagemann schätzt die
Richard Wagemann schätzt die Geilenkirchener Mundart derart, dass er sie auch für seine Figuren namentlich verwendet.

Geilenkirchen. Die neunte Ausgabe von „GK Life Art” hatte wieder den guten Nerv der Besucher getroffen und einmal mehr die Bedeutung von Kunst als verbindendes Element gezeigt. Kunst bedarf keiner großen Worte, der Betrachter kann sich mit dem Gezeigten anfreunden - oder auch nicht.

Auf jeden Fall lässt es sich trefflich über die Werke diskutieren, und am Ende nähren die Erklärungen der Künstler das Verständnis der Betrachter.

Es waren diesmal weniger Besucher als in den Jahren zuvor, die über den Tag verteilt den 30 Malern, Bildhauern und anderen Kunstwerkern über die Schulter schauten. Kurzfristig hatten sich zu den bereits feststehenden Teilnehmern weitere sechs hinzugesellt, so dass GK Life Art mit einer Rekordbeteiligung aufwartete.

Das „bunte Künstlergemisch”, wie es in dieser Konstellation selten zu sehen ist, präsentierte im und am Sportpark Loherhof zahlreiche Werke ihres gestalterischen Schaffens - bei freiem Eintritt. Die Initialzündung zu „GK Life Art” stammt von Brigitte Breiksch-Elkenhans, die zusammen mit Sylvia Hoffmann und dem leider all zu früh verstorbenen Tom Slagboom die Idee in die Tat umsetzte.

Brigitte Breiksch-Elkenhans und Sylvia Hoffmann haben sich selbst der Malerei verschrieben und präsentierten in den Räumen des Sportparks ihre Kunstwerke.

Der Rundgang durch die Welt der Kreativität begann im Außenbereich, und hier begegnete den Besuchern Schrotthändler Gabriel Jansen aus Windhausen, der aus dem schöpft, was die Menschen nicht mehr wollen. „Ich sehe in vielen Dingen etwas anderes als die Leute, die das wegwerfen”, ist seine einfache Erklärung.

Aus den Arbeitsschritten Biegen, Schweißen und Gestalten entstanden hunderte Kunstwerke wie zum Beispiel „Adam und Eva auf der Bank” oder sein legendärer „Anti-Tinitus-Drehstuhl”. In diesem Jahr hatte Gabriel Jansen sein „Manow Meter” mitgebracht. „Unser Hahn hatte sich geärgert und Manometer gekräht”, erklärt er zur Ideengebung.

Tom Solty und seine Kollegen von der Molke-Bande bauen derweil ihren Stand wieder ab, denn es regnete durch das Zeltdach. Wie in jedem Jahr wollten sie ihre Graffiti-Künste unter Beweis stellen.

Die Liebe zum Detail zeigt sich in den Arbeiten von Richard Wagemann, der zum ersten Mal an GK Life Art teilnimmt. Richard Wagemann liebt das hiesige „Jellerkerker Platt” und hat seine ausgestellten Holzschnitzereien dieser Thematik gewidmet. So gab er den aus Lindenholz gefertigten Gesichtern Namen wie „dr Luerjeager”, „dr Schwadlapp”, „dr Hölp Schreier” oder „dr Jrienleacher”. Wobei für den Künstler letzterer ein Mensch ist, der jedes Argument „verlacht”. Der Lehrer im Ruhestand, der bei einer Ausstellung in den USA mit seinen Rheinischen Madonnen” den ersten Platz belegte, sieht in dem beschrieben „Platt sprechenden” Typus eine Spezies, die vom Aussterben bedroht ist. „Weil die Dörfer aussterben”, ist Wagemanns Kommentar.

Der Rundgang führte weiter in den Ausstellungsraum, in dem auch Karin Foerster erstmals ihre Werke präsentiert. „Als ich Tochter Andrea gekriegt habe, fing ich an zu malen. Das hatte wohl meinen Hormonhaushalt etwas durcheinander gebracht”, erinnert sich die Geilenkirchenerin lächelnd an ihre künstlerischen Gehversuche vor 17 Jahren. Neben der Acryl-Malerei finden Fotos, Bildbearbeitung und Collagen Einzug in ihren Werken.

Zum ersten Mal sind auch Elke Burger aus Erkelenz und Gisela Aretz aus Heinsberg mit einem gemeinsamen Stand bei „GK Life Art” dabei. Textil auf Styropor ist der einen, Acryl auf Leinwand der anderen „Werkstoff”. Die Malerei nahm den größten Raum bei Kunstausstellungen ein und zeigte sich auch im Sportpark in all ihrer Vielfalt mit den verschiedenen Techniken.

Neben den bereits genannten waren die Künstler Dr. Christina Klosterhalfen (Buir), Joachim Bock (GK), Claudia Grafen (GK), Karin Ritterbecks (GK), Sylvia Hoffmann (GK), Brigitte Breiksch-Elkenhans (GK), Bernd Völker (Aachen), Jürgen Völker (Gangelt), Renate Scholl (GK) und das Soziotherapeutische Zentrum Loherhof bei GK Life Art vertreten, wie auch Christa-Maria Böhm (Spitzen, Übach-Palenberg), Karol Zeitner (Keramik, Erkelenz), Maria Hell (Filzarbeiten, GK), Marga Bögel (Patchwork, GK), Manfred Burger (Metallskulpturen, Grotenrath), Gaby Heinen aus Geilenkirchen, Ursula Jansen, Erkelenz und Silvia Kaiser mit Schmuck sowie Uschi Nießen (Wegberg) und Anita Schaffrath (Hückelhoven) mit Textildesign, Katharina Sauer (Speckstein, Wassenberg), Sibylle Sperlich (Edelsteinschmuck, Glaskunst, Linnich), Anna-Christa Völz (Filz/Leder, Alsdorf), Christa Abels (Stofftiere,Pippen) und Marlene Wagner (Glückwunschkarten, GK) vertreten.
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