Massentierhaltung: Platz im Norden der Kommune bei Nachbarheid

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Gangelt. Der Rat der Gemeinde Gangelt hat den Vorrangflächen-Beschluss gefasst, mit dem Massentierhaltung auf einem eingegrenzten Areal der Gemeindefläche ermöglicht wird.

Dem mit Mehrheit gefassten Beschluss war eine monatelange Debatte vorausgegangen. Vor allem die Anwohner der denkbaren Vorrangflächen hatten sich mit großem Misstrauen in die Diskussion eingebracht. Die Verwaltung hatte stets deutlich gemacht, dass man sich in juristische Probleme manövriere, setze man nicht eine solche Fläche fest. Andererseits bliebe es dann auch bei dem klar umrissenen Platz.

Die Politik entschied sich für den Platz im Norden der Kommune bei Nachbarheid neben der Kreisstraße 17.

Die Vorrangflächenplanung bedient zwei Parzellen von insgesamt 2,2 Hektar. Ein Planungsbüro hatte nach Untersuchungen, alternativ den östlichen Gemeinderaum zu Geilenkirchen hinter Birgden, das Areal nahe der Windkraftanlage bei Breberen favorisiert.

Die Fläche kann zwei Legehennenbetriebe mit jeweils knapp unter 40.000 Tieren fassen. Hecken und Sträucher fassten das Gelände ein. Rund ein Kilometer Abstand zum nächsten Haus sei sicher. Infrastrukturelle Anbindungen würden über die Landesstraße 228 im Nordwesten realisiert. Dem muss der Landesbetrieb Straßen NRW aber noch zustimmen.

Im Rat betonte Wolfgang Erkens für die CDU, man habe sich „die Entscheidung nicht leicht gemacht”. Aber alle Daten und Fakten wären sachlich erläutert worden. Günter Claßen, ebenfalls CDU, erklärte vor dem Rat im Namen seiner Kollegen aus Breberen ein kategorisches Nein zum Standort Nachbarheid.

Heinz Huben (UB) warnte vor der Zustimmung, da man eigentlich so genannte „Großviehanlagen” beschließe, nach deren Schlüssel für kleinere Nutztiere rund 180.000 Hennen untergebracht werden könnten, nicht nur die in Rede stehenden knapp 80.000 Stück. Da sei „so noch gar nicht deutlich gemacht worden”.
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