Marlies Seeliger-Crumbiegel-Preis für Bildende Kunst ausgelobt

Von: Markus Bienwald
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Dr. Richard Nouvertné von der Kreissparkasse Heinsberg, Professor Dieter Crumbiegel, Hedi Klee vom Künstlerforum, Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, Günther Thiel vom Künstlerforum und Martina Waliczek (v.l.) vom Kulturamt freuen sich auf den Marlies Seeliger-Crumbiegel-Preis. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. „Sie war künstlerisch eine sehr seltene Erscheinung“, sagt Professor Dieter Crumbiegel. Und sie war über Jahre als Vorsitzende des Künstlerforums Schloss Zweibrüggen ein unermüdlicher Motor der Kunst, setzte sich dafür ein, Kunst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen: Marlies Seeliger-Crumbiegel, die im April 2012 im Alter von nur 65 Jahren in Heinsberg gestorben ist.

Nun lobt Prof. Crumbiegel gemeinsam mit den Kindern der Verstorbenen „zum Gedenken und zur Fortsetzung ihrer Arbeit“, wie er betont, den Marlies Seeliger-Crumbiegel-Preis für Bildende Kunst aus. Der Preis soll alle zwei Jahre verliehen werden, die erste Verleihung ist für den 13. April 2014 angesetzt. „Das Datum ist bewusst so gewählt, da sich der Todestag am 20. April zum zweiten Mal jährt“, ergänzt die amtierende Vorsitzende des Künstlerforums, Hedi Klee.

Da sich Bildhauerei in den zur Ausstellung avisierten Räumen von Schloss Zweibrüggen nur schlecht realisieren lasse, wie Crumbiegel betont, sind Künstler mit den Fachrichtungen Malerei, Zeichnung, Fotografie und Druckgrafik angesprochen, sich zu bewerben. „Wir sprechen damit Künstler aus dem Kreis Heinsberg, des Kreises und der Stadt Aachen sowie der Region Limburg in den Niederlanden an“, unterstreicht Forums-Geschäftsführer Günther Thiel.

Es ist nicht damit getan, künstlerisch tätig zu sein, eine gewisse Erfahrung mit Ausstellungen und dem Kunstbetrieb an sich wird auch verlangt. „Von den Bewerbern wird erwartet, dass sie ein etabliertes und professionelles Werk vorweisen können, das sich über Jahre kontinuierlich entwickelt hat“, so Dieter Crumbiegel weiter.

Dazu gehört auch eine eigenständige Formensprache, die aktuelle, gegenwärtige Ausdrucksformen mit gültigen Kriterien der Kunst verbinden soll, die sich vorübergehenden, tagesaktuellen Trends entziehen. So formuliert es die Ausschreibung. Grund ist, dass sich die Namensgeberin in ihrem Wirken und Tun von anderen Künstlern absetzte. „Sie hat ihre Technik weitergegeben, ihre Geheimrezepte nicht für sich selbst behalten, was unter Künstlern eine Ausnahme darstellt“, betont Crumbiegel.

So habe Marlies Seeliger-Crumbiegel ihre Kunst einer großen Öffentlichkeit näherbringen und viele Kunstbegeisterte dazugewinnen können. „In ihrer pädagogisch einfühlsamen Art hat sie vielen Kunstschülern bei der eigenen gestalterischen Arbeit zur Seite gestanden und über 15 Jahre lang gern besuchte Workshops und Kurse in eigenen Ateliers angeboten“, sagt Crumbiegel. Das Preisgeld von 3000 Euro, von Crumbiegel ausgelobt, ist die eine Seite des Preises, die organisatorische Arbeit durch das Künstlerforum die andere. Doch dafür haben die Preisverleiher mit der Stiftung der Kreissparkasse Heinsberg und der Stadt Übach-Palenberg zwei Unterstützer mit im Boot. Wichtig ist, da ist sich Dieter Crumbiegel sehr sicher, dass hier der Kunst nicht nur der rote Teppich ausgerollt wird, sondern auch das Licht der Öffentlichkeit auf die Kunst scheint.

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