Markt der Kontakt- und Beratungsstelle: Ein etwas anderer Trödel

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Beim Trödelmarkt der Kontakt- und Beratungsstelle (KBS) Übach-Palenberg des Caritasverbandes und der Katharina Kasper ViaNobis Gmbh boten 56 Marktbeschicker ihre Waren an.

Übach-Palenberg. Seit Wochen hatte er sich auf diesen Tag vorbereitet und alten Trödel für den Trödelmarkt sortiert und rausgesucht. Gilbert Ballmann gehört mit zu den ersten Ausstellern, die ihren Stand kurz vor acht Uhr vor der KBS aufbauen.

Der Trödelmarkt wurde von der Kontakt- und Beratungsstelle (KBS) für psychisch kranke Menschen Übach-Palenberg veranstaltet, die sich in Trägerschaft des Caritasverbandes und der Katharina Kasper ViaNobis Gmbh befindet. Die ersten Trödler sind bereits um sieben Uhr angekommen, um eingewiesen zu werden und sich einen guten Platz zu sichern.

Auf dem Platz trifft Ballmann auch auf Kumpel Michael Achenbach von den Psychiatrie-Paten Aachen, der sogar aus Aachen angereist ist, um mit seinem Freund den Stand gemeinsam zu betreiben. Haushaltssachen, Computerspiele und Bücher zählen zu den Dingen, die die beiden zum Verkauf anbieten. Bei der Präsentation weiß Ballmann, dass es am besten ist, Großes nach hinten zu stellen und Kleines vorne zu dekorieren „Ich mache das zweite Mal mit“, erklärt der Klient der KBS. Ihm gefalle der Trödelmarkt sehr gut, da er mit vielen Leuten ins Gespräch komme, Bekannte treffe und Leute kennen lerne. „Es geht hier nicht ums Geld verdienen“, sagt er. Dennoch ist er zufrieden, dass er schon einige Dinge verkaufen konnte. Schließlich muss er dann später weniger zusammenpacken.

Genauso ergeht es den anderen rund 56 Trödelmarktbeschickern, die zu gleichen Teilen aus Klienten beider Einrichtungen und Anbietern aus der Bevölkerung bestehen. Sie stehen nebeneinander, unterhalten sich und verhandeln über Preise mit den vielen Trödelmarktbesuchern. „Der Trödelmarkt ist nun schon der sechste, der hier stattfindet“, sagt Erika Radtke von der Kontakt- und Beratungsstelle. Mittlerweile sei er für viele ein fester bekannter Termin. „Weit im Vorfeld der offiziellen Anmeldung hatten wir schon viele Interessenten, die wissen wollten, ob der Trödelmarkt wieder stattfindet“, erzählt Traudel Reissmüller von der Kontakt- und Beratungsstelle. Zudem mache man viel Werbung durch Flyer und Plakate.

Erfreut sind sie deshalb, dass diesmal der Zuspruch wieder groß ist. Hier sei ein nettes Miteinander von Menschen, die durch die verschiedensten psychischen Erkrankungen eingeschränkt seien, und Nicht-Betroffenen, betont Radtke. Man komme zwanglos miteinander in Kontakt, bestätigt auch Saskia Backes von der Katharina Kasper ViaNobis Gmbh. Dies zeigte sich auch in der Cafeteria und am Würstchenstand, die beide durch engagierte Mitarbeit von ehrenamtlichen Helfern betrieben werden.

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