Marketing: Stadt bläst zur Offensive

Von: Udo Stüßer
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Sie ziehen nun an einem Strang: Kommunalpolitiker und Aktionskreis wollen unter Federführung der Stadtverwaltung das Stadtmarketing neu aufleben lassen. Mit neuen Attraktionen wollen sie die Menschen in die Stadt holen. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Sechs Geilenkirchener Ratsfraktionen, die Stadtverwaltung und der 165 Mitglieder starke Aktionskreis ziehen nun an einem Strang: Im Rathaus fiel der Startschuss zur Neuorganisation des Stadtmarketings. Einen ersten Einblick in die neue Organisationsform gab es bereits in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung in der vergangenen Woche.

Jetzt aber versicherten zum offiziellen Auftakt alle Beteiligten, dass durch eine Bündelung der Kräfte die Attraktivität, das Image und der Bekanntheitsgrad der Stadt verbessert werden können. „Gemeinsam wollen wir den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Wir wollen Geilenkirchen zu einer lebens- und liebenswerten Stadt machen“, formulierte Geilenkirchens Wirtschaftsförderin Susanne Köppl das Ziel.

„Wir werden sicherlich nicht das Rad neu erfinden“, gestand Bürgermeister Georg Schmitz. „Bisher gab es zahlreiche Akteure und Veranstaltungen, die sich mit dem Thema Stadtmarketing befasst haben. Diese gilt es jetzt an einer zentralen Stelle zu bündeln“, sagte er weiter. Aus diesem Grund wird in der Verwaltung das neue Amt für Bildung und Wirtschaft geschaffen, in dem alle dem Stadtmarketing zugehörigen Aktionen gebündelt werden sollen. „Stadtmarketing kann nur gelingen, wenn eine zupackende Kommunalpolitik, ein Rathaus, eine Bürgerschaft, Handel, Dienstleister, Kulturschaffende und nicht zuletzt auch die Immobilienbesitzer am gleichen Strang ziehen“, erklärte Schmitz. Weiter sagte er: „Alle städtischen Akteure möchten wir ins Boot holen, wenn es darum geht, die Attraktivität unseres Lebensraumes Stadt durch neue Initiativen zu steigern.“

Susanne Köppl ist ganz optimistisch, dass durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten das Ziel erreicht wird: „Wir haben viele motivierte Personen mit tollen Ideen in der Stadt.“ Dass Einzelkämpfer nicht mehr zeitgemäß seien, betonte Uwe Eggert, Geschäftsführer des Aktionskreises. Er ging aber auch auf Georg Schmitz‘ Kritiker ein: „Der Bürgermeister hat uns im Hintergrund begleitet. Er steht voll hinter uns. Wichtig ist, dass man nach vorne denkt. Da darf man auch mal spinnen.“

Zustimmung kam von der Politik. „Dass alle sechs Fraktionen an einem Tisch sitzen, ist schon eine Aussage“, sagte Grünen-Fraktionschef Jürgen Benden. SPD-Fraktionsvorsitzender Christoph Grundmann freute sich, „dass alle Akteure zusammenarbeiten“. Man müsse nun mit Kleinigkeiten anfangen, meinte er und lobte neue Schaukästen und Hinweisschilder in der Stadt. Wilfried Kleinen, Fraktionschef „Geilenkirchen bewegen! und FDP“ erklärte: „Bisher hat keine Kommunikation zwischen den Playern stattgefunden. Wir müssen nun nach außen das Signal setzen: Wir alle, auch die Dörfer, sind Geilenkirchen.“

Max Weiler, CDU-Fraktionsvorsitzender, erinnerte an die Arbeitskreise und Ausschüsse in der Vergangenheit. „Stadtmarketing war in den vergangenen Jahren zu politiklastig. Jetzt herrscht eine ganz andere Aufbruchstimmung“, sagte er. „Und so werden wir weitermachen“, meinte Stefan Mesaros (Für Gk!). Christian Kravanja, Sprecher der Bürgerliste, sieht in jedem Menschen einen Botschafter seiner Stadt. „Wir müssen die Menschen animieren zu sagen, dass hier in Geilenkirchen Bewegung ist, dass es hier Überraschungen gibt.“ Derweil zeigte sich auch Jörg Stamm, stellvertretender Vorsitzender des Aktionskreises, zuversichtlich: „Dieser Prozess wird zum Erfolg führen.“

Wie man den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern will, blieb offen. Gort Houben, Leiter des Amtes für Bildung und Wirtschaft, sprach von „kleinen, sympathischen Veränderungen bei den Festen“. Ansonsten wolle man die Spannung hochhalten.

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