Übach-Palenberg - Marienberg und die 175 Häuser: Ist die Zahl nur ein Bluff?

Marienberg und die 175 Häuser: Ist die Zahl nur ein Bluff?

Von: Jan Mönch
Letzte Aktualisierung:
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Aktuell ist das Plangebiet noch geschützt. Die Landschaft ist idyllisch, die Tierwelt reich an Arten. Die Anwohner Reiner Karpinski, Manfred Klabunde und Hans Werner Wischinski haben uns eindrucksvolle Naturaufnahmen aus dem Landschaftsschutzgebiet zur Verfügung gestellt. Foto: Reiner Karpinski (4), Manfred Klabunde (1), Hans Werner Wischinski (3)
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Aktuell ist das Plangebiet noch geschützt. Die Landschaft ist idyllisch, die Tierwelt reich an Arten. Die Anwohner Reiner Karpinski, Manfred Klabunde und Hans Werner Wischinski haben uns eindrucksvolle Naturaufnahmen aus dem Landschaftsschutzgebiet zur Verfügung gestellt. Foto: Reiner Karpinski (4), Manfred Klabunde (1), Hans Werner Wischinski (3)
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Aktuell ist das Plangebiet noch geschützt. Die Landschaft ist idyllisch, die Tierwelt reich an Arten. Die Anwohner Reiner Karpinski, Manfred Klabunde und Hans Werner Wischinski haben uns eindrucksvolle Naturaufnahmen aus dem Landschaftsschutzgebiet zur Verfügung gestellt. Foto: Reiner Karpinski (4), Manfred Klabunde (1), Hans Werner Wischinski (3)
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Aktuell ist das Plangebiet noch geschützt. Die Landschaft ist idyllisch, die Tierwelt reich an Arten. Die Anwohner Reiner Karpinski, Manfred Klabunde und Hans Werner Wischinski haben uns eindrucksvolle Naturaufnahmen aus dem Landschaftsschutzgebiet zur Verfügung gestellt. Foto: Reiner Karpinski (4), Manfred Klabunde (1), Hans Werner Wischinski (3)
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Aktuell ist das Plangebiet noch geschützt. Die Landschaft ist idyllisch, die Tierwelt reich an Arten. Die Anwohner Reiner Karpinski, Manfred Klabunde und Hans Werner Wischinski haben uns eindrucksvolle Naturaufnahmen aus dem Landschaftsschutzgebiet zur Verfügung gestellt. Foto: Reiner Karpinski (4), Manfred Klabunde (1), Hans Werner Wischinski (3)
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Aktuell ist das Plangebiet noch geschützt. Die Landschaft ist idyllisch, die Tierwelt reich an Arten. Die Anwohner Reiner Karpinski, Manfred Klabunde und Hans Werner Wischinski haben uns eindrucksvolle Naturaufnahmen aus dem Landschaftsschutzgebiet zur Verfügung gestellt. Foto: Reiner Karpinski (4), Manfred Klabunde (1), Hans Werner Wischinski (3)
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Aktuell ist das Plangebiet noch geschützt. Die Landschaft ist idyllisch, die Tierwelt reich an Arten. Die Anwohner Reiner Karpinski, Manfred Klabunde und Hans Werner Wischinski haben uns eindrucksvolle Naturaufnahmen aus dem Landschaftsschutzgebiet zur Verfügung gestellt. Foto: Reiner Karpinski (4), Manfred Klabunde (1), Hans Werner Wischinski (3)
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Aktuell ist das Plangebiet noch geschützt. Die Landschaft ist idyllisch, die Tierwelt reich an Arten. Die Anwohner Reiner Karpinski, Manfred Klabunde und Hans Werner Wischinski haben uns eindrucksvolle Naturaufnahmen aus dem Landschaftsschutzgebiet zur Verfügung gestellt. Foto: Reiner Karpinski (4), Manfred Klabunde (1), Hans Werner Wischinski (3)

Übach-Palenberg. Es ist gut drei Monate her, dass im Bauausschuss die Pläne von Stadtverwaltung, Sparkassentochter S-Bauland und des Aachener Büros Raumplan für das Baugebiet „Neu-Marienberg“ vorgestellt worden sind. Der Name ist keine offizielle Bezeichnung, aber er unterstreicht recht treffend, was man angesichts von 175 Grundstücken zu erwarten hätte. Nämlich mehr als eine Siedlung. Eher einen neuen Ortsteil.

Und das inmitten eines Gebiets, das zurzeit noch ein Landschaftsschutzgebiet ist. Zielsicherer lässt sich eine Bürgerinitiative nicht bestellen. Deren Verwirrung nimmt zurzeit quasi stündlich zu.

Man macht sich natürlich so seine Gedanken darüber, welche Strategie Stadtverwaltung und S-Bauland eigentlich verfolgen. Norbert Bremen, wohnhaft nordwestlich des Plangebiets, glaubt, dass gar nicht ernsthaft davon ausgegangen wird, 175 Grundstücke verwirklichen zu können. „Für mich sieht es so aus, als sei man mit der Maximalforderung reingegangen, um dann mit dem rauszugehen, was man eigentlich erreichen will“, sagt er. Wenn es dann am Ende „nur“ 100 oder 50 Grundstücke würden, würde dies nicht mehr so schlimm aussehen. Alles ein Taschenspielertrick?

Drei Wochen Überzeugungsarbeit

Mehr wird man erst nach der Sitzung des Bauausschusses am Mittwoch, 5. April, (17 Uhr) wissen. Gute drei Wochen bleiben der Bürgerinitiative also voraussichtlich, um Überzeugungsarbeit bei den Fraktionen zu leisten. Im Endeffekt kommt es auf die CDU und ihr Anhängsel FDP-USPD an, die gemeinsam die Mehrheit haben.

Norbert Bremen ist Diplom-Biologe. Er glaubt nicht nur, dass es falsch wäre, aus dem Landschaftsschutzgebiet ein Baugebiet zu machen. „Eigentlich müsste dies sogar ein Naturschutzgebiet werden“, sagt er. Eine Bebauung, die praktisch eine Einkesselung des Wäldchens vorsieht, wäre für die Tierwelt eine Katastrophe, auch weil sogenannte Korridore verschwänden, die viele Arten wählten, um etwa ins Wurmtal zu gelangen. „Die Tiere brauchen die Fläche ja auch für ihr Paarungsverhalten und die Nahrungssuche.“

Die Flächen stehen zurzeit unter verschärfter Beobachtung. Wie aus Kreisen der Bürgerinitiative berichtet wird, fanden am Wochenende auch wieder Vermessungen und Kartierungen statt. Was die Anwohner natürlich wiederum als Zeichen deuten, dass der Investor sich seiner Sache sehr sicher sein muss. Auch zu einer hitzigen Diskussion mit einem CDU-Mitglied soll es vor Ort gekommen sein.

Fröschen verhinderte Abnicken

Dass die Koalition aus CDU und FDP-USPD die Pläne der Verwaltung seinerzeit nicht wie gewohnt kurzerhand durchgewunken hat, war maßgeblich zwei CDU-Stadtverordneten zu verdanken: Fred Fröschen, damals Vorsitzender des Bauausschusses, und Josef Fröschen, dem Sprecher der CDU-Fraktion in ebendiesem Ausschuss. Josef Fröschen hatte die Vertagung der Entscheidung beantragt, die Überzeugungsarbeit hinter den Kulissen soll aber maßgeblich durch Fred Fröschen geleistet worden sein. Bekanntlich starb der Frelenberger einen guten Monat später überraschend. Hat dieser Todesfall auch Auswirkungen auf die Entwicklung in Marienberg?

Fred Fröschens Nachfolger als Vorsitzender des Bauausschusses ist Oliver Walther, bekanntlich zugleich Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes. Er lässt auch im Nachgang zu einer Ortsbegehung, zu der er sich vergangene Woche mit Anwohnern getroffen hat, keine Zweifel daran, dass Übach-Palenberg Baugebiete braucht. „Die Nachbarstädte Herzogenrath, Baesweiler und Geilenkirchen weisen jetzt schon mehr aus als bei uns die gesamte Rahmenplanung vorsieht“, sagt er. Eine Entscheidung der CDU will Walther natürlich nicht vorwegnehmen, zumindest aber sagt er dies: „175 Grundstücke wird es gegen den Willen der Anwohner nicht geben.“

Zumindest zum Äußersten wird es also voraussichtlich tatsächlich nicht kommen. Andererseits spricht vieles dafür, dass das Gebiet sich nicht völlig verhindern lassen wird. Davon geht auch Norbert Bremen aus. Er hält einen Streifen westlich des Grenzwegs für nutzbar, ohne sich an der Natur zu versündigen. Dort würden Pi mal Daumen um die drei Dutzend Grundstücke hinpassen.

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