Mangelware auf dem Platz: Trainer und Betreuer

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Nachwuchssorgen: Dieses Problem kennen auch die Fußballvereine in Übach-Palenberg. Insgesamt 17 Jugendmannschaften haben die vier Vereine in dieser Saison gemeldet. Nicht nur die Suche nach neuen Spielern, sondern auch nach Betreuern sei eine Herausforderung. Foto: Imago

Übach-Palenberg. Ganztagsunterricht, zu wenig Ehrenamtler und unmotivierte Eltern: Wer in der Kinder- und Jugendarbeit tätig ist, muss sich auch mit den weniger schönen Seiten auseinandersetzen. Unsere Mitarbeiterin Sonja Essers hat bei den Fußballvereinen in Übach-Palenberg und Gangelt nachgefragt, wie schwierig es ist, Nachwuchs zu finden. Die Bilanz fällt durchwachsen aus.

Während einige Vereine nur durch Spielgemeinschaften ihre Jugendarbeit aufrecht erhalten können, haben andere kaum Probleme. Die Suche nach ehrenamtlichen Trainern und Betreuern beschäftigt allerdings viele Vereine.

Carsten Kornetka ist Jugendleiter beim SV 09 Scherpenseel-Grotenrath. Sechs Jugendmannschaften hat der Verein in dieser Saison gemeldet. Nachwuchssorgen habe man derzeit nicht. „Wir haben eine große und starke Jugendabteilung“, das sei jedoch nicht überall in Übach-Palenberg der Fall. „Wir haben bis auf die B-Jugend alle Teams besetzt“, sagt Kornetka. Ob das auch in der kommenden Saison der Fall sein werde, könne er allerdings noch nicht sagen. Man müsse erst einmal schauen, ob man dann wieder genügend Spieler zusammen hätte, sagt Kornetka.

Das Problem: „Fußballspielende Kinder zu finden, die noch in keinem Verein aktiv sind, ist schon schwierig, aber ab dem Jahrgang 2004 ist es noch schwieriger. Da haben wir schon Probleme neue Spieler zu finden“, sagt Carsten Kornetka. Ganztagsunterricht sei dabei allerdings kein Problem. „Ich denke, dass es einfach Jahre gab, in denen man nicht intensiv genug gearbeitet hat. Außerdem wollen wir Vereine uns gegenseitig keine Spieler wegnehmen“, sagt er.

Aus diesem Grund arbeite man mit Kindergärten und Schulen zusammen, unterstütze den Kindergarten-Cup und den sogenannten Kindertobetag. Bei diesen Veranstaltungen seien die Trainer des Vereins vor Ort um gemeinsam mit den Kindern zu trainieren. Das sei zwar viel Arbeit, jedoch müsse man auch etwas tun, um neue Mitglieder für den Verein zu begeistern. In Sachen Betreuer habe man das bereits geschafft. „Das ist auch immer eine Herausforderung, aber das ist uns gut gelungen“, sagt Carsten Kornetka. So werde beispielsweise die C-Jugend des Vereins von zwei Spielern der ersten Mannschaft betreut.

Beim SVG Birgden-Langbroich-Schierwaldenrath hat man keine Nachwuchssorgen. Kein Wunder: Immerhin besitzt der Verein mit zehn gemeldeten Mannschaften die größte Jugendabteilung in Übach-Palenberg und Gangelt.„Wir können uns derzeit nicht über Mangel an Jugendspielern beklagen“, sagt Jugendleiter Theo Janßen. Bei der B- und A-Jugend habe man eine Spielgemeinschaft mit dem SV Breberen und der SV Viktoria Rot-Weiß Waldenrath/Straeten. Auch das Thema Ganztagsunterricht spiele im Verein keine große Rolle. „Bei uns ist es eher ein Problem, eine ausreichende Zahl von Betreuern und Trainern für die ehrenamtliche Arbeit zu gewinnen“, sagt Janßen.

Dieses Problem kennt auch Manfred Rabben. Er ist Jugendgeschäftsführer beim FC Concordia Stahe-Niederbusch. „Es ist schwierig, Trainer und Betreuer zu finden“, sagt er. Auch mit „zu wenig Spielern“ habe man zu kämpfen, das jedoch auch bei anderen Vereinen der Fall. „Ohne Spielgemeinschaften würde es gar nicht mehr funktionieren“, sagt er. Der Ganztagsunterricht tue sein Übriges. Man habe Probleme, die Trainingszeiten festzulegen, sagt Rabben. Vor 17 Uhr brauche man nicht zu beginnen. Da sei der Stress beim Nachwuchs regelrecht vorprogrammiert.

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