Manege frei: Im Zweimastzelt überzeugen die Kinder

Von: Georg Schmitz
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Ist es Magie oder Kunst? Diese Frage stellten sich die Besucher bei der Abschlussgala des Zirkus „Lollipop“. Wie auch immer die persönliche Antwort lautete – die Kinder begeisterten mit einer tollen und magischen Show. Foto: Schmitz

Geilenkirchen. Heinz Hussels und sein Organisatorenteam sind begeistert, denn zwei „ausverkaufte“ Zirkuswochen bedeuten letztlich, dass sich 180 Jungen und Mädchen eine sinnvolle Ferienfreizeit zu eigen gemacht haben.

Bei aller Euphorie steht aber noch nicht fest, ob der pädagogische Zirkus „Lollipop“ auch im kommenden Jahr wieder sein Zelt in der Selfkantkaserne aufschlagen wird. „Wir würden den Kindern auch 2014 gerne wieder diesen tollen Zirkus bieten, aber es wird immer schwieriger, Sponsoren zu finden, damit wenigstens die Kosten gedeckt werden können“, gibt Heinz Hussels zu bedenken.

Stadt und Land, wie er es nennt, würden keine Zuschüsse geben und bei einem Kostenfaktor von weit über 10 000 Euro müsste schon „massiv“ gesponsert werden. Außerdem solle ja noch etwas für einen guten Zweck übrig bleiben.

CDU-Landtagsabgeordneter Bernd Krückel hat für das Zirkusprojekt des Freundeskreises Selfkantkaserne in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen. „Das habe ich sehr gerne getan, besonders vor dem Hintergrund, dass hier ehrenamtliches Engagement eingebracht wird, das Kindern zugute kommt“, sagt Krückel. Dies werde er vorbehaltlos unterstützen und auch mit einer Spende zum Gelingen des Zirkusprojektes beitragen.

Heinz Hussels stellte Bernd Krückel als Schirmherr vor, der aus dem Landtagszirkus nun in einen echten Zirkus gekommen sei. Für den Ferienzirkus „Lollipop“ hatten sich schon im vergangenen Jahr 170 Kinder angemeldet. Mit 90 Jungen und Mädchen waren die Kapazitäten jedoch erschöpft, so dass leider 80 Absagen erteilt werden mussten.

In diesem Jahr hat der veranstaltende „Freundeskreis Selfkantkaserne“ gleich eine zweite Woche drangehängt und auch die war im Nu „ausverkauft“. So mussten trotz Verdoppelung wieder einige Absagen erteilt werden. Die teilnehmenden Kinder aus Geilenkirchen, Gangelt, Heinsberg, Selfkant, Übach-Palenberg, Linnich und Brunssum wollten am Ende keinen einzigen Tag des einwöchigen Erlebnisses missen. „Das war nicht nur ein pädagogischer, sondern auch ein durchschlagender Erfolg“, blickt Heinz Hussels zurück. Hinter dem „Circus Lollipop“ verbirgt sich die Zirkusfamilie um Robby Ortmanns aus Frechen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, alte Artistentraditionen für die Nachwelt zu erhalten. So vermittelte das 12-köpfige Team den Kindern im Alter von sechs bis 14 Jahren fünf Tage lang jede Menge Kunststücke.

Am ersten Tag führten die ausgebildeten Artisten den Kindern die einzelnen Stationen selbst vor und ermittelten die Fähigkeiten der Jungs und Mädchen. Nach dem „Eignungstest“ stand fest, welches Kind in welcher Künstlergruppe mitwirken sollte. Ab Dienstag begann das Training. Auch in den folgenden Tagen wurde das volle Programm durchgezogen. „Alle waren voll dabei und aus der anfänglichen Neugierde wurde schnell Begeisterung“, freut sich Zirkusdirektor Robby Ortmanns. Dann hieß es bei der Abschluss-Gala am Samstag „Vorhang auf und Manege frei“. Die jungen Künstler zeigten ihren Eltern und Freunden ein tolles Programm, das sich nicht hinter dem eines professionellen Kinderzirkus verstecken braucht.

Schon als die ganze Schar der Akteure in die Arena einlief, sprang der Funke auf das Publikum über. Sofort zeigte das erste Dutzend Kinder eine schöne Bodenakrobatik auf einem Trampolin. Inklusive der aktiven Darsteller waren es rund 400 Menschen, die das Zweimastzelt füllten.

Der Applaus der Zuschauer war auch den folgenden Zauberern, Clowns, Jongleuren und Artisten sicher. Sie alle begeisterten – und manche Mutter, mancher Vater hätte nicht gedacht, zu welchen Höchstleistungen ihr Nachwuchs in der Lage ist.

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