Mancher Dieseltank zum Fest nicht gefüllt

Von: g.s./rh
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Nicht überall war über die Festtage die Versorgung mit Dieseltreibstoff gewährleistet. Stellenweise ging dazu auch das Benzin aus. Mit freier werdenden Straße kommen aber nun die Tanklastzüge wieder zügig voran. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Immer noch gibt es - aber kommunal sehr unterschiedlich - selbst in Ortskernen tief verschneite oder vereiste Fahrbahnen. Wo es erkennbar an den Möglichkeiten der Winterdienste hapert, ist die Mobilität erheblich eingeschränkt. Das hatte noch andere Gründe: Zeitweise gab es keinen Autotreibstoff mehr.

Fahrer von Dieselfahrzeugen hatten über die Weihnachtstage in Geilenkirchen ein besonderes Problem: An einigen Tankstellen gab es keinen Treibstoff mehr für sie. Und stellenweise ging zudem noch das Superbenzin aus. So bot eine Tankstelle den höherwertigen aber ansonsten teureren Kraftstoff zum Preis von Superbenzin an. Erst am späten Nachmittag des zweiten Weihnachtstages konnten hier die leeren Tanks wieder aufgefüllt werden.

Verbot für Tanklaster

Grund für die Misere, hieß es, war zum einen das regionale Fahrverbot für Lastkraftwagen. Zum anderen die gefährlich glatten Straßen, die es den Tanklastern manchmal unmöglich machten, ihre Fracht zu transportieren. Während über die Weihnachtstage die Hauptverkehrsadern in Übach-Palenberg geräumt waren, zeigten sich selbst die wichtigen Hauptstraßen in der Nachbarstadt Geilenkirchen eisglatt und schneebedeckt - obwohl Räumfahrzeuge im Einsatz waren. Doch ohne Streusalz wurde man der prekären Lage in Geilenkirchen offensichtlich nicht Herr.

Futter unterm Eis

Das anhaltende Winterwetter mit Eis und Schnee im Gefolge macht nicht nur den Menschen zu schaffen. Die hohe Schneedecke und besonders die harten Eisschichten verhindern, dass wild lebende Tiere in unseren Regionen an ihr natürliches Futter gelangen.

So suchen derzeit zahlreiche Wildtiere, darunter auch Rehe, die Nähe zu menschlichen Behausungen auf, im weißen Schnee heben sie sich deutlich ab und sind gut zu erkennen. Rebhühner, deren braunes Gefieder im Sommer als perfekte Tarnung dient, werden an den Straßenrändern gesichtet, wo sie in den Gräben nach Nahrung scharren.

Die Schwäne, Enten und Wasserhühner im Wurmauenpark und wahrscheinlich auch anderswo haben trotz der Tierfreunde, die sie füttern, nicht genug Nahrung. Einige sind geschwächt und bedürfen verstärkt menschlicher Hilfe, sofern die Minusgrade anhalten und der Schnee liegenbleibt.

Derweil haben die Menschen mit anderen Problemen zu kämpfen. Dicke, spitz zulaufende Eiszapfen bildeten sich an Dächern und drohen nun herab zu stürzen. Mancherorts versuchen die Hausbewohner die Dächer von Schnee und Eis zu befreien. Das kann aber gefährlich werden, und deshalb warnen die Feuerwehren vor Kletterpartien auf den eisglatten Dächern. Die erdrückende Last von großen Schneemassen beunruhigt die Bürger, sind doch in diesen Tagen schon mehrere Dächer eingestürzt. Die Löscheinheit Geilenkirchen rückte aus diesem Grund zur Rettungswache aus, um dort das Dach vorsichtshalber vom Schnee zu befreien.

Was des einen Leid, ist des anderen Freud: Viele Kinder konnten von dem Schnee gar nicht genug bekommen. Beobachtet wurden die Schlittenkorsos zumeist auf Feldwegen. Sieben an der Zahl wurden bei Hatterath von einem Traktor über Feldwege durch die Landschaft gezogen.

Während Montag leichtes Tauwetter für eine gewisse Beruhigung sorgte, sind für die nächsten Tage wieder Minusgrade und möglicherweise etwas Schnee angesagt.
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