Mammut-Projekt soll einen Innovationsschub bringen

Von: Georg Schmitz
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Einer Delegation der Stadt Geilenkirchen und von Vertretern der Geschäftswelt wurde die mit 53 Geschäften gut florierenden„Bocholt Arkaden” vorgestellt.

Geilenkirchen/Bocholt. Ganz Geilenkirchen hofft auf das geplante Einkaufszentrum. Mit einer kleinen Verspätung soll nun im Frühjahr die Abrissbirne über dem alten Extra-Markt kreisen. Die Immobilien Treuhand Gesellschaft (ITG) aus Düsseldorf steht kurz vor dem Abschluss der letzten Modalitäten.

Auf Anregung von AK-Vorsitzenden Rüdiger Strübig hatte Projektentwickler Helmut Berends am Mittwoch Vertreter der Stadt sowie von Handel und Gewerbe nach Bocholt eingeladen, wo die ITG vor neun Jahren eines ihrer zahlreichen Einkaufszentren realisierte.

Geilenkirchens Bürgermeister Andreas Borghorst, 1. Beigeordneter Hans Hausmann, „Wirtschaftsförderin” Stefanie Linkens, CDU-Fraktionsvorsitzender Wilhelm-Josef Wolff, CDU-Stadtverbandsvorsitzender Franz-Michael Jansen, Aktionskreisvorsitzender Rüdiger Strübig und acht Geschäftsleute wurden in den 160 Kilometer entfernten „Bocholt-Arkaden” von Center Manager Torsten Schulze und Helmut Berends begrüßt und erfuhren einiges über die vor neun Jahren in Betrieb genommene Shopping-Mall.

25.000 Quadratmeter der insgesamt 30.000 qm vermieteten Fläche werden vom Einzelhandel genutzt. Auf drei Etagen präsentiert sich in 53 Ladenlokalen ein bunter Branchenmix mit Lebensmittelhandel, Elektronikmarkt, Textilienfachhandel, Lederwaren- und Schuhgeschäften, Juwelier, Weinfachhändler, Bäckerei, Friseur, Apotheke, Blumen- und Geschenkladen, Telefonshop, Drogeriemarkt und Parfümerie, Lotto/Zeitschriften, Sparkasse, Fitnessstudio, Buchhandel und Schreibwaren, Optiker, Spielwaren sowie einer Abteilung der ARGE der Stadt Bocholt.

„Bis auf ein kleines Ladenlokal haben wir alle Flächen vermietet”, berichtet der Center-Manager und geht auf die erfolgreiche Ansiedlung des großen Komplexes in der 73000 Einwohner zählenden Stadt Bocholt auf dem Gelände, wo sich einst ein Kino und eine Industriebrache befand.

Von der Frequenz her habe sich das Center wunderbar entwickelt, in jedem Jahr habe es eine Steigerung gegeben. Auch für Helmut Berends, seit 15 Jahren Projektentwickler bei der ITG, sind die Bocholt Arkaden ein Vorzeigeprojekt, das in kleinerem Rahmen, aber in ähnlicher Form in Geilenkirchen entstehen kann. Das überdachte und voll klimatisierte Einkaufszentrum ist mit Sitzgelegenheiten ausgestattet und wird mit zahlreichen Pflanzen angenehm aufgelockert.

Auf den Parkebenen stehen 800 Parkplätze zur Verfügung. Bocholts Baudezernent Ulrich Passlick ging auf die Anfänge der Arkaden ein, von den ersten Planungen 1992 bis zum Spatenstich 1998.

Es sei gelungen, das Einkaufszentrum harmonisch in das Stadtbild zu integrieren. „Wie aus einem Guss, mit Verknüpfung zur Innenstadt”, sagte Passlick. Großes Lob zollte der Dezernent der ITG, die in enger Abstimmung mit der Stadt Bocholt ein perfektes Konzept entwickelt hat. Ludger Dieckhues, Geschäftsführer der Stadtmarketing Bocholt GmbH, berichtete über Werbestrategien, die die drei Werbegemeinschaften und die Bocholt Arkaden gemeinsam erarbeitet haben.

50 Prozent des Kapitals der Stadtmarketing GmbH steuere die Stadt Bocholt und 50 Prozent Handel und Gewerbe bei. „Wir arbeiten miteinander, auf den Standort Bocholt bezogen”, laute das Erfolgsrezept. Nur durch die Bündelung von Aktivitäten und Finanzierung könnten Aktionen erfolgreich sein.

„Die Ansiedlung der Arkaden haben einen Innovationsimpuls ausgelöst. Sonst wären wir heute noch im Dornröschenschlaf”, zog Bocholts Dezernent Ulrich Passlick Bilanz. Nach diesem Hinweis war sich die Geilenkirchener Delegation einig, dass die Stadt an der Wurm mit dem Bau des Einkaufszentrums „goldrichtig” liege. Noch geht die ITG davon aus, dass der Bauantrag im Rahmen des geplanten Zeitraumes gestellt werden kann.
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