Lyrisches über Rilke beim Saxophonklang

Von: sev
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Oliver Steller rezitierte den Lyriker Rainer Maria Rilke mit vielen Zitaten und zahlreichen Musikeinlagen, dabei wurde er begleitet von dem Saxophonisten Bernd Winterschladen und am Kontrabass von Dietmar Fuhr. Foto: Franz Severins

Gangelt-Langbroich. Für den Spätankömmling beim Lyrikabend im Bürgertreff Langbroich-Harzelt war es schon eine Herausforderung, in die mucksmäuschenstillen Halle einzutreten. Denn Oliver Steller rezitierte den Lyriker Rainer Maria Rilke mit vielen Zitaten und zahlreichen Musikeinlagen.

Dabei wurde er begleitet von dem Saxophonisten Bernd Winterschladen, und am Kontrabass zupfte Dietmar Fuhr. Apropos Spätankömmlinge: Da Oliver Steller schon über eine große Fangemeinschaft auch im Heinsberger Land verfügt, waren die letzten Plätze schon lange vor Beginn der Veranstaltung vergriffen, allein gesellte sich der Mann mit der Kamera erst später dazu.

Im Vorfeld hatte Leo Horrichs vom Förderverein zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft begrüßen können, doch ein besonderer Gruß galt Lutz Vorbach, der nämlich vor vier Jahren den Kontakt zwischen dem Rotary Club Heinsberg und dem Förderverein hergestellt hatte und maßgeblich am Zustandekommen dieses Lyrikabends beteiligt war.

Was sich anschließend auf der Bühne ereignete, war große Kunst, denn Oliver Steller ließ Rilkes Lebenslauf an Hand vieler Zitate – „schafft die Zeit sich keine großen Männer, schafft der Mann sich eine große Zeit“ – Revue passieren, wobei diese mit außergewöhnlichen Musikbeiträgen untermalt wurden.

Oliver Steller erzählt unter anderen wortgewandt und humorvoll, wie Rilke 1897 die Literatin Lou Andreas-Salomé kennen und lieben lernte, oder über die Heirat mit der Bildhauerin Clara Westhoff. Kurz vor der Programmpause blickte Oliver Steller auf Rilkes Leben in Paris. Dort lebte er nach dem Vorsatz, „betrachte und verweile“.

Lyrik und Musik setzten sich im Wechsel im zweiten Teil des unterhaltsamen Abends fort. „Nach der Pause fand ich musikalischen Beiträge noch besser, dabei ging richtig die Post ab“, meinte eine 40-jährige Besucherin aus Gangelt. Zum Ende des Abends forderte das Publikum von Oliver Steller mehrere Zugaben.

Die Künstler bedankten sich bei den Gästen, auch für die großartige Atmosphäre in Langbroich. Und Oliver Steller zeigte sich schon jetzt erfreut darüber, im kommenden Jahr – am 29. März 2014 – wieder nach Langbroich zu kommen.

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