Lothar Schimmelfeder: Seit 50 Jahren ein THW-Motor in Übach-Palenberg

Von: mabie
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Er ist „drehfreudiger“ Motor beim THW-Ortsverband in Übach-Palenberg: Lothar Schimmelfeder, der nun auf 50 Jahre in dieser Bundesanstalt zurückblickt. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Er ist kein Mann der vielen Worte. Taten stehen Lothar Schimmelfeder besser zu Gesicht. So empfindet er selbst. Deshalb war es eine echte Überraschung für ihn, als er bei der Einladung zu einer samstäglichen Unterhaltung in den Räumen des Technischen Hilfswerks (THW) an der Werkstraße bemerkte, dass es nicht wirklich um „freie Themen“ ging, sondern um ihn.

„Wann findet die Besprechung statt?“, fragte der 78-jährige lachend, als ihm eröffnet wurde, dass sich rund 40 Gäste nur zu seinen Ehren hier versammelt hatten. Der Geehrte hatte nämlich gar nicht damit gerechnet, dass er für seine inzwischen 50-jährige freiwillige Tätigkeit bei der Bundesanstalt THW geehrt werden sollte.

Das sprach Walter Junker aus, selbst viele Jahre an der THW-Spitze im Ort und zu Beginn seiner Dienstzeit im Team des jetzt Ausgezeichneten. 1973 lernten sich Junker und Schimmelfeder kennen, und schon früh lernte der spätere Ortsbeauftragte Walter Junker den Jubilar als ausgesprochen umtriebigen Motor hinter den Motiven des THW kennen.

„Die Zugführeraufgabe füllte ihn aber nicht aus“, so Junker, „er war auch der Herrscher über die Kleiderkammer mit den damals noch olivgrünen Arbeitsanzügen und Knobelbechern, wie die Einsatzstiefel genannt wurden“. So trat Schimmelfeder seinen Dienst zu einer Zeit an, als das Kürzel THW in der Stadt noch ziemlich unbekannt gewesen sein dürfte.

„LHSD“ (Luftschutzhilfsdienst) war früher die Bezeichnung für das, was heute auch schon einmal die „Blaue Feuerwehr“ bezeichnet wird. Aus dem ehemaligen LHSD, der in Übach-Palenberg vor 50 Jahren schon 170 Helfer in vier Bergungszügen zählte, wurde das THW, das zunächst an der Holthausener Straße anzutreffen war.

Lothar Schimmelfeder erwies sich nicht nur bei diesem Umzug als Allroundtalent, auch bei den späteren Umzügen in die Jülicher Straße und schließlich in die heutige Unterkunft an der Werkstraße war er federführend dabei. Nach internen Umstrukturierungen bliebt Lothar Schimmelfeder dem THW an vorderster Front als Führungskraft und schließlich Schirrmeister erhalten. Dabei bewirkten weniger seine Worte als seine Taten, letztlich alles das zu erreichen, was mit dem THW umsetzbar war.

„Ich muss gestehen, es war nicht immer leicht mit Lothar“, betonte Walter Junker bei der Laudatio, „aber es hat mir trotzdem immer viel Freude bereitet, mit einem so geradlinigen und seine Meinung offen kundtuenden Mann doch immer gemeinsam getragene Lösungen zu finden.“

Einsätze beim Aufbau in den ehemaligen Ostblockstaaten, Hilfstransporte, Übungen, Ausbildungsveranstaltungen und unzählige Samstage in den drei THW-Unterkünften stellen Lothar Schimmelfeder ein hervorragendes Zeugnis in Sachen ehrenamtliches Engagement aus. Dazu gehörte auch der Flugzeugabsturz einer Nato-Maschine, bei der sich der heutige Ehrenschirrmeister als logistisches Genie entpuppte, die angeforderten Beleuchtungsmittel nicht nur am Unglücksabend, sondern gleich auch für mehrere Monate auf dem Gelände einsetzte, versorgte und pflegte.

Was für ihn besonders wichtig ist, ließ er an seinem Ehrennachmittag durch ein kurzes Lächeln erkennen. „Seine Kameradschaft und seine unbedingte Freundschaft, die nicht auf das THW-Gebiet beschränkt ist“, war das, was Walter Junker besonders hervorhob. Das gefiel dem Geehrten ganz besonders, und auch Ehefrau Monika, selbst als THW-Küchenhelferin ein echtes Urgestein des Verbandes, lächelte zufrieden.

Richtig glücklich war Lothar Schimmelfelder zu sein, als er für das Erinnerungsfoto in die Fahrzeughalle durfte, zu seinem „THW-Turbo“, der auch so etwas wie das Sinnbild seines freiwilligen Wirkens ist.

„Mit ihrem langjährigen Einsatz für das Gemeinwohl machen Sie unsere Gesellschaft heller und freundlicher“, schloss sich auch Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch sich den lobenden Worten an.

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