„Longing for Tomorrow”: Punkrocker touren durch Brasilien

Von: Franz Windelen
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Übach-Palenberg. „Longing for Tomorrow”. Der Name der Punkrockband ist zugleich Programm. Sehnsucht nach morgen - Damian Altdorf, der Drummer, David Frings, der Gitarrist und Sänger sowie Samuel Dickmeis, der Bassist, haben einen Traum, eben jenen Traum von der großen Bühne, vom großen Durchbruch. Und dafür ist ihnen kein Meter, kein Konzert zu viel, zu weit.

Brasilien ruft, und der Übach-Palenberger, der Baesweiler und der Eifeler lassen sich nicht zweimal bitten. Die Koffer sind gepackt, Donnerstag hebt das Trio ab, auf dem Kölner Flugplatz Richtung Südamerika.

Das ist für die inzwischen tourgewohnten jungen Leute ein „Riesending”: „Wir haben seit unserer Gründung in 2003 zwar rund 250 Auftritte gehabt - auch in Holland, Österreich und in der Schweiz. Aber der Trip nach Brasilien ist eine ganz hervorragende Sache”, freut sich Damian, der Übach-Palenberger, der Drummer, stellvertretend für seine zwei Mitstreiter.

An 18 Tagen werden die Drei als Begleitband mal mehr, mal weniger bekannter brasilianischer und US-amerikanischer Punk-Formationen bei 15 Konzerten dem Publikum einheizen. Der außergewöhnliche Event-Charakter der Tour, aber auch die Möglichkeit, viele neue Fans dazuzugewinnen, im internationalen Geschäft Erfahrungen zu sammeln und wertvolle Kontakte zu knüpfen, fasziniert die Jungs von „Longing for Tomorrow”.

„Ein bisschen sind wir in der brasilianischen Musikszene vielleicht bekannt”, hofft Damian, er setzt auf die grenzenlosen Möglichkeiten des Internets und auf die bisher erschienenen drei CDs der Übach-Palenberger Gruppe, die - spärlich instrumentalisiert - einen energisch-kraftvollen Sound aus Stimme, Gitarre, Bass und Schlagzeug mixt.

Die Band brachte 2006 gleich zwei Alben heraus. Im März erschien mit „Structure From Clutter” das Debüt-Album und sieben Monate später das Nachfolgewerk „Beauty For The Blinded Eyes”. Im März 2009 folgte das Album „Idee:Mensch”, auf der erstmals ausschließlich deutschsprachige Texte zu finden sind. Obendrein gibt es zwei Videoclips: das eine aus dem Jahr 2007, Schloss Zweibrüggen diente als Kulisse, das andere aus diesem Jahr, es wurde gedreht auf dem Merksteiner Kohlberg. Von der Halde zum Zuckerhut - ein gigantisches Stück.

Brückenbauer ist Björn Supplie, der Mann aus Köln, der mit seinem Independent-Label den Dreien auch die musikalische Plattform bietet. „Vor drei Jahren war bereits eine Band auf Initiative von Björn in Brasilien. Das war eine erfolgreiche Aktion, an die wir anknüpfen wollen”, sagt der 25-Jährige aus Übach-Palenberg.

Die Menschen, so hat er gehört, seien nicht nur in solch exquisiten Orten wie Rio de Janeiro und in Sao Paulo, wo man unter anderem tourt, „begeisterungsfähig”. Da interessiert es auch nicht, ob man die gesellschaftskritischen, ausschließlich von Gitarrist David getexteten deutschen Songs versteht oder nicht.

Die selbstkomponierten Melodien - mit durchaus rauen, schrillen Ansätzen - gehen ins Ohr. In Brasilien wie in Deutschland. Im September erst bereiste die Band die deutsche Fan-Gemeinde, 14 Tage lang, in Dörfern und Großstädten, in Konzertsälen und in Jugendzentren.

„Longing for Tomorrow”. Es gibt immer wieder ein Morgen. So zum Beispiel am 19. Dezember. „Dann treten wir ab 20 Uhr im Autonomen Zentrum in Aachen auf - zusammen mit vier anderen Bands”, freut sich Damian Altdorf. Und auf die Fans wartet eine besondere Überraschung: „Wir werden eine Dia-Show, vielleicht auch ein Musikclip von unserer Brasilien-Tour präsentieren.”

„Longing for Tomorrow” - am Ende steht die ewige Sehnsucht aller Newcomer, die auch Damian und seine Freunde umtreibt: „Ein großes Label, ein großer Vertrag, das wär´s.”
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