Geilenkirchen - Lokaler Teilhabekreis: Barrieren überwindbar machen

Lokaler Teilhabekreis: Barrieren überwindbar machen

Von: mabie
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Frauenarzt Vinod Mechery (r.) aus Geilenkirchen war einer der Fragebogen-Empfänger des Lokalen Teilhabekreises. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Vinod Mechery kratzt sich am Kopf, als er seinen Fragebogen überreicht bekommt. „Bei manchen Punkten weiß ich gleich, dass sie nicht auf meine Praxis zutreffen“, sagt der Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, als er vom Team des Lokalen Teilhabekreises in seiner Geilenkirchener Praxis aufgesucht wird. Bei anderen Punkten, die generelle Barrierefreiheit betreffen, muss er aber noch nachdenken.

Und so lassen die Schüler der Realschule Geilenkirchen und die Menschen mit Behinderung, die sich an diesem Morgen aufgemacht haben, um die Nutzungsmöglichkeiten von Geschäften, Gaststätten, Praxen und öffentlichen Gebäuden zu prüfen, ihm den Fragebogen gerne da.

Die Lokalen Teilhabekreise setzen sich für die Belange von Menschen mit Handicap ein und haben sich als oberstes Ziel gesetzt, dass Menschen mit Behinderung mit gleichen Rechten wie Menschen ohne Einschränkungen an der Gesellschaft teilhaben können. „Um das im Alltag mal prüfen zu können, sind wir heute mit kleinen Gruppen in der gesamten Innenstadt unterwegs“, erklärt Martina Alba vom Caritasverband für die Region Heinsberg. Gemeinsam mit Jörg Driessen, Projektleiter der ViaNobis-Eingliederungshilfen für den Lokalen Teilhabekreis Gangelt, sowie Adelheid Venghaus und Denise Lison von der Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstelle für den Kreis Heinsberg, ist sie mit den Geilenkirchener Realschülern und Menschen mit Behinderung vor Ort unterwegs, um hautnah zu erleben, wie es um die Barrierefreiheit bestellt ist. „Oftmals stellen die verschiedenen Gebäude und Einrichtungen schon eine unüberwindbare Barriere für Menschen mit Behinderungen dar, so dass eine gleichberechtigte Teilhabe nicht für alle Menschen zum Erfolg führen kann“, so Alba.

Und natürlich gibt es auch einen Anreiz für alle, die ihre Angebote in einem gut zugänglichen und möglichst barrierearmen Umfeld anbieten. So gibt es für diejenigen Befragten, deren Betrieb oder Unternehmen in dieser Hinsicht punkten kann, einen entsprechenden Aufkleber, der weithin sichtbar diese Teilhabemöglichkeiten anzeigt. Aber der Fragebogen an sich sollte dennoch nicht als Forderungskatalog missverstanden werden. „Vielmehr soll er die vorhandenen Möglichkeiten aufzeigen und als Anregung für künftige Verbesserungen dienen“, so Martina Alba.

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