Löschzug Übach-Palenberg lädt zur Jahreshauptversammlung ein

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Ehrungen und Beförderungen: Löschzugführer Manfred Havertz, Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch, und 1. Beigeordneter Helmut Mainz dankten Dr. Heiner Buschmann, Sebastian Schmitz-Kröll, Wehrleiter Detlef Maentz, Tobies Richard, Pascal Delahaye, Andreas Bach, Manfred Savoir und Christoph Savoir (v.l.). Foto: Feuerwehr

Übach-Palenberg. Ehrungen, Beförderungen und lobende Worte: Löschzugführer und Brandoberinspektor Manfred Havertz hatte zur Jahreshauptversammlung des Löschzuges Übach-Palenberg geladen. Mit von der Partie waren nicht nur zahlreiche Mitglieder, sondern auch Vertreter der Verwaltung sowie Bezirksbrandmeister Manfred Savoir.

„Eines kann ich euch sagen, ich bin froh, dass es euch gibt und ihr euren freiwilligen Dienst hier im Löschzug Übach verrichtet“, sagte Havertz. Er wisse, dass die Anforderungen an die „Freiwilligen“ immer höher würden. Das geschehe nicht nur mit der wachsenden Industrielandschaft im Stadtgebiet, sondern auch durch die immer häufigere Großschadenslagen wie Unwetter, Naturkatastrophen und auch Verkehrsunfälle.

Materiell gut aufgestellt

Auch die begleitenden Maßnahmen des Rettungsdienstes des Kreises Heinsberg nähmen aufgrund des demografischen Wandels immer mehr zu. „Wir hier im Löschzug Übach haben das Glück, materiell gut aufgestellt zu sein. Die neuen Einsatzfahrzeuge tragen ihres dazu bei“, sagte Havertz. Personell könne es zwar etwas mehr sein, aber bis heute habe man alle Einsätze im Löschzug Übach gut abgearbeitet.

Im Jahr 2015 rückten die Mitglieder zu 136 Einsätzen aus, im Jahr 2016 waren es 188 Einsätze – Tendenz steigend. „Ohne euch als Mannschaft kann der beste Vorgesetzte nichts ausrichten, also nochmals danke für eure hervorragenden Leistungen und euren Einsatz“, sagte Havertz.

In diesem Zusammenhang sprach der Brandoberinspektor eine Großübung an, die von der Berufsfeuerwehr Aachen bei der Firma Saurer Schlafhorst veranstaltet wurde. „Die hier vorgefundenen Gegebenheiten in Sachen Ausstattung für eine Technische Einsatzleitung vor Ort hat sich als sehr gut heraus gestellt und ist vom Kreisbrandmeister Klaus Bodden als sehr gut vorbereitet gelobt worden“, sagte Havertz.

Für die Feuerwehr der Stadt Übach-Palenberg sei dies eine gute Gelegenheit gewesen die Ausrüstung und die Ausstattung im Bereich technische Einsatzleitung oder Stabsarbeit zu testen. Die Übacher Wehr habe auf diese Weise an Selbstbewusstsein gewonnen.

„Wir wissen, dass wir auch dieser Situation gewachsen sind. Wenn wir alle zusammenstehen, werden wir jede Situation gemeistert bekommen“, sagte Havertz.

Eine wichtige Rolle im Feuerwehralltag spielt auch das Thema psychologische Unterstützung. Die psychische Belastung mancher Einsätze dürfe man nicht außer Acht lassen. Immer häufiger wird bei den Feuerwehren über psychosoziale Einsatzbelastungen gesprochen. Insbesondere sind hier Einsätze zu nennen, bei denen Kinder oder persönlich bekannte Personen betroffen sind, tragische oder dramatische Unglücke, sowie Anblicke von besonders schweren Verletzungen. Diese Einsätze werden von jedem Feuerwehrmann unterschiedlich verarbeitet.

Akute Belastungsreaktionen, Belastungsstörungen oder schwere Depressionen, die mit dem Verlust des Arbeitsplatzes einhergehen, sind mögliche Folgen. Seit Januar 2017 ist Feuerwehrarzt Dr. Heiner Buschmann für alle Einheiten der Übach-Palenberger Feuerwehr zum Fachberater ernannt worden und wird die Mitglieder der Wehr in den entsprechenden Krisensituationen unterstützen und betreuen.

Detlef Maentz, Wehrleiter der Feuerwehr Übach-Palenberg, dankte den Anwesenden ebenfalls für ihre geleistete Arbeit und nahm darüber hinaus Ehrungen vor. Mit der silbernen Ehrennadel der Feuerwehr Stadt Übach-Palenberg wurden Christoph Savoir, Pascal Delahaye und Tobies Richard ausgezeichnet. Heiner Buschmann erhielt für seine 25-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr das Feuerwehrehrenzeichen in Silber des Landes Nordrhein-Westfalen und die Ernennungsurkunde zum PSU-Beauftragten der Stadt Übach-Palenberg.

Zum Brandmeister wurde Andreas Bach befördert, Sebastian Schmitz-Kröll wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert.

Auch Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch richtete Dankesworte an die Feuerwehrleute. Er unterstrich, dass viele Menschen durch die Feuerwehr gerettet würden und dass das freiwillige Engagement die Gesellschaft zusammenhalte. Außerdem machte er deutlich, dass die Feuerwehr wesentlich zum Sicherheitskonzept der Stadt beitrage.

36 Jugendliche

Bei der Jahreshauptversammlung des Löschzuges ging es auch um den Nachwuchs. Stadtjugendfeuerwehrwart Marc Kouchen stellte fest, dass die Jugendfeuerwehr derzeit aus 36 Jugendlichen besteht. 2016 wurden sechs Jugendliche von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung überstellt. In diesem Jahr folgen weitere Jugendliche, die in die Einsatzabteilung wechseln.

Auch die Wahl einer Vertrauensperson stand an diesem Abend auf dem Programm. Sie ist das Bindeglied zwischen der Feuerwehrmannschaft, der Löschzugführung und der Wehrleitung. Die Kameraden des Löschzuges Übach entschieden sich für Thomas Damm ausgesprochen. Er wird das Amt für sechs Jahre bekleiden.

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