Löschgruppe Übach/Boscheln: Präzise Hinweise, schnelles Retten

Letzte Aktualisierung:
Zur Feuerwehrübung des Lösch
Zur Feuerwehrübung des Löschzugs Übach und der Löschgruppe Boscheln bei der Firma Jordans gehörte auch der Einsatz von Atemschutz. Foto: Toni Stumpf

Übach-Palenberg. „Brand nach einer Verpuffung in der Heizungsanlage!” Das war die Ausgangssituation für eine große Übung der Feuerwehrleute des Zuges Übach und der Gruppe Boscheln.

Die Ausarbeitung des Einsatzszenarios war vom Leiter des Löschzugs Übach, Brandoberin­spektor Manfred Havertz, und dem Führer der Löschgruppe Boscheln, Brandoberinspektor Wolfgang Steffens, übernommen worden.

Und so sollte sich die Alarmlage gliedern: Bei der Firma Jordans, die Einrichtungssysteme für die Gastronomie liefert, sei in der Borsigstraße am Dienstagabend gegen 19.15 Uhr ein Feuer ausgebrochen.

Ursache: Bei Wartungsarbeiten an der Heizungsanlage wäre es zu einer Verpuffung gekommen. Der Verpuffung folgte ein Brand im Bereich der Heizungsanlage sowie im Schleif- und Lackierraum.

Durch solche Übungen sollen den Feuerwehrkräften in erster Linie die größeren Objekte in Übach-Palenberg näher gebracht werden. Außerdem sollten junge Führungskräfte als Einsatzleiter fungieren, damit sie in Zukunft an diese für sie neuen Aufgaben herangeführt werden, schildern die Oberinspektoren den hintergrund. Jede Übung stärkt natürlich auch die Zusammenarbeit der Feuerwehrleute untereinander.

Zum Einsatzablauf: Nach dem ausgelösten Hausalarm begaben sich alle Personen an ihre zugeteilten Sammelpunkte. Nachdem die Anwesenheitsliste durch den Betriebsleiter kontrolliert worden war, stellte man fest, dass sich noch drei Personen im Gebäude befinden müssten.

Da diese Anwesenheitslisten in Fachbereiche aufgeteilt sind, konnte man den Rettungskräften der Feuerwehr nun genau sagen, wo sich die Personen befinden müssten.

Da es sich um einen mittelständigen Betrieb handelt, der wegen der Gastronomieeinrichtungen über eine Schlosserei, Lackiererei und Leimerei verfügt, wurde durch die Leitstelle des Kreises Heinsberg der Löschzug 1 (Löschzug Übach und Löschgruppe Boscheln) der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt alarmiert.

Bei Ankunft der ersten Feuerwehrkräfte wurde eine starke Rauchentwicklung über dem Gebäude der Firma festgestellt. Nach ersten Erkundungen durch den Einsatzleiter und Befragungen des Betriebsleiters handelte es sich um eine Verpuffung im Heizungsraum der Firma. Außerdem wurden drei Arbeiter des Betriebs zu dieser Zeit vermisst.

Der Betriebsleiter des Unternehmens konnte den Aufenthaltsort der Arbeiter beschreiben. Es wurden dann durch die Feuerwehr zwei Angriffswege vorgenommen, um schnellstmöglich zu den drei vermissten Personen, die sich in der Nähe der Heizungsanlage aufhielten, zu gelangen.

Der erste Angriffstrupp mit Atemschutzgeräten und C- Rohr wurde von der Löschgruppe Boscheln mit ihrem Fahrzeug vom Parkplatz der „Rockfabrik” zum Gebäude der Firma Jordans gefahren. Ebenfalls wurde die Drehleiter von diesem Parkplatz aus eingesetzt, um mit dem Wenderohr das Hallendach zu kühlen.

Um genügend Löschwasser vorhalten zu können, wurde von der Borsigstraße aus eine Wasserversorgung zur Drehleiter wie auch zum Löschfahrzeug von der Löschgruppe Boscheln von rund 200 Metern verlegt. Somit war die Löschwasserversorgung für diesen Einsatzabschnitt gewährleistet.

Der zweite Angriffstrupp unter Atemschutz und mit dem C-Rohr wurde vom Löschzug Übach von der Borsigstraße aus eingesetzt. Auch hier musste eine Wasserversorgung aus der Borsigstraße verlegt werden. Die Einsatzstelle war sehr stark verraucht, wurde vorgegeben, aus diesem Grunde wurde die Wärmebildkamera gebraucht.

Dank deren Einsatz und der genaue Aussage des Betriebsleiters konnten die drei vermissten Personen sehr schnell gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden. Anschließend wurden die Räume mit einem Lüfter rauchfrei gemacht.

Es waren beim diesem Test 35 Feuerwehrleute mit sieben Fahrzeugen in den Einsatz geschickt worden. Nach etwa anderthalb Stunden war die Übung beendet. Der Test wurde vom stellvertretenden Stadtbrandinspektor Detlef Mäntz, Brandoberinspektor Manfred Havertz und Brandoberinspektor Wolfgang Steffens präzise verfolgt.

Beim Abschlussgespräch waren sich die drei Beobachter einig, dass es solche Übungen in Zukunft öfter geben muss. Grundsätzlich aber konnte festgehalten werden: „Es wurde durch die Kameradinnen und Kameraden eine gute Arbeit abgeliefert.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert