Geilenkirchen - „Löscheinheit Würm war bisher stets früher in Lindern“

„Löscheinheit Würm war bisher stets früher in Lindern“

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Steht zu seiner Planung: Geilenkirchens Stadtbrandmeister Michael Meyer. Foto: Annika Kasties

Geilenkirchen. Stadtbrandmeister Michael Meyer erklärt, wieso die beschrankten Bahnübergänge nicht für den Erhalt der Löscheinheit sprechen.

Es wird argumentiert, Lindern sei von Beeck aus besser zu erreichen als von Würm. Stimmt das?

Meyer: Die Alarm- und Ausrückeordnung sowie die internen einsatztaktischen Absprachen berücksichtigen ausschließlich Anfahrtswege über das normale öffentliche Straßenverkehrsnetz. Hierzu zählen nicht die dem landwirtschaftlichen Verkehr dienenden Wirtschaftswege, da Ausbau und Struktur dieser Wege nur für geringe Geschwindigkeiten ausgelegt sind und auch keine Begegnungsverkehre zulassen.

In der Vergangenheit musste bereits einmal ein Einsatzfahrzeug aufwendig geborgen werden, weil es bei der Fahrt über einen Wirtschaftsweg bei einem Ausweichmanöver in einen Graben rutschte. Ziel ist es daher, die Hilfsfrist über qualifizierte Straßen einzuhalten. Dies gilt für alle Löscheinheiten. In besonderen Einzelfällen kann der Fahrer entscheiden, ausnahmsweise einen Wirtschaftsweg zu benutzen.

Im Übrigen hat die Löscheinheit Würm über zwei alternative, also bahnübergangsfreie Wege die Möglichkeit, den Wirtschaftsweg zwischen Beeck und Lindern zu erreichen.

Wieso wird auf den Aspekt der Bahnübergänge im Brandschutzbedarfsplan nicht eingegangen?

Meyer: Die vorhandenen Bahnübergänge sind im Brandschutzbedarfsplan dokumentiert. Im Rahmen der Alarm- und Ausrückeordnung sowie der internen einsatztaktischen Absprachen wurden diese bei der Festlegung der Fahrwege berücksichtigt.

Stimmt es, dass es zu Defekten an den Schranken gekommen ist?

Meyer: Der Verwaltung ist bekannt, dass Defekte und Störungen vorkommen können. In diesen besonderen Einzelfällen entscheidet der Fahrzeugführer über eine alternative Anfahrtsstrecke. Alle Bahnübergänge zwischen Würm und Lindern sind umfahrbar, wobei auch aufgrund der zum Teil sehr kurzen Schließzeiten nur geringfügige Verzögerungen zu erwarten sind. Im Übrigen ist die Notwendigkeit des Umfahrens von Hindernissen, wie zum Beispiel landwirtschaftlichen Fahrzeugen oder Baustellen, auf Einsatzfahrten immer zu erwarten.

Welche Löscheinheit war bislang in der Regel eher in Lindern, wenn von dort aus ein Alarm ausgelöst wurde, die aus Würm oder die aus Beeck?

Meyer: Bisher war Würm als erste Einheit bei einem Einsatz in Lindern am Einsatzort. Dies wurde anhand der dokumentierten Eintreffzeiten noch einmal geprüft.

Wäre es eine Option, dass Lindern von Löscheinheiten von außerhalb des Stadtgebiets mitversorgt wird?

Meyer: Unabhängig von der Tatsache, dass die Löscheinheit Würm den Ort Lindern bisher stets früher erreicht hat als die Löscheinheit Beeck und im Übrigen die Zeit- und Funktionskomponenten bisher erfüllt wurden, wurde mit der Feuerwehr Hückelhoven bereits ein erstes Gespräch über die gleichzeitige Alarmierung der Löscheinheit Brachelen bei zeitkritischen Einsätzen in der Ortschaft Lindern geführt.

Im Rahmen einer solchen interkommunalen Vereinbarung nimmt die Löscheinheit Würm bereits seit einigen Jahren an Einsätzen im Heinsberger Stadtteil Randerath teil.

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