Löscheinheit Nirm feiert 75-jähriges Bestehen

Von: Georg Schmitz
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Die Löscheinheit Nirm der Freiwilligen Feuerwehr Geilenkirchen feiert in diesem Jahr ihr 75-jähriges Jubiläum. Foto: Feuerwehr

Geilenkirchen-Nirm. Die Löscheinheit Nirm der Freiwilligen Feuerwehr in Geilenkirchen kann auf ihr 75-jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlass möchten die Feuerwehrkameraden das Jubiläum am Samstag und Sonntag, 27./28. Juni, zusammen mit der Bevölkerung feiern.

Rechtzeitig zu den Feierlichkeiten hat die Löscheinheit eine 36-seitige Festschrift veröffentlicht mit Ausschnitten aus der langjährigen Historie der Brandbekämpfer aus Kraudorf und Nirm. Beim Blick in die bis ins Jahr 1934 zurückführende Chronik wird der Anlass für die Gründung der damaligen Löscheinheit deutlich: Ein Großbrand hatte in Nirm eine ganze Häuserzeile dem Erdboden gleichgemacht.

Zu Hilfe mit dem Traktor

Dies veranlasste mehrere Landwirte, im Jahr 1934 die „Feuerwehr Kraudorf-Nirm” zu organisieren. Voller Tatendrang und Aufopferungsbereitschaft starteten elf Männer - mit einem Handkarren voller Löschmaterial. Jahre später erhielt die Löschgruppe einen mit einem VW-Motor ausgerüsteten Tragkraftspritzenanhänger (TSA 8/8), der aufgrund seiner zusätzlichen Beladung - Gerätschaften und Schlauchmaterial - nur schwer zu bewegen war.

Anfangs wurde auch der TSA 8/8 mit Muskelkraft zu den Brandorten gezogen, später erhielt der Anhänger eine Kupplung, so dass ihn ein Traktor ziehen konnte. 1973 wurde endlich ein Feuerwehrgerätehaus, am Sportplatz, seiner Bestimmung übergeben. Die neue Unterkunft ersetzte die provisorischen und beengten Verhältnisse in den Räumen in der Schule.

Mit 500 Liter Wasser

Ein Jahr nach Übernahme des Gerätehauses erhielt die Löscheinheit Nirm ihr erstes motorbetriebenes Feuerwehrfahrzeug. Das Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) vom Typ Ford Transit war bis dahin bei der Löscheinheit Würm stationiert. 20 Jahre verrichtete das TSF seinen Dienst bei den Helfern in Nirm, bevor 1993 das erste Neufahrzeug, ein TSF-W („W” für Wasser) beschafft wurde.

Dieses am 4. April 1994 feierlich übergebene Fahrzeug war im Gegensatz zu dem alten Fahrzeug zusätzlich mit einem 500-Liter-Wassertank ausgerüstet, besaß Mittelschaumrohr, Motorsäge, elektrische Saugpumpe, Steckleiter, Atemschutzgeräte, Stromerzeuger und einen Beleuchtungssatz. Das TSF-W steht heute noch in Nirm im Dienst der Öffentlichkeit.

Die recht kleine Löscheinheit Nirm kann dennoch seit ihrem Bestehen auf annähernd 300 Einsätze zurückblicken, wobei sich das Einsatzspektrum im Wandel der Zeit stark verändert hat. Neben der Brandbekämpfung kommt das Aufgabengebiet der freiwilligen Helfer zunehmend aus der Technischen Hilfeleistung.

Dazu gehören die Einsätze bei Verkehrsunfällen und Ereignissen mit gefährlichen Stoffen, aber auch die Beseitigung von Ölspuren. Hilfe bei Überschwemmungen leistet die Wehr ebenfalls, hier erinnern sich die Menschen noch auf die Überflutungen im Jahr 2002 in Kogenbroich nach starken Regengüssen.

Ein Großbrand in Hoven hielt die Löscheinheit zuletzt im Oktober 2007 in Atem. Die Nirmer Truppe verfügt heute über 30 Feuerwehrmänner, inklusive der Ehrenabteilung. In der Festschrift würdigen Geilenkirchens Bürgermeister Andreas Borghorst, Bezirksbrandmeister Manfred Savoir und Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper das Engagement der ehrenamtlichen Helfer aus Kraudorf und Nirm. Jürgen Koch, Führer der Löscheinheit, freut sich mit seinen Kameraden auf ein schönes Fest - mit vielen Besuchern.
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