Live-Webcam zeigt Baustelle des neuen Hallenbads

Von: Georg Schmitz
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Architekt Heinrich Blass aus Euskirchen erläutert den Besuchern in der Aula der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule die Planung des neuen Hallenbades. Foto: Georg Schmitz
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So sieht die Brandruine des Hallenbades derzeit aus, mit dem Abriss soll nun in der ersten Juli-Hälfte begonnen werden.

Geilenkirchen. Wie bereits mehrfach vorgestellt, soll das neue Hallenbad nach dem Abriss der Brandruine an gleicher Stelle wieder errichtet werden. Bei einer Informationsveranstaltung zum aktuellen Stand erfuhren die 44 Zuhörer in der Aula der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule von Bürgermeister Thomas Fiedler und dem ausführenden Architekten Heinrich Blass aus Euskirchen nicht viel Neues - bis auf den Beginn der Abrissarbeiten.

Die sollen in der ersten Juli-Hälfte in Angriff genommen werden. Eine gewisse Verzögerung ist allerdings nicht zu verleugnen, denn nach früherem Bekunden von Seiten der Stadt hätte mit dem Abriss der Ruine bereits im März 2015 begonnen werden sollen. Ursache für die Verspätung ist wohl die Energiezulieferung für die Sporthalle, die sich im Hallenbadbereich befindet. „Bevor der Abbruch stattfinden kann, muss diese unterirdische Energiezentrale verlegt werden“, macht der Architekt klar. Denn nur dann könne die Sporthalle weiter mit Strom und Wasser versorgt werden.

Nach sechs Monaten Bearbeitungszeit und der Einreichung des Bauantrags könne aber jetzt im September 2015 mit dem Bau begonnen werden. Das Ziel für die Fertigstellung stehe immer noch, sagte Thomas Fiedler: Der 27. März 2017 ist dafür anvisiert. „Der neue Bürgermeister kann dann mit einem Sprung ins Becken das Schwimmbad einweihen – mit oder ohne Wasser“, sagte Fiedler schmunzelnd.

Heinrich Blass nannte ein paar Zahlen. Es bleibe bei Kosten in Höhe von 7,6 Millionen Euro, einer Bauzeit von 18 Monaten, fünf Schwimmbahnen, einem bis auf zwei Meter absenkbaren Hubboden, sechs Sammelumkleiden inklusive vier Individualumkleiden. Die Wassertemperatur werde bei 28 bis 30 Grad liegen, der umbaute Raum betrage 17800 Kubikmeter. Auf Vorschlag des Behindertenbeauftragten der Stadt Geilenkirchen, Heinz Pütz, habe man in die Planung taktile Elemente aufgenommen, die im Boden eingebracht werden und für Sehbehinderte ertastbar sind.

Die Fragen der Bürger

Das Gebäude werde mit einer dunklen Sonnenschutzverglasung versehen, die auch Hitze absorbiere. „Das wird ein sehr repräsentatives Bad für Geilenkirchen“, lobte Blass. Bürgermeister Fiedler gab noch ein „Bonbon“ bekannt: „Eine in Kürze auf der Sporthalle installierte Webcam wird über die Internetseite der Stadt Abriss- und Bauarbeiten live übertragen.

Nur wenige Fragen wurden aus dem Publikum gestellt. So kam beispielsweise der Vorschlag, kleine, handliche Föhne mit Kabelschnur für die Haartrocknung einzusetzen. „Diese Föhne müssen dauernd ersetzt werden, weil sie verschwinden“, sprach der Architekt von den bisherigen Erfahrungen. Auf eine weitere Frage ließ Blass wissen, dass die Becken selbstverständlich unterschiedlich beheizt werden können.

Es kamen noch Fragen nach Türbreiten, Rutschfestigkeit des Bodens und Statik des Daches sowie nach den Kosten für Unterhaltung des Bades. Letztere konnte noch nicht beantwortet werden, weil diese Kosten noch definiert werden müssen, aber: „Ich bin sicher, dass der Energieverbrauch wesentlich unter dem des alten Bades liegen wird“, so Thomas Fiedler.

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