Lesewettbewerb: Auch Bücher machen Spaß

Von: Georg Schmitz
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Der Sieger des Vorlesewettbewerbs, Peer Winkens, wurde von den übrigen Teilnehmern auf Händen getragen. Der Heinsberger wird jetzt auf Bezirksbene den Südkreis vertreten. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Seit 1959 richtet der Börsenverein des Deutschen Buchhandels unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten einen Vorlesewettbewerb für Schülerinnen und Schüler der Haupt- und weiterführenden Schulen aus. Die Aufmerksamkeit für das Kulturgut Buch zu erregen, die Leselust zu wecken und die Lesekompetenz von Kindern zu stärken sind die zentralen Anliegen dieser alljährlich wiederkehrenden Aktion.

Der Vorsteher des Deutschen Buchhandels, Prof. Dr. Gottfried Honnefelder, sieht im Lesen den „Schlüssel zu jeglicher Bildung“. An dem bundesweiten Lesewettstreit beteiligen sich jedes Jahr mehr als 600.000 Schüler der sechsten Klassen. Der Wettbewerb beginnt immer auf Schulebene, und hier haben insgesamt 7200 Schulen seit dem vergangenen Herbst ihre Sieger ermittelt.

Im weiteren Verlauf führen die Etappen über die regionalen Entscheide der Städte und Landkreise, die Bezirks- und Landesentscheide bis zum Finale auf Bundesebene im Juni. Acht Schüler im Alter von elf und zwölf Jahren hatten sich bereits auf Schulebene im Südkreis qualifiziert und mussten am Montag beim Kreisentscheid in der Mittelpunktbibliothek Geilenkirchen antreten. Seit über drei Jahrzehnten nimmt die städtische Bücherei an dem Wettbewerb teil. Anfangs fand die Veranstaltung im Haus Basten, später in den Räumen der Bücherei statt. Der aktuelle Wettbewerb stand unter dem Titel „Vorlesehelden“.

Die vierköpfige Jury mit den beiden Lehrerinnen Stefanie Claßen und Andrea Zyzik sowie Buchhandelfachkraft Irmgard Treuling und Jürgen Wagner von „GK-KulturGut“ hatte nach einem Punktesystem über die Lesekunst der Kinder zu befinden. Den meisten Jungen und Mädchen war die Aufregung anzumerken, schließlich galt es vor rund 40 Zuhörern vorzulesen. Jeder Teilnehmer musste drei Minuten lang aus einem selbst gewählten Text und zwei Minuten aus einem ihm nicht bekannten Pflichttext vorlesen.

Die eigenständige Buchauswahl und das Vorbereiten einer Textstelle sollen zur aktiven Auseinandersetzung mit der Lektüre motivieren, Einblicke in die Vielfalt der aktuellen und klassischen Kinder- und Jugendliteratur vermitteln und zum gegenseitigen Zuhören sensibilisieren. Auch der städtische Beigeordnete Herbert Brunen wusste, dass bei einem Vorlesewettbewerb den Kindern mit Spannung, Unterhaltung und Information viele Facetten eines Leseerlebnisses und neue Horizonte eröffnet werden. Um 14.30 Uhr kam dann die „Stunde der Wahrheit“ für die Teilnehmer. Mucksmäuschenstill wurde es in der Stadtbücherei Geilenkirchen, und besonders die Eltern verfolgten gespannt die Auftritte ihrer Sprösslinge. Nach dem Vorlesen zog sich die Jury zurück, um in einem separaten Raum die Punkte auszuwerten.

„Das war etwas zu monoton“, „die Einführung war sehr gut“ oder „der Teilnehmer hat den Kontakt zum Publikum gesucht“ waren einige der Kommentare der Jury-Mitglieder. Am Ende stand das Ergebnis fest, und Beigeordneter Herbert Brunen durfte den Sieger verkünden. Jeder Teilnehmer erhielt neben Buch und Urkunde auch einen Gutschein für ein Jahr kostenfreie Ausleihe in der Geilenkirchener Bücherei geschenkt. „Sieger seid ihr alle schon in euren Schulen geworden“, tröstete Brunen sieben der Teilnehmer und gab mit Peer Winkens aus Heinsberg-Lieck (Kreisgymnasium) den Sieger bekannt. Dieser darf nun beim Wettbewerb auf Bezirksebene in Bonn oder Köln vorlesen.

Die anderen Teilnehmer waren Anna-Lena Backhaus (St. Ursula Gymnasium Geilenkirchen); Carolin Hoffmann (Carolus-Magnus-Gymnasium Übach-Palenberg); René Laforce (Verbundschule Haaren); Jelle Löder (Realschule Heinsberg; Lena Nowak (Realschule Übach-Palenberg); Lea Seferings (Anita-Lichtenstein-Gesamtschule Geilenkirchen) und Sven Seifert (Gemeinschaftshauptschule Heinsberg I).

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