Leopard 1A5: Früher tödlich, heute unbrauchbar

Von: red
Letzte Aktualisierung:
12871374.jpg
Nur Ausstellungsstück: Brigadegeneral Peter Braunstein vor dem Leopard-Panzer der Lehrsammlung. Foto: Alexandra Leonhardt

Geilenkirchen. Seit dem vergangenen Wochenende ist die Geilenkirchener Selfkant-Kaserne, Heimat des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr (ZVBw), um eine Attraktion reicher: einen Panzer vom Typ Leopard 1A5.

Wie der Kommandeur, Brigadegeneral Peter Braunstein, gegenüber unserer Redaktion erklärte, wurde der Panzer dem ZVBw von der Firma Battle Tank Dismantling GmbH aus dem thüringischen Rockensußra langfristig als Ausstellungsstück überlassen. Im Zuge ihrer vielfältigen Aufgaben bei der Überwachung und Umsetzung internationaler Abrüstungsverträge und Abkommen haben die Rüstungskontrollinspekteure in der Vergangenheit schon häufiger mit dem thüringischen Fachbetrieb zu tun gehabt.

Aus diesen Kontakten heraus wurde dann die Idee geboren, einen nach den Vorgaben des Vertrages für Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE) demilitarisierten Panzer in der Selfkant-Kaserne aufzustellen. Entsprechend den Vorgaben dieses Vertrages wurde der Panzer durch Schnitte im Rohr, der Fahrzeugwanne und an anderen vorgeschriebenen Stellen für den militärischen Einsatz dauerhaft unbrauchbar gemacht.

„Damit entspricht er genau den Vorgaben, die der KSE-Vertrag für die Reduzierung solcher Waffensysteme vorgibt.“, erklärte Brigadegeneral Braunstein dazu und erläuterte, dass dieser Panzer nun Teil einer umfangreichen Lehrsammlung sei, die das Zentrum in Geilenkirchen derzeit aufbaut. „Wir haben unser 25-jähriges Bestehen in diesem Jahr zum Anlass genommen, unsere Arbeit in Form einer Lehrsammlung zu dokumentieren und zu veranschaulichen“, erklärte Braunstein weiter.

Die Lehrsammlung, bestehe aus einem statischen Anteil, zu dem nun auch der Panzer gehöre, und aus einer Wanderausstellung, mit der das Zentrum sowohl in Deutschland als auch bei internationalen Veranstaltungen auf die Bedeutung der Rüstungskontrolle und auf seine Arbeit aufmerksam machen will.

Die Wanderausstellung, die zuletzt unter anderem im Rahmen einer Konferenz der Mitglieder der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in Wien präsentiert worden ist, wird in Zusammenarbeit mit der Kreissparkasse Heinsberg in einigen Wochen auch in Heinsberg und in Geilenkirchen öffentlich gezeigt.

Der Panzer dagegen hat wohl dauerhaft einen Platz gefunden und wird in den nächsten Tagen mit Schautafeln versehen. Danach soll er dann vor allem als Anschauungs- und Lehrobjekt für die zahlreichen nationalen und internationalen Besucher und die Teilnehmer an den regelmäßig in der Selfkant-Kaserne angebotenen Lehrgängen dienen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert